VonPaul Luka Schneiderschließen
Wer am Roten Meer Urlaub macht, sollte achtsam sein. Das Auswärtige Amt warnt vor dem Dengue-Fieber. Urlauber könnten krank werden.
Hamm - In Ägypten sorgt derzeit eine Mückengattung namens Aedes für Unruhe. Passenderweise leitet sie ihren Namen von dem altgriechischen Wort für „unangenehm“ ab. Diese tagaktiven Stechmücken können Dengue-Viren, die eine Vielzahl von Krankheitsbildern hervorrufen können, auf Menschen übertragen. Bereits 2023 verursachte das Dengue-Fieber am Gardasee Besorgnis unter den Menschen. Das Auswärtige Amt hat nun auf seiner Website eine Warnung für Ägypten ausgesprochen.
Auswärtigen Amtes warnt vor Dengue an beliebten Urlaubsorten in Ägypten
Die Verbreitung des Dengue-Fiebers in Teilen Ägyptens ist alarmierend. Die gefährlichen Insekten sind nicht nur in den (Sub-)Tropen weit verbreitet, sondern finden auch in schattigen Baumhöhlen und Wasserresten, wie sie in Blumenvasen, Eimern, Regentonnen oder Pfützen auf Abdeckplanen sowie in Altreifen vorkommen, ideale Brutstätten. Dies geht aus einer Mitteilung des Landesgesundheitsamtes Stuttgart hervor.
Besondere Vorsicht ist derzeit an der ägyptischen Küste zum Roten Meer geboten, insbesondere in der Strandstadt Hurghada. Aber auch in den Urlaubsorten El Gouna und der nördlich des internationalen Flughafens Marsa Alam gelegenen Stadt Al-Qusair sind vereinzelt Fälle aufgetreten. Darüber hinaus liegen dem Auswärtigen Amt Informationen vor, dass auch in der Umgebung des Urlaubsortes Scharm El-Scheich auf der Sinai-Halbinsel Krankheitsfälle aufgetreten sind.
Das bekannteste Symptom einer Dengue-Virus-Infektion ist das Dengue-Fieber. Die Krankheit kann jedoch auch Hautausschläge und Gliederschmerzen verursachen. Schwere Krankheitsverläufe sind selten und treten vor allem bei Kindern auf. Es gibt keine vorbeugende Medikation oder spezifische Therapie gegen eine Dengue-Infektion, jedoch existiert ein umfangreicher Präventionskatalog.
Reisewarnung für Ägypten: Schutzmaßnahmen empfohlen
Das Auswärtige Amt empfiehlt vor Ort verschiedene Schutzmaßnahmen. Eine davon ist die Impfung gegen das Dengue-Fieber. „Impfstoffe mit eingeschränkter Impfempfehlung stehen zur Verfügung“, so das Auswärtige Amt. Reisende sollten sich diesbezüglich von einem Tropen- oder Reisemediziner beraten lassen.
Das Robert-Koch-Institut berichtet auf seiner Website, dass es in den ersten Monaten 2024 in Deutschland zu einer „auffallend hohen Reise-assoziierten Dengue-Fieber-Fallzahl“ gekommen ist. Dies ist „nicht durch eine erhöhte Reiseaktivität zu erklären“. Die Ursache sind hohe Fallzahlen in Ländern wie Ägypten.
Die wissenschaftliche Fachzeitschrift Eurosurveillance berichtete, dass es 2023 in Deutschland einen signifikanten Anstieg von gemeldeten Dengue-Infektionen auf 36 gab. Dies entspricht dem Trend der Ausbreitung des Dengue-Fiebers in Europa. In den Vorjahren wurden in Deutschland durchschnittlich nur etwas mehr als drei solcher Infektionen gemeldet.
Für Ägypten gilt derweil noch eine andere Reisewarnung. Landesweit bestehe nämlich ein Risiko terroristischer Anschläge. Auch für andere Länder wurden Reisewarnungen herausgegeben.
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