Sommer-Urlaub

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in 40 Länder: Beliebtes Urlaubsziel betroffen

  • schließen

Die Urlaubszeit läuft, aber nicht in jedes Land lässt es sich sorgenfrei reisen. Das Auswärtige Amt hat für 40 Länder Reisewarnungen ausgesprochen.

Hamm – Bei vielen Menschen in NRW steht während der Sommerferien der langersehnte Sommer-Urlaub an. Häufig ging dem Reiseantritt schon eine lange Vorbereitung voraus: Ist der Perso noch gültig? Wer passt in der Zwischenzeit auf die Katze auf? Und die wohl wichtigste Frage: Wo soll es überhaupt hingehen? Denn nicht überall kann man bedenkenlos entspannen. Das Auswärtige Amt hat für die Urlaubssaison 2024 zahlreiche Reisewarnungen herausgegeben – auch für ein beliebtes Urlaubsziel.

Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes: Diese Länder sollten Urlauber meiden

Insgesamt 17 Reisewarnungen für ganze Länder hat das Auswärtige Amt für die Urlaubssaison 2024 ausgesprochen. Sie sind als „dringender Appell“ zu verstehen, Reisen in ein Land oder eine Region zu unterlassen, schreibt die oberste Bundesbehörde auf ihrer Website. „Sie werden in der Regel dann ausgesprochen, wenn allen Reisenden eine konkrete Gefahr für Leib und Leben droht.“ Für den Libanon plant das Auswärtige Amt offenbar sogar eine Evakuierung deutscher Staatsbürger. Eine Übersicht über die betroffenen Länder:

  • Afghanistan
  • Belarus
  • Haiti
  • Iran
  • Israel
  • Jemen
  • Libanon
  • Libyen
  • Myanmar
  • Niger
  • Palästinensische Gebiete
  • Somalia
  • Sudan
  • Südsudan
  • Syrien
  • Ukraine
  • Zentralafrikanische Republik

    Quelle: Auswärtiges Amt, Stand: 21. August, 9.25 Uhr

Teilreisewarnungen für Regionen in zahlreichen Ländern erlassen

Hinzu kommen 23 sogenannte Teilreisewarnungen. Dabei warnt das Auswärtige Amt nur vor Reisen in bestimmte Regionen eines Landes. Davon ist auch ein Land betroffen, das zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen gehört: Ägypten. Seit dem 3. Juli gilt der Appell, Reisen in Teile des Landes am südlichen Mittelmeer zu unterlassen. Auf ihrer Website gibt die Behörde die jeweiligen Gebiete detailliert an. Ein Überblick über die Länder, für die Teilreisewarnungen gelten:

  • Ägypten
  • Algerien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Äthiopien
  • Benin
  • Burkina-Faso
  • Côte d‘Ivoire
  • Demokratische Republik Kongo
  • Eritrea
  • Irak
  • Japan
  • Kamerun
  • Mali
  • Mauretanien
  • Mosambik
  • Nigeria
  • Pakistan
  • Philippinen
  • Russische Föderation
  • Togo
  • Tschad
  • Venezuela

    Quelle: Auswärtiges Amt, Stand: 21. August, 9.25 Uhr

Warum sich Reisende an die Reisewarnungen halten sollen

Neben den Reisewarnungen gibt das Auswärtige Amt auch immer wieder Reise- und Sicherheitshinweise heraus. Reisehinweise enthalten Informationen unter anderem über die Einreisebestimmungen eines Landes, medizinische Hinweise sowie straf- und zollrechtliche Besonderheiten. Sicherheitshinweise machen hingegen auf besondere Risiken – primär für Reisende – in einem bestimmten Land aufmerksam. Gegebenenfalls rät die Behörde von nicht unbedingt erforderlichen Reisen ab.

Das Auswärtige Amt hat eine Teilreisewarnung für Ägypten herausgegeben.

Grundsätzlich gilt zwar: Reisewarnungen stellen kein juristisches Ausreiseverbot dar. Theoretisch dürfen Menschen also trotzdem in ihr Zielland reisen. Allerdings sollten sich Betroffene mindestens zweimal überlegen, ob sie das jeweilige Risiko eingehen wollen. Neben der Sicherheitsbedenken an sich, kann das Auswärtige Amt in Ländern, für die eine Reisewarnung gilt, meist keine direkte konsularische Hilfe für deutsche Staatsangehörige leisten. Bei einigen Reisekrankenkassen erlischt zudem der Versicherungsschutz.

Als Alternative hat auch Europa viele schöne und zum Teil preiswerte Urlaubsorte, beispielsweise Finnisch Lappland. Bald ist der Flug in das Heimatland des Weihnachtsmannes auch vom Flughafen Paderborn/Lippstadt möglich. Thailand ist ebenfalls ein beliebtes Urlaubsland. Eigentlich gilt es auch als sicher. Touristen sollten bestimmte Gegenden aber meiden.

Rubriklistenbild: © Robertharding/Imago

Kommentare