Auswärtiges Amt gibt Reisewarnung – ein beliebtes Urlaubsland betroffen
VonAnnika Ketzler
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Das Auswärtige Amt hat für einen beliebten Urlaubsort eine Reisewarnung herausgegeben. Urlauber sollten vorsichtig sein, wenn sie verreisen wollen.
Hamm - In Nordrhein-Westfalen haben die Sommerferien begonnen und für viele Menschen steht damit der langersehnte Sommer-Urlaub an. Einige Reiseziele in Europa sind günstiger als andere. Viele Ziele locken mit ihren Traumstränden und starkem Service – doch es gibt auch Sicherheitsbedenken. Für mehrere Reiseziele hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung herausgegeben, darunter ein beliebtes Reiseziel.
Auswärtiges Amt gibt Reisewarnung für Ägypten heraus
Für Ägypten gilt laut Auswärtigem Amt eine Teilreisewarnung. „Derzeit kommt es in Ägypten immer wieder zu pro–palästinensischen Demonstrationen mit teilweise hohen Teilnehmerzahlen. Mit weiteren Großdemonstrationen, insbesondere bei einer zunehmenden Verschärfung der Lage in Gaza, ist auch in den nächsten Wochen zu rechnen, dies vor allem freitags nach dem Mittagsgebet“, so das Amt.
Die unterschiedlichen Warnungen des Auswärtigen Amtes
Reisehinweise enthalten Informationen unter anderem über die Einreisebestimmungen eines Landes, medizinische Hinweise, straf- oder zollrechtliche Besonderheiten.
Sicherheitshinweise machen auf besondere Risiken – primär für Reisende – in einem bestimmten Land aufmerksam. Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen wird gegebenenfalls abgeraten.
Reisewarnungen enthalten einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, Reisen in ein Land oder eine Region zu unterlassen. Dann besteht in der Regel konkrete Gefahr für Leib und Leben. Teilreisewarnungen beziehen sich nur auf eine bestimmte Region.
Quelle: Auswärtiges Amt
Und es gelten bestimmte Warnungen in einigen Gebieten von Ägypten. „Vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (mit Ausnahme von Taba) und entlegene Gebiete der Sahara wird gewarnt. Von unbegleiteten, individuellen Ausflügen und Überlandfahrten im Süden der Sinai-Halbinsel wird abgeraten“, so das Auswärtige Amt.
Landesweit bestehe nämlich ein Risiko terroristischer Anschläge. Diese richteten sich in der Vergangenheit meist gegen ägyptische Sicherheitsbehörden, teilweise gegen koptische Einrichtungen und vereinzelt auch gegen ausländische Ziele und Staatsangehörige.
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Für diese weiteren Teile Ägyptens gelten Reisewarnungen:
Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel
Gouvernorat Nordsinai
das ägyptisch-israelische Grenzgebiet (Ausnahme Küstenabschnitt und Taba)
Gazastreifen
entlegene Gebiete der Sahara
Grenzgebiete zu Libyen und Sudan
„Die Sicherheitslage in Ägypten ist dennoch insgesamt weiterhin stabil und ruhig“, erklärt das Auswärtige Amt weiter. Die Kriminalitätsrate sei in Ägypten zudem vergleichsweise niedrig. „Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle als auch vereinzelte Übergriffe speziell auf Frauen kommen vor. In den Urlaubsgebieten wie zum Beispiel Hurghada sind teilweise betrügerische bzw. erpresserische Verhaltensweisen bei Taxifahrern zu beobachten“, heißt es.
Auswärtiges Amt: In der Türkei sind Anschläge nicht ausgeschlossen
Auch die Türkei zählt zu einem beliebten Urlaubsland der Deutschen. Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak rät das Auswärtige Amt dringend ab. Und auch die Nah-Ost-Lage in der Türkei sei angespannt, es könne zu gewaltsamen Protesten kommen.
Ähnlich wie in Ägypten, können auch in der Türkei Terror-Anschläge nicht ausgeschlossen werden. „In der Türkei kam es, insbesondere seit 2015, wiederholt zu terroristischen Anschlägen. Dabei waren auch die Innenstädte von Istanbul und Ankara Ziele von Anschlägen mit hohen Opferzahlen“, heißt es. Urlauber sollten sich vor allem an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam verhalten. Eine Teilreisewarnung – so wie für Ägypten – gibt das Auswärtige Amt für die Türkei nicht heraus.
Es gibt darüber hinaus noch eine weitere Reisewarnung für Ägypten. Die hat jedoch gänzlich andere Gründe. Interessant: Auslandsflüge waren im 1. Halbjahr 2024 um 3,1 Prozent billiger als im Vorjahreshalbjahr. Reisende bekommen deswegen trotzdem nicht immer günstigen Urlaub.