Fake-Anrufe, gefälschte Mails

Warnung vor Schwindel: ADAC informiert über neue Betrugsart

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Erneut verbreiten sich unechte Nachrichten. Der ADAC informiert in diesem Szenario über eine frische, kriminelle Vorgehensweise. Doch was ist das genau?

München – Im digitalen Zeitalter tritt Cyberkriminalität zuhauf auf. Betrüger nutzen die technischen Möglichkeiten der Moderne, um Nutzern beliebter Dienste persönliche Daten zu entlocken, diese mit Spam zu konfrontieren oder Geld vom Konto abzuzwacken. Dabei ist der Kreativität der Betrüger nur selten eine Grenze gesetzt.

In der jüngsten Episode dieser Betrugsmaschen wird nun mal wieder der „gute Ruf“ vom ADAC missbraucht, wie das Unternehmen mit Sitz in München auf seiner Homepage mitteilt. Das perfide Vorgehen der Kriminellen im Detail.

Neue Betrugsmasche: ADAC warnt vor „unseriösen Anrufen“ und „gefälschten Stellenanzeigen“

Konkret warnt der ADAC vor Trittbrettfahrern, die „mit unseriösen Anrufen, gefälschten Stellenanzeigen oder E-Mails Kasse“ machen zu wollen. Solche Versuche seien natürlich allesamt Fake, betont das Unternehmen auf seiner Homepage explizit. Diese Nachrichten und Kontaktaufnahmen würden von Betrügern kommen – und eben nicht vom ADAC selbst verschickt werden.

Der ADAC warnt vor Fake-Anrufen und Phishing-Mails, die unter dem Namen des Unternehmens erfolgen beziehungsweise verschickt werden.

Vielmehr ist die Rede von unseriösen Anrufern, die sich als Mitarbeitende des ADAC ausgeben würden. Oder aber die Betrüger verschicken sogenannte Phishing-Mails mit gefälschten Adressen vom Unternehmen. Der ADAC habe 22 Millionen Mitglieder, deswegen „ist es für Betrüger ein Leichtes, tatsächlich einen ‚Treffer‘ zu landen“.

Phishing-Mails im Visier: Cyber-Betrüger verschicken Spam-Nachrichten im Namen des Unternehmens

Vor allem Phishing-Mails seien bei den Betrügern sehr beliebt. Hiermit versuchen sie, zum Klicken auf einen Link zu verführen. Im Folgenden soll Schadsoftware auf dem PC installiert werden. Oder aber die Empfänger sollen zur Weitergabe ihrer sensiblen Daten – Passwörter, Kontonummern, generell persönliche Daten – bewegt werden.

Dabei würden sich die Betrüger hinter einer gefälschten ADAC-Mailadresse verstecken. Doch woran können Verbraucher diese erkennen, um den Kriminellen eben nicht auf den Leim zu gehen? Beispielsweise daran, „dass in der Absender-Adresse das Kürzel ADAC mit Zahlen kombiniert wird und der Text oder der Betreff häufig grammatikalische Fehler enthält“, informiert das Unternehmen.

ADAC distanziert sich von Betrugsmasche – und weist auf unseriöses Vorgehen der Betrüger hin

Generell weist der ADAC auf folgende Punkte hin:

  • „Der ADAC fordert nicht per Mail zu dringenden Handlungen auf.
  • Der ADAC ruft nicht an, um Gewinne mitzuteilen oder Abos zu verkaufen.
  • Der ADAC schaltet keine Stellenanzeigen bei Ebay.“

In ihren Phishing-Mails würden die Cyber-Kriminellen inhaltlich zum Teil sehr abstrus vorgehen. Beispielsweise werde ADAC-Mitgliedern ein vermeintlich gebührenfreier Identity-Check für eine angebliche Sicherheitsfunktion auf eine ADAC-Kreditkarte angeboten.

Eine Warnung spricht der ADAC aber auch im Kontext von angeblichen Gewinnspielen aus, bei denen es zunächst einmal erforderlich sei, eine „Bearbeitungsgebühr“ von bis zu 1200 Euro auf ein Konto im Ausland zu überweisen. Aber auch vor betrügerischen Stellenanzeigen auf Ebay warnt der ADAC, hier ist erneut die Rede vom „ADAC Gratis Notfallset“.

Marke ADAC für Betrugsmasche missbraucht: So sollten Mitglieder vorgehen

Grundsätzlich spricht der ADAC die Empfehlung aus, dass Mitglieder auf keine Schaltflächen klicken sollten, „die Sie zu dringenden Handlungen drängen, von Ihnen sensible Daten fordern oder Ihnen Versprechungen anderer Art machen“. Obendrein heißt es:

  • „Löschen Sie die Phishing-Mail. Sonst riskieren Sie die Installation von Schadsoftware auf Ihrem Computer oder die Weitergabe sensibler Daten wie Passwörter, Kontonummern oder persönliche Daten.
  • Haben Sie schon auf einen verdächtigen Link geklickt, sollten Sie schnellstmöglich Ihre Passwörter ändern sowie
  • das Antivirenprogramm auf Ihrem Computer aktualisieren und einen Virenscan durchführen“.

Wer obendrein seine Kreditkartendaten abgegeben hat, sollte sich mit seiner Bank in Verbindung setzen und im Zweifelsfall die Karte sperren lassen.

Fake-Anrufe können übrigens auch Nutzer der Payback-Karte betreffen, auch hier wird vor einer perfiden Betrugsmasche gewarnt. (han)

Rubriklistenbild: © Daniel Wagner/imago/Andreas Gebert/dpa/Montage

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