VonSebastian Oppenheimerschließen
Die Ladezeit von Elektroautos sorgt für Verunsicherung bei vielen Interessenten. Wir erklären, worauf es ankommt – und welche Angabe oft für Missverständnisse sorgt.
Die Neuzulassungen von Elektroautos sind zuletzt deutlich in die Höhe geschossen – und auch eine erneute Förderung von Stromern ist möglicherweise in Sicht. Noch immer gibt es allerdings auch viele Vorbehalte gegenüber den Stromern – nicht jeder möchte bereits den Umstieg wagen. Gerade wenige technikaffine Menschen können mit Abkürzungen wie „kW“ und „AC/DC“ oder Fachbegriffen wie „Rekuperation“ und „Ladesäulen-Quishing“ oft wenig anfangen. Für alle, die mehr über die Grundlagen der E-Mobilität erfahren möchten, bieten wir daher ein kostenloses PDF für E-Auto-Einsteiger zum Download an.
Von der Haushaltssteckdose bis zum Ultra-Schnelllader
Eine der Fragen, die sich viele E-Auto-Interessierte stellen, lautet: Wie lange dauert das Laden? Die Ladegeschwindigkeit eines Elektroautos wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. An erster Stelle steht die verfügbare Ladeleistung, die von der einfachen Haushaltssteckdose (2,3 kW) bis zum Ultra-Schnelllader (bis zu 350 kW) reicht. Während das Laden an der heimischen Steckdose bei modernen Elektroautos mit großen Akkus zwar theoretisch möglich ist, so würde es doch viel zu lange dauern: Bis der Akku voll ist, können hier schon mal zwei Tage ins Land gehen.
Empfehlenswert für die eigene Garage sind daher Wallboxen, die mit 11 kW (oder auch 22 kW) deutlich kürzere Ladezeiten von etwa 3 bis 6 Stunden ermöglichen und zudem die Sicherheit beim Laden verbessern. An öffentlichen Schnellladesäulen mit 150 kW oder mehr kann ein Akku bereits in 20 bis 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden.
Elektroauto für Einsteiger – die wichtigsten Fragen und Antworten
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Maximale Ladeleistung vs. reale Ladekurve
Ein häufiges Missverständnis betrifft die von Herstellern beworbene maximale Ladeleistung. Diese wird in der Praxis oft nur kurzzeitig erreicht, da die tatsächliche Ladekurve je nach Akkustand variiert. Besonders bei hohem Füllstand (über 80 Prozent) oder niedrigem Füllstand (unter 10 Prozent) reduziert das Batteriemanagementsystem die Ladeleistung zum Schutz der Batterie. Auch externe Faktoren wie die Temperatur spielen eine wichtige Rolle – bei Kälte verlängern sich die Ladezeiten deutlich. Wichtig auch: Die schnellste Ladesäule hilft nichts, wenn das E-Auto die Leistung nicht verarbeiten kann. Umgekehrt wird auch die hohe Ladeleistung eines Stromers wertlos, wenn zu wenig Energie aus der Ladesäule fließt.
Was E-Auto-Laden vom Verbrenner-Betanken unterscheidet
Im Gegensatz zum Tankvorgang bei Verbrennern folgt das Laden von E-Autos einem anderen Muster: Statt selten und vollständig zu tanken, laden E-Auto-Fahrer in der Regel häufiger und meist nur bis etwa 80 Prozent. Dies schont nicht nur die Batterie, sondern optimiert auch die Ladezeiten, da die letzten 20 Prozent deutlich länger dauern als die ersten 80 Prozent. Mit modernen Schnellladetechnologien und der richtigen Ladestrategie lässt sich der Alltag mit einem Elektroauto daher oft relativ problemlos meistern. Doch wie lange dauert das Laden eines E-Autos nun konkret? 24auto.de hat einige Beispiele ausgerechnet.
