VonSebastian Oppenheimerschließen
Der Koalitionsvertrag sieht eine Förderung für Elektroautos vor. Jedoch sollte man sich beim Kauf nicht ausschließlich von finanziellen Vorteilen leiten lassen.
Seit Jahresbeginn geht es mit der Elektromobilität wieder bergauf. Im ersten Quartal 2025 wurden in der EU laut dem europäischen Automobilverband ACEA rund 413.000 E-Autos neu zugelassen – ein Anstieg um 23,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil am Neuwagenmarkt lag bei 15,2 Prozent. Dieses Ergebnis bleibt laut dem Verband aber noch immer deutlich unter den Erwartungen. Auch in Deutschland legen die Neuzulassungen von Elektroautos wieder zu, allerdings war 2024 der Absatz stark eingebrochen – vor allem, weil Ende 2023 die Förderung durch den Umweltbonus gestrichen wurde. Nun will man den Verkauf hierzulande weiter ankurbeln – im Koalitionsvertrag von Union und SPD ist von „Kaufanreizen“ die Rede. Doch sollte man sich deshalb gleich einen Stromer zulegen, wenn es so weit ist? Was Sie vor dem Kauf eines E-Autos wissen sollten, erfahren Sie unserem Einsteiger-Guide, den Sie als PDF kostenlos herunterladen können.
E-Auto wird attraktiver: größere Reichweiten, bessere Lade-Infrastruktur
Ob es bald wieder eine Kaufprämie für E-Autos geben wird, wie es bis Ende 2023 der Fall war – oder ob der Elektroauto-Verkauf mit anderen Förderungen in Schwung gebracht werden soll, ist bislang unklar. Wer ohnehin mit dem Kauf eines neuen (Elektro-)Autos liebäugelt, sollte vielleicht besser noch ein wenig abwarten, wie die Unterstützung schließlich ausfällt. Auch abgesehen von einer potenziellen Förderung werden Elektroautos für mehr Menschen attraktiver: Die Reichweiten steigen, die Ladezeiten werden kürzer – und auch Ladesäulen sind in den meisten Gegenden keine Mangelware mehr. So mancher Anbieter tritt inzwischen beim Ausbau auf die Bremse, weil viele Ladesäulen kaum genutzt werden.
Elektroauto für Einsteiger – die wichtigsten Fragen und Antworten
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Förderung als Zünglein an der Waage
Eine Elektroauto-Förderung könnte für viele Stromer-Interessierte das ausschlaggebende Zünglein an der Waage für einen Kauf sein – schließlich gehört der hohe Preis von E-Autos laut Umfragen zu den Punkten, die viele vor einem Kauf zurückschrecken lassen. Dazu kommt, dass die Zahl der erschwinglichen Elektroautos – zwar langsam – aber stetig wächst. Wobei einige Billig-Stromer bislang nur angekündigt sind, wie beispielsweise das 20.000-Euro-E-Auto von Volkswagen. Bis der erschwingliche Stromer der Wolfsburger auf den Markt kommt, wird es noch bis 2027 dauern.
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Für die Hersteller ist die Ankündigung von Fördermaßnahmen eher problematisch. Zwar dürften sie mehr E-Autos verkaufen, wenn die Kaufanreize schließlich umgesetzt werden – doch bis dahin neigen die Kunden natürlich dazu, abzuwarten, bis es Prämien oder ähnliche Unterstützungen gibt. Vor nicht allzu langer Zeit hatte sich Polestar-Chef Micheal Lohscheller im Interview mit IPPEN.MEDIA kritisch in diese Richtung geäußert: Er fände es gut, „wenn nicht jede Woche eine neue Debatte über Rahmenbedingungen starten würde“.
