Die Signale von Katzenliebhabern könnten auf Katzen irritierend wirken und sie in die Flucht schlagen. Wer die Stubentiger meidet, macht schon das meiste richtig. (Symbolbild)
Die Katze scheint alle Katzenliebhaber im Raum zu ignorieren und geht stattdessen auf die Person zu, die Katzen eigentlich ablehnt. Was steckt dahinter?
Katzen sind sehr feinfühlige Tiere. Sie achten stark auf Körpersprache und Energie. Wer Katzen liebt, neigt oft dazu, sie direkt anzuschauen, ihnen schnell näherzukommen, sie anzusprechen oder die Hand auszustrecken – alles Dinge, die manche Samtpfoten schnell als „aufdringlich“ empfinden können.
Katzen sind auf Körpersprache spezialisiert
Menschen, die Katzen nicht mögen oder sogar Angst vor ihnen haben, verhalten sich meist genau gegenteilig:
Sie schauen die Katze nicht an
Sie bewegen sich ruhig oder versuchen sogar, Abstand zu halten
Sie ignorieren die Katze komplett
Genau das ist für viele Katzen sympathisch. Sie fühlen sich dadurch nicht bedrängt, sondern sicher.
Katzen bevorzugen freie Entscheidungen
Katzen entscheiden lieber selbst, wann und mit wem sie Kontakt aufnehmen. Wenn ein Mensch sie ignoriert, empfinden sie das als angenehm – und fühlen sich eingeladen, den ersten Schritt zu machen. Daher bevorzugen sie Menschen, die entspannt und gelassen mit ihnen umgehen. Menschen, die Katzen von sich aus eher meiden, verhalten sich quasi unbewusst richtig.
Laut Dr. John Bradshaw, Katzenexperte und Autor des Buchs Cat Sense, neigen Katzen dazu, Menschen zu bevorzugen, die ihnen Raum lassen und keine bedrohlichen Signale senden. „Für Katzen bedeutet Zurückhaltung Respekt“, erklärt Bradshaw. Der Biologe Dennis C. Turner, der die Beziehung zwischen Mensch und Hauskatze erforscht, bietet eine weitere Erklärung. Im Gespräch mit dem Stern erläutert er, warum Katzen Menschen, die keine Zuneigungssignale senden, anziehend finden: „Die Katze muss feststellen – was ist mit dieser Person?“ Deshalb forciert sie den Kontakt.
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Der „Nicht-Katzenfreund“ verhält sich aus Katzensicht richtig
Aus Sicht der Katze verhält sich jemand, der sie nicht mag, meistens genau richtig:
Kein starrer Blickkontakt (wirkt sonst wie eine Drohung)
Keine schnellen Annäherungen
Keine übertriebene Aufmerksamkeit
All das lässt Katzen glauben: Der Mensch ist entspannt und nicht gefährlich. Und genau das macht neugierig. Wer Katzen nicht bedrängt, macht sich bei ihnen oft beliebt. Und so kommt es, dass die Katze im Raum ausgerechnet auf den „Katzenmuffel“ zuläuft – weil der sich aus ihrer Sicht genau richtig verhält.