Gründe für Katzengeplapper

Warum manche Katzen ständig miauen – und andere nicht

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Manche Katzen sind besonders gesprächig. Sie haben gelernt, dass ihnen das Vorteile bringt.
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  • Sandra Barbara Furtner
    Sandra Barbara Furtner
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Katzen sind nicht immer leise. Manche miauen ununterbrochen. Das kann verschiedene Gründe haben, die Sie überraschen werden.

Katzen werden oft als ruhige Zeitgenossen wahrgenommen. Sie bewegen sich lautlos durchs Leben und äußern sich selten, abgesehen von einem zufriedenen Schnurren oder einem wütenden Fauchen. Doch viele Katzenbesitzer könnten dem widersprechen. Einige Katzen sind sehr gesprächig und äußern sich fast ununterbrochen durch Miauen, Maunzen und Gurren. Es gibt Gründe, warum manche Katzen mitteilsamer sind als andere.

Im Grunde ist das Miauen bei Katzen eine Art Babysprache

Junge Katzen miauen häufig, doch im Erwachsenenalter nimmt dies ab. Das Miauen dient ursprünglich der Kommunikation zwischen Katzenmutter und ihren Jungen. Mit der Zeit lernen die Kitten, sich über Körpersprache und Duftsignale auszudrücken, und verzichten weitgehend auf Lautäußerungen. Die Katzensprache wird dann überwiegend nonverbal, es sei denn, sie fühlen sich bedroht oder es droht ein Konflikt. Auch während der Rolligkeit miauen Katzen vermehrt.

Für die Kommunikation mit Menschen haben Katzen das Miauen wiederentdeckt. Sie sprechen mit ihren Besitzern ähnlich wie Katzenbabys mit ihrer Mutter. Katzen merken schnell, dass Menschen auf das Miauen reagieren, was sie als Belohnung empfinden und das Verhalten verstärken kann. Manche Katzen antworten auch mit Miauen, wenn der Mensch mit ihnen spricht. Die Art des Miauens gibt stets Aufschluss über das Befinden der Katze.

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Katzen nutzen das Miauen, um sich mitzuteilen

Zumeist beeinflussen auch die Bedingungen, unter denen eine Katze aufwächst, ihr Miauen im Erwachsenenalter. Eine ruhige Umgebung führe zu einer stilleren Katze, während eine hektische und unsichere Kindheit das Mitteilungsbedürfnis steigern könne. Bestimmte Katzenrassen, wie Siamkatzen, Balinesen, Bengalkatzen oder Burmakatzen, gelten generell als sehr gesprächig.

Das Miauen einer Katze hat immer einen Grund. Sie könnte einfach Aufmerksamkeit von ihrem Menschen suchen, etwa aus Langeweile. Oder sie weist auf ein konkretes Bedürfnis hin, wie Hunger oder den Wunsch zu spielen. Einige Katzen miauen zur Begrüßung. Besonders das Gurren zeigt Freude und kann als Aufforderung verstanden werden. Manche Kater verändern sogar die Stimme, wenn er mit seiner Besitzerin spricht. Katzen äußern sich auch bei Schmerzen oder um Stress und Unbehagen auszudrücken. Einsamkeit bei Katzen kann sich ebenfalls in lautem Miauen zeigen.

Zehn Bilder von Katzen, die süßer sind als jeder Kuchen von Oma

Katze versteckt sich in einer Tasche.
Katzen verstecken sich gerne in den unmöglichsten Gegenständen und bringen uns damit zum Lachen. © Westend61/Imago
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Sowohl freilaufende als auch Wohnungskatzen können ein glücklickes und zufriedenes Leben führen, wenn man ihr Umfeld interessant gestaltet.  © Zoonar/Imago
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Sind die nicht zum Knuddeln? Katzenbabys kommen mit geschlossenen Augen und taub zur Welt.
Sind die nicht zum Knuddeln? Katzenbabys kommen mit geschlossenen Augen und taub zur Welt. Erst nach rund zehn Tagen öffnen sich die Augen und ihr Gehörgang. Übrigens: Kitten sollten erst mit rund 12 bis 13 Wochen von der Mutter getrennt werden. © YAY Images/Imago
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Kennen Sie das? Kaum schläft Ihre Katze ein und sie gucken ihr beim Dösen zu, schon kehrt bei Ihnen eine innere Ruhe und Frieden ein. Hat ja auch etwas unglaublich Gemütliches und Beruhigendes an sich. Vor allem, wenn es zwei niedliche Kitten sind, die sich aneinander kuscheln.  © Cavan Images/Imago

Was tun, wenn die Katze ständig miaut?

Wenn das Miauen überhandnimmt, sollte man den Umgang mit der Katze überdenken. Zunächst ist sicherzustellen, dass alle Bedürfnisse der Katze erfüllt sind. Bei Langeweile kann es helfen, feste Spielzeiten einzuführen. Die Katze gewöhnt sich an die Spielzeiten und muss sie nicht mehr einfordern. Hat die Katze Hunger, hat sie in der Vergangenheit wahrscheinlich Erfolg mit ihrem Miauen gehabt. Natürlich sollte man die Katze nicht hungern lassen, aber sofortiges Reagieren auf ihr Miauen verstärkt das Verhalten.

Je länger man seine Katze kennt, desto besser kann man ihr Miauen interpretieren. Verändert sich jedoch plötzlich die Art oder Häufigkeit, sollte man nach den Ursachen suchen. Schmerzen oder gesundheitliche Probleme lassen sich nur durch einen Tierarztbesuch ausschließen.

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