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Warum ein Wollschal für Tomaten im Sommer genau das richtige ist

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Tomaten benötigen im Sommer reichlich Wasser, um zu wachsen und gesund zu bleiben. Wolle ist eine sehr gute Möglichkeit, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten.

Im Freilandbeet haben es Tomaten an heißeren Tagen etwas einfacher, im Erdreich an Wasser zu kommen. Aber im Blumenkübel ist der Flüssigkeitsvorrat für die Pflanzen sehr überschaubar – manchmal müssen sie sogar mehrmals täglich gegossen werden. Vor allem, sobald die Tomate Früchte trägt, steigt der Bedarf. Fehlt es an Wasser, konzentriert sich in den Früchten zwar etwas mehr Aroma. Doch das Risiko, dass die Pflanze Mangelerscheinungen wie die Blütenendfäule entwickelt, steigt. Damit das feuchte Nass nach dem morgendlichen Gießen nicht gleich wieder verdunstet, ist eine Mulldecke sinnvoll. Wolle ist hier als isolierendes Material bestens geeignet.

Trick mit Wollschal rettet Tomaten über heißen Sommer

Vor allem während des Fruchtwachstums und im Kübel benötigen Tomatenpflanzen viel Wasser.

Bei sommerlichen Temperaturen benötigt eine Tomatenpflanze rund zwei Liter Wasser am Tag. Empfehlenswert ist es, sowohl morgens als auch abends zu gießen. Mulchen ist hierbei für viele Gemüsepflanzen eine unterstützende, altbekannte Methode, um die Feuchtigkeit länger nah des Erdreichs zu speichern. Der Gemüsegarten-Blog Spriessbuerger.ch macht sich mit einem Trick die natürliche Wirkung von Schafwolle als Mulchmaterial zunutze.

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Wer einmal einen nassen Wollpulli in der Hand hatte, weiß, wie schwer dieser sein kann, vollgesogen mit Wasser. In der Tat kann Schafwolle das Dreifache ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen – dies entspricht 300 Milliliter auf 100 Gramm Wolle. Die Wolle verhindert als isolierende Schicht das Verdunsten der Flüssigkeit in der Luft und gibt die gespeicherte Flüssigkeit wieder an die Pflanze zurück. Wer also Wolle zur Hand hat oder einen alten Schal aus reiner Wolle (ohne Synthetikbeimischung) übrig hat, kann diesen einfach als Mulch auf das Wurzelreich der Tomatenpflanze oder anderen Gemüsearten legen.

Diese Gartenarbeiten sollten Sie im Juli für gutes Pflanzenwachstum erledigen

Radicchio in Gartenbeet
Salate wie Radicchio, Endivien und Feldsalat können gesät werden. Ebenso kommen Kohl, Fenchel und Petersilie als Saatgut ins Beet.  © Dreamstime/Imago
Kleine Kohlfliege - Delia radicum auf Sumpf-Wolfsmilch
Die Larven der Kohlfliege sind im Sommer aktiv. Schützen Sie Ihre Gemüsepflanzen mit engmaschigen Netzen – das hilft auch gegen Lauchmotten und Möhrenfliegen. © CHROMORANGE/Imago
Kartoffelkäfer, Leptinotarsa decemlineata
Kartoffelkäfer befallen im Juli in zweiter Generation auch Tomaten, Paprika und andere Nachtschattengewächse. Das regelmäßige Absammeln ist das wirksamste Mittel gegen ihre Ausbreitung. © CHROMORANGE/Imago
Beinwelljauche in Schüssel neben Tomatenpflanze
Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini und Kohl benötigen im Juli eine Extraportion Dünger. Zum Beispiel in organischer Form wie Beinwelljauche. © Panthermedia/Imago
Frau hängt Kräuterbündel auf.
Kräuter enthalten jetzt viel Aroma und lassen sich sehr gut trocknen. Am besten in Bündel aufgehängt an einem schattigen, luftigen Ort. © Redeleit/Imago
Sommerschnitt an Süßkirsche
Im Juli benötigen Obstbäume einen Sommerschnitt. Bei Kirschbäumen ist dieser nach der Ernte besonders wichtig, damit sich keine Pilzkrankheiten ausbreiten.  © Zoonar/Imago
Birnbaum mit Birnen wird gestützt
Voll hängende Obstbäume benötigen eine Stütze, damit die überladenen Äste nicht abbrechen. © Depositphotos/Imago
Person mäht Rasen in Garten.
Im Juli dient ein Rasenschnitt auf vier Zentimeter Höhe dem Hitzeschutz. Wichtig sind scharfe Klingen. Außerdem sollte der Rasen gedüngt und wenn möglich bewässert werden.  © Zoonar/Imago
Blauer Steppen-Salbei
Der Steppen-Salbei zählt zu den remontierenden Stauden. Diese bilden nach einem starken Rückschnitt nach der Blüte oft einen zweiten Austrieb im Spätsommer. © Pond5 Images/Imago
Frau gießt Blumen, Gartenschlauch
Sehr wichtig: Viel und richtig gießen. Am besten frühmorgens oder abends. Vergessen Sie die Kübelpflanzen nicht, sie trocknen schneller aus als die Gartenpflanzen. © imagebroker/Imago

Tomaten mit anderen Materialien mulchen

Nicht nur Wolle eignet sich als Mulch für die Tomatenpflanzen. Wie Tomaten.de erklärt, kommen hierfür auch gesunde und organische Pflanzenmaterialien in Frage, beispielsweise Brennnesselblätter, Tomatenblätter oder Grasschnitt. Der Vorteil ist hierbei, dass der Tomate von den verrottenden Pflanzenteilen gleich noch Nährstoffe mitgeliefert werden und die Bodenstruktur verbessert wird. Die Mulchschicht sollte fünf bis zehn Zentimeter dick sein

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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