Nährstoffmangel verhindern

Eine Brausetablette schützt Ihre Tomaten vor der Blütenendfäule

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Eine Mangelerkrankung durch falsche Pflege kann die Tomatenernte gefährden: Mit dem richtigen Gießverhalten und Calcium lässt sich die Blütenendfäule vermeiden.

Tomaten sind recht pflegeleicht – werden sie genug gegossen und gedüngt und haben einen sonnigen Standort, dann liefern sie im Beet und auf dem Balkon einen guten Ertrag. Bekommt die Tomate jedoch zu wenig Nährstoffe, die sie für die Ausbildung gesunder Früchte benötigt, kann es zu einer unansehnlichen Mangelerscheinung, der Blütenendfäule kommen. Pflanzenarzt René Wadas hat einen ganz einfachen Tipp, wie sich dies verhindern lässt.

Calciummangel und falsches Gießen gefährden die Tomatenernte

Leiden Tomaten unter Blütenendfäule, ist dies ein Hinweis auf Pflegefehler.

Die Ursache für die Blütenendfäule ist weder ein Schädlingsbefall noch eine Pilzerkrankung, sondern die Folge eines Calciummangels: Die Tomatenfrüchte verdunsten im Verhältnis weniger Wasser als die Blätter, auch wenn genug Calcium im Boden vorhanden ist. Starke Hitze, verbunden mit zu wenig Wasser, oder eine übermäßige Stickstoffdüngung bremsen den Transport des Calciums aus der Erde in die Tomatenfrucht. An der Spitze der Tomaten bilden sich daraufhin braun-schwarze verhärtete Flecken. Es kann auch zu verkümmerten Blatttrieben kommen, die absterben, erklärt der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen auf seiner Webseite. Die Tomatensorten sind unterschiedlich stark von dieser Stoffwechselerkrankung betroffen, häufiger leiden darunter zum Beispiel Flaschen- oder Datteltomaten.

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Alte Tomatensorten: Zehn historische Exemplare, die Sie mal probieren sollten

Tomatensorte Schwarze Krim, aufgeschnitten
Die würzig-süße Schwarze Krim ist ein beliebter Klassiker unter den Fleischtomaten. © Panthermedia/Imago
Tomate Goldene Königin am Strauch
Gelbe Tomaten sind keine neue Züchtung: Die robuste ‚Goldene Königin‘ wird seit 1871 in Deutschland angebaut. © agefotostock/Imago
Tomaten-Sorte ‚Indigo Rose‘
Außen fast schwarz und innen rot: Die historische Sorte ‚Indigo Rose‘ sieht spektakulär aus und schmeckt würzig. © Panthermedia/Imago
Grün geflammte Tomaten-Sorte ‚Green Zebra‘
Die meist grün-gelb geflammte Sorte ‚Green Zebra‘ ist sehr bekannt und mit ihrem melonenartigen süßlichen Aroma auch sehr beliebt.  © Westend61/Imago
Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘
Die Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘ ist eine der ältesten heute bekannten Tomatensorten: Rund um 1800 kam sie in den USA auf den Markt und trägt ihre zahlreichen Früchte wie kleine Glühbirnen. © Pond5 Images/Imago
Tomatensorte Andenhorn am Strauch
Wer nicht genau schaut, könnte das ‚Andenhorn‘ mit einer Spitzpaprika verwechseln. Die Ur-Tomate aus Peru ist ideal für Soßen und Pizza. © Pond5 Images/Imago
Bauer erntet Tomaten der Sorte Ochsenherz im Gewächshaus
An der ‚Ochsenherz‘-Fleischtomate kommt keiner vorbei: Die beliebte russische Sorte wird durchaus mal ein Kilogramm schwer. © Rainer Unkel/Imago
Tomaten ‚Moneymaker‘ am Strauch
Der moderne Name täuscht: Die ‚Moneymaker‘ ist eine alte, saftige und ertragreiche Sorte aus England. © Pond5 Images/Imago
Tomate de Berao
Die Eiertomaten-Sorte ‚de Berao‘ wächst sehr schnell und hoch – und ist sogar tolerant gegen Krautfäule und Blütenendfäule. © agefotostock/Imago
Tomatensorte ‚Berner Rose‘
Die ‚Berner Rose‘ sieht nicht spektakulär aus, die Schweizer Sorte ist aber reichtragend und sehr aromatisch – ideal für Salate. © agefotostock/Imago

Mit einer Calcium-Tablette kann man der Blütenendfäule vorbeugen

Im Gegensatz zur Kraut- und Braunfäule, die die Tomatenpflanze befallen kann, sind die Tomaten mit Blütenendfäule noch essbar – die braunen Stellen kann man einfach herausschneiden. Um die Blütenendfäule zu behandeln, sollte man Schwankungen bei der Wasserversorgung vermeiden und die Pflanzen vor allem an heißen Tagen regelmäßig gießen. Pflanzenarzt René Wadas gibt in der Sendung ARD Buffet einen Tipp, wie man es gar nicht erst zu dieser Mangelerscheinung kommen lässt: dafür zwei bis drei Mal im Jahr eine Calcium-Brausetablette in Wasser auflösen und die Pflanze damit gießen. Außerdem sollte man die Erde um die Tomate mulchen, damit weniger Wasser verdunstet und überflüssige Blätter durch Ausgeizen entfernen.

Rubriklistenbild: © Zoonar/Imago

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