VonSebastian Oppenheimerschließen
Trotz der aktuellen Schwierigkeiten der E-Mobilität hält Frank Thelen Elektroautos für den „besten Weg“. Seine Position zum Wasserstoffauto ist unmissverständlich.
Die große Euphorie um das Elektroauto ist inzwischen Ernüchterung gewichen. Mit dem Ende der Förderung durch die Umweltprämie Ende 2023 rauschten die Verkaufszahlen für Stromer in den Keller. Kürzlich forderten die europäischen Autobauer deshalb sogar „dringende Hilfsmaßnahmen“. Wann sich der Abwärtstrend wieder ins Gegenteil verkehrt, ist ungewiss. Wenig Positives lässt in dieser Hinsicht jedenfalls eine kürzlich veröffentlichte Studie erhoffen: Demzufolge kehrten im Verlauf des Jahres 2024 viele E-Autobesitzer wieder zurück zum Verbrenner.
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Investor Frank Thelen überzeugt: „Wasserstoff ergibt einfach keinen Sinn“
Dennoch: Zumindest für den bekannten Unternehmer und Investor Frank Thelen ist das Elektroauto trotz aller aktuellen Probleme „der absolut beste Weg“, wie er gegenüber ntv sagte. Besonders scharf schießt er gegen BMW: Dass die Münchner nun ein Wasserstoffauto vorgestellt hätten, sei „wirklich bescheuert“. Er könne das nicht nachvollziehen, wenn man die Infrastruktur betrachte. „Wasserstoff ergibt einfach keinen Sinn“, so Thelen. „Wir werden elektrische Autos bekommen. Das ist die Zukunft. Punkt.“ Vielen dürfte der Investor aus dem TV bekannt sein: Von 2014 bis 2020 war er Juror bei der VOX-Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“.
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Deutsche Autoindustrie laut Thelen kaum noch zu retten
Für die deutsche Automobilindustrie sieht Thelen laut dem ntv-Bericht generell schwarz. Essenziell wichtig sei es, günstig hochwertige Batterien herstellen zu können. Das gelinge aber nur CATL in China sowie Tesla. Er ist überzeugt, dass Tesla und BYD künftig die führenden Autoproduzenten werden. Er sehe „eigentlich keinen Ausweg mehr, wie sich die deutsche Autoindustrie retten kann“.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Eines der Hauptprobleme des E-Autos ist momentan der hohe Kaufpreis. Bezahlbare Stromer sind rar – was sich aber ändern soll: VW plant acht neue E-Autos bis 2027, auch ein bezahlbarer „Volksstromer“ soll kommen. Andere sind da schneller, etwa chinesische Hersteller: Der elektrische Kleinwagen Leapmotor T03 wird in Deutschland zum Kampfpreis von unter 19.000 Euro angeboten. Auch der hohe Wertverlust von E-Autos ist ein Problem. Gleichzeitig halten sich immer noch viele Vorurteile zum Elektroauto – etwa zur Haltbarkeit der Akkus. Dabei wird die Lebensdauer der Batterien unterschätzt – genauso wie die Auswirkungen der Klimaanlage auf den Akku in einem Stau oft überschätzt werden.
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