Probleme mit der Batterie

Weltweiter Rückruf wegen Brandgefahr: Elektro-Minis müssen in die Werkstatt

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Alle bisher gebauten Mini Cooper SE müssen in die Werkstatt. Ein Problem mit der Batterie, das einen Brand verursachen könnte, ist der Auslöser für den weltweiten Rückruf.

Immer wieder müssen Autobauer Fahrzeuge zurückrufen – mitunter auch wegen Brandgefahr. Aus diesem Grund beorderten in diesem Jahr bereits Porsche und Audi jeweils ein Modell in die Werkstätten – und auch Mercedes musste 340.000 Autos wegen Brandgefahr zurückrufen. Nun hat es die BMW-Tochter Mini erwischt: Sämtliche Elektro-Minis weltweit müssen in die Werkstatt.

Mini Cooper SE: Sämtliche Modelle des E-Autos müssen in die Werkstatt

Probleme mit der Hochvoltbatterie können beim rein elektrisch angetriebenen Mini Cooper SE zu einem Brand führen. Allein in Deutschland sind 39.000 Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen, wie ein Unternehmens-Sprecher gegenüber Bild und Auto, Motor und Sport erklärte.

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In den USA werden laut einem Dokument der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) mehr als 12.500 Mini Cooper SE zurückgerufen. Den Angaben zufolge kam es bislang zu zwei Vorfällen aufgrund der Problematik, wobei aber niemand verletzt wurde. BMW hat die Fahrzeuge analysiert und einen Fehler in der Isolation innerhalb der Hochvoltbatterie festgestellt. Weltweit könnten bis zu 150.000 Autos von dem Rückruf betroffen sein.

Von Audi bis Jaguar: Diese Autos wurden 2024 bereits eingestellt

Renault Megane in Blau
Renault Mégane: Seit knapp 30 Jahren bauen die Franzosen den Kompaktwagen. Er ist damit ein absoluter Dauerbrenner. Doch für den Verbrenner ist nun Schluss! Die elektrische Version mit dem Namenszusatz E-Tech darf jedoch weiterleben. © Renault
Ein Renault Zoe.
Renault Zoe: Obwohl der Kleinwagen rein elektrisch unterwegs ist, sind seine Tage nach knapp zehn Jahren gezählt. Damals war der Zoe eines der ersten elektrischen Massenmodelle. In seine Fußstapfen tritt Ende des Jahres der 5. Damit verabschiedet Renault ein Modell und holt den Namen eines anderen sehr erfolgreichen Pkw wieder zurück. © Renault
Kia e-Soul.
Kia e-Soul: Und auch ein weiterer Wegbereiter der Elektromobilität verschwindet vom deutschen Markt. Und auch hier füllt ein anderes Modell die Lücke. Der Kia EV3 soll den e-Soul beerben. Die Gründe liegen auf der Hand: Der EV3 ist günstiger und bietet mehr Leistung als der e-Soul. Mit der veralteten Technologie und dem unkonventionellen Design war der e-Soul in Deutschland nie besonders beliebt. 2023 wurden lediglich 556 Einheiten in Deutschland verkauft. © Kia
Smart ForTwo EQ.
Smart ForTwo EQ: Der Abschied des Kleinstwagen kommt alles andere als unvorbereitet. Er ist die Folge der Neuausrichtung der Marke an sich. Nach 25 Jahren ist seit Ende März endgültig Schluss. Ein neuer Zweisitzer ist aber in Planung und könnte 2026 auf den Markt kommen. © Mercedes-Benz
Mitsubishi Space Star.
Mitsubishi Space Star: Mit dem Japaner stirbt ein weiterer Kleinwagen den Modelltod. Mitsubishi begründet das Aus des Space Star mit steigenden Anforderungen an Assistenzsysteme und Cybersicherheit. © Mitsubishi
Volvo S60
Volvo S60: Ein kompletter Abschied ist das eigentlich nicht. Denn der S60 soll ab 2025 in China und der Türkei weiter angeboten und gebaut werden. In Deutschland ist er dann jedoch nicht mehr erhältlich. Der Kombi V60 hingegen vermutlich schon. © Volvo
Ein Peugeot 508 Hybrid lädt an einer Wallbox
Peugeot 508: Und auch bei den Franzosen muss ein Mittelklassemodell gehen. Mit dem 508 trat Peugeot gegen den VW Passat und den Audi A4 an. Anfang 2023 spendierte man dem 508 noch einmal ein Facelift. Hier erwischt es neben der Limousine aber auch den Kombi. Diese gibt es schon jetzt nur noch als Plug-in-Hybride. Ende des Jahres ist dann Schluss. © Peugeot
Maserati Levante
Maserati Levante: Im Jahr 2016 war der Levante der erste SUV der Nobelmarke aus Italien. Sieben Jahre später heißt es frei nach Andrea Bocelli: Time to say Goodbye. Die Produktion lief bereits im März aus. Einen Nachfolger soll es ab 2027 geben. Natürlich rein elektrisch! © Maserati
Ein Jaguar F-Type.
Jaguar F-Type: Mit einem finalen Sondermodell schicken die Briten den Sportwagen in seinen wohlverdienten Ruhestand. Das letzte Exemplar wird im Markenmuseum ausgestellt. Doch auch andere Modellreihen werden nur noch abverkauft. Jaguar stellt nämlich konsequent auf Elektro um und verkauft vorerst keine Neuwagen mehr. © Jaguar
Audi R8
Audi R8: Sportwagen kann man auch in Ingolstadt. Das hat Audi mehrfach beweisen und mit dem R8 im GT-Bereich zahlreiche Rennen und Titel gewonnen. Und auch auf der normalen Straße war der Sportwagen eine Ikone. Im März 2024 verließen die letzten Exemplare die Manufaktur Böllinger Höfe in Heilbronn. Insgesamt wurde der R8 seit 2006 45.949 Mal gebaut.  © Audi

Brandgefahr in der Hochvoltbatterie des Mini SE: Software-Update soll helfen

Gelöst werden soll das Problem mittels eines Software-Updates, das in der Werkstatt aufgespielt wird. Mit der neuen Software soll dank einer Diagnosefunktion eine Fehlfunktion in der Hochspannungsbatterie erkannt werden – darauf hin wird eine Art Notfallmodus ausgelöst und die Batterie auf unter 30 Prozent Ladezustand entladen. Per Brief werden die betroffenen Autobesitzer informiert, woraufhin sie einen Termin in der Werkstatt ausmachen müssen, die Aktion ist kostenlos.

Allein in Deutschland müssen rund 39.000 elektrische Minis in die Werkstatt.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Auch in Deutschland erhält man als Fahrzeughalter Post, wenn der Wagen von einer Rückrufaktion betroffen ist. Dabei ist wichtig zu wissen: Bei Post dieser Art handelt es sich nicht um eine Empfehlung. Wer ein Rückrufschreiben im Briefkasten hat, muss den darin aufgeführten Mangel beseitigen lassen. Kommt ein Halter dem Rückruf auch nach mehreren Aufforderungen nicht nach, kann das KBA die örtlich zuständige Zulassungsbehörde informieren – und diese kann das Auto dann außer Betrieb setzen. Am besten schlägt man also nach dem Erhalt des Rückrufschreibens zügig den Weg in die Werkstatt ein.

Rubriklistenbild: © Mini

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