Weltweiter Rückruf wegen Brandgefahr: Elektro-Minis müssen in die Werkstatt
VonSebastian Oppenheimer
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Alle bisher gebauten Mini Cooper SE müssen in die Werkstatt. Ein Problem mit der Batterie, das einen Brand verursachen könnte, ist der Auslöser für den weltweiten Rückruf.
Mini Cooper SE: Sämtliche Modelle des E-Autos müssen in die Werkstatt
Probleme mit der Hochvoltbatterie können beim rein elektrisch angetriebenen Mini Cooper SE zu einem Brand führen. Allein in Deutschland sind 39.000 Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen, wie ein Unternehmens-Sprecher gegenüber Bild und Auto, Motor und Sport erklärte.
In den USA werden laut einem Dokument der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) mehr als 12.500 Mini Cooper SE zurückgerufen. Den Angaben zufolge kam es bislang zu zwei Vorfällen aufgrund der Problematik, wobei aber niemand verletzt wurde. BMW hat die Fahrzeuge analysiert und einen Fehler in der Isolation innerhalb der Hochvoltbatterie festgestellt. Weltweit könnten bis zu 150.000 Autos von dem Rückruf betroffen sein.
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Brandgefahr in der Hochvoltbatterie des Mini SE: Software-Update soll helfen
Gelöst werden soll das Problem mittels eines Software-Updates, das in der Werkstatt aufgespielt wird. Mit der neuen Software soll dank einer Diagnosefunktion eine Fehlfunktion in der Hochspannungsbatterie erkannt werden – darauf hin wird eine Art Notfallmodus ausgelöst und die Batterie auf unter 30 Prozent Ladezustand entladen. Per Brief werden die betroffenen Autobesitzer informiert, woraufhin sie einen Termin in der Werkstatt ausmachen müssen, die Aktion ist kostenlos.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Auch in Deutschland erhält man als Fahrzeughalter Post, wenn der Wagen von einer Rückrufaktion betroffen ist. Dabei ist wichtig zu wissen: Bei Post dieser Art handelt es sich nicht um eine Empfehlung. Wer ein Rückrufschreiben im Briefkasten hat, muss den darin aufgeführten Mangel beseitigen lassen. Kommt ein Halter dem Rückruf auch nach mehreren Aufforderungen nicht nach, kann das KBA die örtlich zuständige Zulassungsbehörde informieren – und diese kann das Auto dann außer Betrieb setzen. Am besten schlägt man also nach dem Erhalt des Rückrufschreibens zügig den Weg in die Werkstatt ein.