Von Andrea Stettner
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Es ist eine mühsame Aufgabe, Unkraut aus Pflasterfugen zu beseitigen. Der geeignete Fugensand kann hier unterstützen, indem er eine ungünstige Umgebung für Pflanzensamen bildet.
Immer wieder Unkraut aus Pflastersteinen zu entfernen ist nicht nur lästig, sondern auch ganz schön mühsam. Gerade ältere Menschen können irgendwann nicht mehr auf den Knien oder gebückt das Unkraut aus den Fugen kratzen. In diesem Fall ist es sinnvoll, auf einen speziellen Fugensand (werblicher Link) zurückzugreifen.
Welcher Fugensand hilft gegen Unkraut? Damit Ihre Fugen so lange wie möglich unkrautfrei bleiben, verwenden Sie am besten unkrauthemmenden Fugensand aus dem Baumarkt. „Dieser ist sehr mineralhaltig sowie nährstoffarm und hat einen niedrigen pH-Wert, sodass Pflanzensamen in den Pflasterfugen keine guten Wachstumsbedingungen vorfinden und sich deshalb gar nicht erst ansiedeln“, erklärt das Portal Mein schöner Garten. Unkrauthemmender Fugensand wirkt also ohne Zusatz von chemischen Unkrautvernichtern.
Pflastersteine reinigen: So bekommen Sie Einfahrt und Gehwege wieder blitzblank Bevor man die Pflastersteine mit irgendetwas anderem bearbeitet, sollte man sie zunächst fegen, um groben Dreck wie Laub, Sand oder Erde zu beseitigen. © Volker Pape/Imago Danach geht es ans Unkraut jäten. Zwischen den Pflastersteinen können sich unwillkommene Pflanzen zeigen, die das Bild stören. Mit einer Unkrauthacke können diese entfernt werden – und sollten es auch, nach Möglichkeit mit der Wurzel. Lässt man Unkraut einfach wuchern, kann dieses im Extremfall sogar die Steine anheben oder verschieben.
© Imago Möchte man nicht auf den Knien herumrobben, um Unkraut zu jäten, kann man dieses auch mit einer langen Hacke oder mit einer Unkrautbürste im Stehen bearbeiten.
© Imago Für die Flächen der Pflastersteine eignet sich zum Beispiel eine Handbürste oder eine Drahtbürste, mit der man Unreinheiten auf den Steinen wegschrubben kann. Diese Methode kann auf Dauer allerdings ganz schön auf den Rücken und die Knie gehen. © Kantaruk Agnieszka/Imago Pflastersteine mit Hochdruckreiniger reinigen Einfacher ist es, wenn man einen besitzt, einen Hochdruckreiniger zu verwenden, der die Steine mit extremem Wasserdruck sauberspült. Das sollte man Zwecks des Wassersparens allerdings nicht jedes Wochenende, sondern etwa einmal im Jahr machen. Am besten spült man auch die Ränder der Pflastersteine damit sauber, damit sich von dort aus nicht sofort neue Sporen von Flechten und Unkraut ausbreiten. © Kantaruk Agnieszka/Imago Reinigungsmittel für Pflastersteine Es gibt auch spezielle Reinigungsmittel für Pflastersteine, die man zum Beispiel im Baumarkt oder Pflanzenfachhandel bekommt. Mit diesen Mitteln können die Oberflächen der Steine effektiv gereinigt werden. Meist muss das Mittel auf die Steine gebürstet werden, dann eine Zeit lang einwirken und schließlich mit Wasser wieder abgespült werden. © Andres Victorero/Imago Hausmittel: Soda auf Pflastersteinen Man muss allerdings nicht unbedingt Geld für Reinigungsmittel ausgeben, wenn man bestimmte Hausmittel zur Verfügung hat. Eines davon ist Soda, mit dem eine Natronlauge hergestellt werden kann. Dazu mischt man einfach 100 Gramm Soda mit zehn Litern heißem Wasser und verteilt die Mischung mit einem Besen auf den Steinen. Nach etwa fünf Stunden Einwirkzeit kann man die Steine wieder abspülen. © Imago Hausmittel: Essig auf Pflastersteinen Einen ähnlichen Effekt hat auch Obst- oder Weinessig, der punktuell auf betroffene Stellen aufgesprüht werden kann. Damit können Flechten entfernt werden. Diese Methode sollte man aber mit Vorsicht anwenden, weil Natursteine empfindlich auf Säure reagieren und sich eventuell Flecken bilden könnten. © Imago Hausmittel: Kochendes Wasser auf Pflastersteinen Kochendes Wasser auf Flechten und Unkraut zu kippen, kann helfen, diese zu lockern, damit man sie danach wegbürsten kann. Allerdings ist diese Methode oft nicht besonders langwierig und nur eine kurzfristige Lösung. © Imago Abbrennen von Unkraut Das Unkraut oder Flechten auf Pflastersteinen abzubrennen, ist ebenfalls eine Möglichkeit. Dazu gibt es spezielle Geräte, die ähnlich wie ein Hochdruckreiniger funktionieren – nur dass man Ende Feuer und nicht Wasser herauskommt. Auch damit sollte man vorsichtig sein, weil die Hitze die Steine verfärben könnte. © Imago Chemische Flechtenentferner für Pflastersteine Chemische Flechten- und Unkrautentferner sind besonders effektiv, allerdings nicht besonders umweltfreundlich. Wird man der Lage aber gar nicht mehr Herr, kann es ratsam sein, ein solches Mittel zu verwenden. Diese Art von Reiniger sorgt meist auch dafür, dass sich erst einmal kein neues Unkraut bildet. © Erich Teister/Imago Rillen mit Sand füllen Hat man die Steine und die Rillen dazwischen zur eigenen Zufriedenheit gereinigt, kann man diese weiter bearbeiten und zum Beispiel die Zwischenräume mit Sand füllen. Das sorgt für ein ansehnliches Gesamtbild der Einfahrt und verhindert zumindest für eine Weile das schnelle Nachwachsen von Unkraut. © Imago Pflastersteine imprägnieren Möchte man Flechten auf den Pflastersteinen vermeiden oder dafür sorgen, dass Dreck leichter abgespült wird, kann man Pflastersteine auch imprägnieren. Dafür gibt es ebenfalls spezielle Mittel im Baumarkt, die in die Steine eindringen und sie robuster machen. Oft helfen diese Mittel auch gegen Frost. © Imago Pflastersteine versiegeln Reicht einem die Imprägnierung nicht aus, kann man die Pflastersteine auch versiegeln, zum Beispiel mit Epoxidharz oder anderen Mitteln, die eine Schutzschicht auf den Steinen bilden. Diese sind für unterschiedliche Steinarten erhältlich, sollten laut Toom.de aber vorher an einer kleinen Stelle getestet werden, um Optik und Wirksamkeit zu überprüfen. © Imago Anleitung: So bringen Sie neuen Fugensand aus Zum Neuverfugen reicht ein 20-Kilogramm-Sack für eine Fläche von fünf bis zehn Quadratmetern in der Regel aus – je nach Höhe der Pflastersteine und der Breite der Fugen. Wollen Sie die Fugen lediglich auffüllen, reicht entsprechend weniger. Je schmäler die Fugen, umso feiner sollte der Fugensand sein.
Pflastersteine werden mit frischem Sand verfugt. Bestimmte Sandmischungen halten Unkraut fern. (Symbolbild)
© lianem/Imago
Um den unkrauthemmenden Fugensand auszubringen, halten Sie sich am besten an folgende Arbeitschritte, die das DIY-Portal selbst.de empfiehlt:
Zunächst einmal müssen die Pflastersteine auf einem festen, drainfähigen (also wasserdurchlässigen) Untergrund verlegt sein. Pflastersteine und Fugensand müssen komplett trocken sein. Streuen Sie den Fugensand gleichmäßig in die Fugen. Dann mit einem Besen den Sand gerade und diagonal in die Fugen einkehren. Mit einem weichen Besen entfernen Sie danach überschüssigen Fugensand von den Pflastersteinen. Anschließend mit der Rüttelplatte den Fugensand tief einarbeiten, dabei werden auch Hohlräume geschlossen. Jetzt nochmals Fugensand einstreuen und mit einem Besen einkehren, so füllen Sie Fehlstellen auf. Mit der Rüttelplatte abermals den frischen Sand verdichten und die Sandfugen festigen. Tipp: Wenn Sie einen Malerspachtel maximal zwei Millimeter tief in den Sand drücken können, ist die Sandfuge ausreichend verdichtet.
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Fugensand, egal ob unkrauthemmend oder nicht, ist besonders gut für schmale Fugen auf Terrassen, Gehwegen und Auffahrten geeignet, die wenig belastet werden. Für druckbelastete Flächen wie Hofeinfahrten eignet sich eher ein fester Fugenmörtel auf Betonbasis.
Auch andere Gewächse können ganz schön lästig werden, wenn sie in der Zufahrt sprießen. Ein Getränk sorgt jedoch dafür, das Sie Moos in Pflasterfugen wieder loswerden . Und auch bei Grünbelag hilft ein bewährtes Hausmittel .
Rubriklistenbild: © lianem/Imago