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Ob als herbstliches Insektenhotel oder als Stütze für Tomaten im Frühling: Mit diesen Upcycling-Tipps bekommen Blumentöpfe eine ganz praktische neue Bedeutung.
Welcher Hobbygärtner kennt das nicht: Jedes Jahr sammeln sich wieder stapelweise Plastikblumentöpfe an, die mit neuen Pflanzenankömmlingen ihren Weg in Haus und Garten finden. Ihres Inhalts beraubt, lassen sie sich im Gelben Sack entsorgen. Um diesen Kunststoffmüll zu vermeiden, kann man die Töpfe im Garten auch ganz praktisch wiederverwerten. Mit diesen Upcycling-Tipps sparen Sie Geld, schützen Ihre Pflanze vor Schädlingen und Kälte.
Sieben Upcycling-Ideen für alte Pflanztöpfe
Der YouTube-Gärtner-Blog GrowVeg gibt Tipps, welche alternativen Verwendungsmöglichkeiten aus alten Pflanztöpfen noch das Beste machen:
- Insektenhotel: Füllen Sie einen Pflanztopf mit natürlichen, trockenen Materialien wie hohlen Stängeln, zum Beispiel Bambusstücke, mit getrockneten Blättern, Stroh, Moos, Stöcken und Rindenstücken. Wichtig ist, dass alles bündig mit dem Topfrand abschließt und nichts herausragt. Klemmen Sie das Insektenhotel gut in einen Strauch. Nun können im Herbst die Tiere einziehen, überwintern und im Frühjahr wieder Schädlinge bekämpfen.
- Ohrenkneifer-Falle: Ohrwürmer sind Nützlinge, aber sie können auch junge Triebe und Blütenblätter anknabbern. Um sie aus dem Beet fernzuhalten, kann man sie umziehen, indem man einen Topf mit Stroh füllt, die Ohrenkneifer anlockt und umsiedelt.
- Schutz für Jungpflanzen: Schneiden Sie den Boden der Töpfe ab. So bekommen Sie einen kleinen Pflanzenkragen für Jungpflanzen – besonders praktisch zu Beginn der Saison, wenn es noch etwas kühl ist. Er wird einfach über die Pflanze gestülpt und etwas in die Erde gedrückt. Das schützt vor kühlem Wind, Ohrwürmern, Asseln und in Maßen sogar vor Schnecken.
- Tomaten-Stütze: Größere bodenlose Töpfe eignen sich hervorragend als zusätzliche Stütze für Tomaten. Sie können sie auf den Boden setzen und dann die Jungpflanze hineinpflanzen. Dadurch kann die Tomate am Stamm zusätzliche Wurzeln bilden und gut verankern. Sie wird gestützt und bekommt so mehr Nährstoffe und Feuchtigkeit – auch das Gießwasser wird besser aufgefangen.
- Erd-Sparmaßnahme: Bei größeren Kübeln benötigt man eine große Menge Blumenerde, die viel wiegt und Kosten verursacht. Diese Menge kann man reduzieren, indem man bei flach wurzelndem Gemüse wie Salat oder Früchten wie Erdbeeren einen kleineren Pflanztopf verkehrt herum hineinstellt. Dann wird mit Erde aufgefüllt, aber der Leerraum am Boden automatisch ausgespart.
- Werkzeug-Halter: Die Töpfe sind auch praktische Aufbewahrungsbehälter für Kleinigkeiten wie Gartenscheren, Etiketten, Bleistifte oder Bindfäden. Befestigen Sie den einfach an einer geeigneten Stelle wie einem Pflanztisch und die Dinge sind immer griffbereit.
- Wurzelsperre: Schnell wuchernde Pflanzen wie Minze kann man mit Töpfen in Schach halten: Setzen Sie die Pflanze einfach in einen alten Topf (oder Eimer) und vergraben diesen in der Erde, sodass nur der Rand aus der Erde ragt. Dadurch wird verhindert, dass die Wurzeln sich zu stark im Erdreich ausbreiten.
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Wohin eigentlich mit all dem Garten-Müll?
Nicht jedes Pflanztöpfchen findet eine neue Bestimmung. Oekotest.de erklärt: „In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören alle leeren Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind“ – also auch gebrauchte Kunststofftöpfe. Die aus Ton kommen in Maßen in den Restmüll, in Massen am besten auf den Wertstoffhof. Zu letzterem bringt man auch ausrangierte Gartengeräte wie Rechen, Schubkarren oder Schaufeln sowie sehr große Pflanzgefäße und Blumenkästen aus Kunststoff und Metall, sofern sie nicht beim Sperrmüll landen können. Alte Blumenerde müssen Sie übrigens nicht immer wegwerfen, sie lässt sich für die nächste Pflanzperiode oft wieder aufbereiten. Eine weitere Upcycling-Idee ist es, aus alten PET-Flaschen einen Kräutergarten zu zaubern.
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