VonRobin Dittrichschließen
Betrüger tarnen sich als Arbeitgeber und versuchen, an persönliche Daten von Verbrauchern gelangen. Die Masche ist allerdings schwer zu durchschauen.
Bremen – Unter dem Begriff „Job Scamming“ versuchen Betrüger, Menschen, in die Falle zu locken. Und zwar genau diejenigen, die auf der Suche nach einem neuen Job sind. Sie geben sich als potenzielle Arbeitgeber aus, um an vertrauliche Daten zu kommen.
„Job Scamming“ auf WhatsApp nimmt zu – Stepstone warnt vor den Nachrichten
Das Unternehmen Stepstone, das vielen Deutschen als Jobportal bekannt ist, warnt nun eindringlich vor dieser Betrugsmethode. Neben anderen Online-Jobbörsen wird auch Stepstone von Betrügern genutzt, um an Verbraucherdaten zu gelangen. Beim sogenannten Job Scamming erstellen die Betrüger gefälschte Stellenanzeigen, die dann per E-Mail oder sogar über WhatsApp verbreitet werden. Für einige könnte es schwierig sein, diese Betrugsversuche zu erkennen.
Auf WhatsApp tarnen sich die Betrüger als Arbeitgeber und verlangen demnach Informationen wie Adresse, Geburtsdatum oder sogar Bankdaten der Empfänger. „In den letzten Tagen haben einige WhatsApp-Nutzer betrügerische Nachrichten von fiktiven Recruitern erhalten, die vorgeben, von ‚Stepstone HR‘ oder anderen Unternehmen zu sein“, so Stepstone. „Denke daran, dass seriöse Arbeitgeber in der Regel nicht über WhatsApp kommunizieren“, warnt das Jobportal.
Verbraucherzentrale und die Polizei warnen vor „Job Scamming“
Bereits 2021 warnte die Verbraucherzentrale vor Job Scamming. Dabei ging es um ein sogenanntes Video-Ident-Verfahren, mit dem im Namen des Bewerbers ein Konto eröffnet wurde. Der Betrug wurde als erster Auftrag in einem Einstellungstest getarnt, den die Bewerber durchführen sollten. Die Betrüger nutzten das neu erstellte Konto für Ebay-Verkäufe und zogen das eingezahlte Geld ab. So wurden die Job-Suchenden unfreiwillig zu Tätern und sahen sich einer Anzeige wegen Verdachts auf Geldwäsche gegenüber.
Zudem warnte die Polizei Nordrhein-Westfalen bereits eindringlich vor Job Scamming. „Der vermeintlich neue Arbeitgeber fordert seine Opfer dazu auf, persönliche Daten und Bilder zu übermitteln“, so die Warnung. Um sich vor Betrug zu schützen, sollte der potenzielle Arbeitgeber gründlich überprüft werden. Spätestens bei ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen sollten Bewerber misstrauisch werden. Vertrauliche Informationen wie Bank- oder Ausweisdaten sollten grundsätzlich nicht leichtfertig weitergegeben werden. Auch die Deutsche Rentenversicherung warnt vor einer neuen Betrugsmasche.
Auch die Polizei Nordrhein-Westfalen warnte bereits eindringlich vor dem Job Scamming. „Der vermeintlich neue Arbeitgeber fordert seine Opfer dazu auf, persönliche Daten und Bilder zu übermitteln“, heißt es dort. Um sich vor den Maschen zu schützen, sollte der potenzielle Arbeitgeber gründlich recherchiert werden. Spätestens bei ungewöhnlichen Zahlungsanforderungen ist ein Misstrauen der Bewerber gerechtfertigt. Sensible Informationen wie Bank- oder Ausweisdaten sollten ohnehin nicht vorschnell weitergegeben werden. Selbst die Kasseler Polizei warnte vor WhatsApp-Betrug.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Alina Schröder sorgfältig überprüft.
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