VonJuliane Reyleschließen
Die Merz-Regierung hat eine Änderung beschlossen. Ab 2026 können Rentner bis zu 2000 Euro steuerfrei zur Rente hinzuverdienen. Was gilt es zu wissen?
Die Aktivrente ist jetzt beschlossen und bringt ab dem 1. Januar 2026 eine wichtige Änderung für Millionen Rentner: Wer nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiterarbeitet, kann künftig bis zu 2000 Euro monatlich steuerfrei zur gesetzlichen Rente hinzuverdienen, wie rentenbescheid24 berichtet.
Aktivrente kommt: Was wurde beschlossen und wer profitiert?
Am 29. August 2025 hat die Bundesregierung, vertreten durch CDU/CSU und SPD, im Rahmen des Koalitionsausschusses einen klaren Fahrplan für Sozialreformen erstellt. Kernpunkt im Bereich Rente ist die Einführung der Aktivrente, die ältere Menschen dazu motivieren soll, freiwillig über das Renteneintrittsalter hinaus zu arbeiten. Dafür wird ein steuerfreier Zuverdienst bis 2000 Euro monatlich ermöglicht.
Von der Steuerbegünstigung können ausschließlich Rentner profitieren, die die Regelaltersgrenze erreicht haben und sich entscheiden, weiter berufstätig zu bleiben. Vorzeitig in Rente gegangene Personen, beispielsweise durch die Altersrente für langjährig Versicherte oder die Altersrente für Schwerbehinderte, sind von dieser Steuerbegünstigung jedoch ausgeschlossen. Laut Bürger & Geld sorgt diese Unterscheidung bereits für verfassungsrechtliche Bedenken und könnte zu Klagen führen.
Für manch einen ist die Aktivrente auch ein Renten-Schreck – echo24.de berichtet aber auch, wer mit Nachteilen rechnen muss. Außerdem zeigen Berechnungen, wie viel die Aktivrente wirklich bringt.
Fahrplan für die Aktivrente ab 2026 und aktuelle Unsicherheiten
Das Gesetzgebungsverfahren muss bis spätestens Weihnachten 2025 abgeschlossen sein, damit die Aktivrente pünktlich zum 1. Januar 2026 in Kraft treten kann, wie rentenbescheid24 schreibt. Ein konkreter Gesetzesentwurf ist im September 2025 noch ausstehend, genaue Ausgestaltungen stehen daher noch aus.
Während Bund und Länder hohe Steuerausfälle von geschätzt etwa 1,2 Milliarden Euro erwarten, insbesondere bei Selbstständigen, bleibt umstritten, wie viele von ihnen tatsächlich länger arbeiten werden.
Kritiker stellen die Maßnahme sowohl aus finanziellen Gründen als auch wegen der Ungleichbehandlung der Rentnergruppen infrage. Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung damit tatsächlich mehr ältere Menschen zu einer längeren Erwerbstätigkeit motivieren kann. Rechtliche Auseinandersetzungen werden erwartet.
Die Aktivrente ist ein bedeutender Schritt in der Rentenpolitik 2026 und bietet neue Chancen, aber ebenso wie die Rente mit 70 auch Diskussionsstoff für Betroffene und Gesellschaft. Aber eines ist klar: Für einige Rentner gibt es im Dezember Extrageld und Nachzahlungen für 17 Monate.
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