Label für Neuwagen

Neue Pkw-Kennzeichnung ab Mai – was sie für Autofahrer bedeutet

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Schon bald wird eine ausführlichere Pkw-Kennzeichnung für Neuwagen Pflicht. Diese soll dem Interessenten helfen, sich vor dem Autokauf besser zu informieren.

Ab dem 01. Mai müssen Autohändler -und Hersteller ein ausführlicheres Label an allen Neuwagen anbringen. Die Kennzeichnung soll den Käufer unter anderem besser über den Verbrauch und die Emissionen der Autos informieren. Die umfangreichen Angaben sollen mehr Transparenz schaffen und Autofahrern helfen, die Folgekosten ihrer Kaufentscheidung abzuschätzen.

Erweiterte Pkw-Kennzeichnung für Autos soll reale Fahrbedingungen spiegeln

Die sogenannte novellierte Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungs-Verordnung (Pkw-EnVKV) ist am 23. Februar in Kraft getreten, Pflicht ist die Kennzeichnung ab Mai. Mit der Novelle setzt Deutschland die europäischen Vorgaben zur Kennzeichnung von Fahrzeugen beim Autokauf um. Im Kern geht es dabei um das Prüfmessverfahren zur Ermittlung der Verbrauchs- und Emissionsangaben von Pkw: Dabei wurde der „Neue Europäische Fahrzyklus“ (NEFZ) von der „Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure“ abgelöst (WLTP-Verfahren).

Mit der neuen Pkw-Kennzeichnung sollen Autofahrer sich vor dem Kauf ausführlicher informieren können.

Diese Labor-Messtechnik spiegelt laut der Deutschen Energie-Agentur die realen Fahrbedingungen wesentlich besser wider als vorangegangene Verfahren, indem Autos nun zum Beispiel mit höheren Geschwindigkeiten und auf längeren Strecke getestet werden. Bisher wurden WLTP-Werte jedoch nicht auf dem Pkw-Label ausgewiesen, was sich jetzt ändert. Dadurch sollen sich der voraussichtliche Verbrauch und die Treibstoffkosten vor dem Kauf wesentlich genauer abschätzen lassen.

Zusätzliche Angaben auf dem neuen Pkw-Label

In diesem Zuge habe das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz eigenen Angaben zufolge entscheiden, „auch die Transparenz und die Information für Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich zu erhöhen“. Deshalb weist das Pkw-Label neben allgemeinen Fahrzeugdaten und Informationen zum Energieverbrauch noch eine Reihe zusätzlicher Informationen aus:

  • Farblich gekennzeichnete CO₂-Klassen sollen auf einen Blick zeigen, wie viele CO₂-Emissionen ein Pkw im Vergleich zu alternativen Modellen ausstößt. Die Emissionsklassen basieren auf den absoluten CO₂-Emissionen, das Gewicht des Wagens spielt keine Rolle mehr.
  • Jährliche Energiekosten bei einer Laufleistung von 15.000 Kilometer.
  • Die aktuell zu entrichtende Kfz-Steuer.
  • Die möglichen CO₂-Kosten über die nächsten zehn Jahre.

Weil die CO₂-Kosten vom schwankenden CO₂-Preis abhängen, hat sich das Ministerium drei mögliche Szenarien einer Preisentwicklung ausgedacht. Wie Heise Online berichtet, soll jedem Neuwagen künftig beiliegen, welche Kosten auf den Besitzer in den nächsten zehn Jahren zukommen, wenn der CO₂-Preis gering, durchschnittlich oder stärker als momentan angenommen steigt.

Warum Verbrenner neben E-Autos existieren müssen

Infrastruktur: E-Autos benötigen eine entsprechende Infrastruktur, um aufgeladen zu werden. Derzeit gibt es noch nicht genügend öffentliche Ladestationen, um den Bedarf zu decken. Für lange Strecken oder abgelegene Orte sind Verbrenner daher immer noch die praktikablere Option.
Infrastruktur: E-Autos benötigen eine entsprechende Infrastruktur, um aufgeladen zu werden. Derzeit gibt es noch nicht genügend öffentliche Ladestationen, um den Bedarf zu decken. Für lange Strecken oder abgelegene Orte sind Verbrenner daher immer noch die praktikablere Option. © IMAGO/Robert Poorten
Kosten: E-Autos sind in der Regel teurer als Verbrenner und nicht jeder kann sich diese höheren Kosten leisten. Zudem sind E-Autos nicht in allen Größen und Varianten erhältlich, so dass es für manche Anforderungen noch keine entsprechenden E-Autos gibt.
Kosten: E-Autos sind in der Regel teurer als Verbrenner und nicht jeder kann sich diese höheren Kosten leisten. Zudem sind E-Autos nicht in allen Größen und Varianten erhältlich, so dass es für manche Anforderungen noch keine entsprechenden E-Autos gibt. © IMAGO
Reichweite: E-Autos haben im Vergleich zu Verbrennern immer noch eine begrenzte Reichweite, die oft nicht ausreicht, um lange Strecken zurückzulegen. Auch wenn die Reichweite von E-Autos in den letzten Jahren gestiegen ist, können Verbrenner immer noch eine größere Reichweite bieten.
Reichweite: E-Autos haben im Vergleich zu Verbrennern immer noch eine begrenzte Reichweite, die oft nicht ausreicht, um lange Strecken zurückzulegen. Auch wenn die Reichweite von E-Autos in den letzten Jahren gestiegen ist, können Verbrenner immer noch eine größere Reichweite bieten. © IMAGO/Ralf Homburg
Umwelt: Obwohl E-Autos eine sauberere und umweltfreundlichere Alternative zu Verbrennern sind, müssen auch ihre Produktionsprozesse und ihre Stromversorgung berücksichtigt werden. Bis zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien werden Verbrenner noch benötigt, um den Energiebedarf zu decken.
Umwelt: Obwohl E-Autos eine sauberere und umweltfreundlichere Alternative zu Verbrennern sind, müssen auch ihre Produktionsprozesse und ihre Stromversorgung berücksichtigt werden. Bis zur vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien werden Verbrenner noch benötigt, um den Energiebedarf zu decken. © IMAGO/Florian Gaertner
Bedienkomfort: Für viele Menschen ist das Fahren eines Verbrenners noch immer vertrauter und einfacher als das Fahren eines E-Autos. Auch wenn sich dies mit der Zeit ändern wird, kann es eine Weile dauern, bis sich die breite Bevölkerung an das Fahren von E-Autos gewöhnt hat.
Bedienkomfort: Für viele Menschen ist das Fahren eines Verbrenners noch immer vertrauter und einfacher als das Fahren eines E-Autos. Auch wenn sich dies mit der Zeit ändern wird, kann es eine Weile dauern, bis sich die breite Bevölkerung an das Fahren von E-Autos gewöhnt hat. © IMAGO/David Munoz
Ladezeit: Das Aufladen eines E-Autos dauert länger als das Betanken eines Verbrenners. Dies kann zu Verzögerungen und Wartezeiten führen, die bei Verbrennern nicht auftreten. Für Menschen, die viel unterwegs sind und nicht auf eine schnelle Mobilität verzichten können, sind Verbrenner daher oft die praktikablere Option.
Ladezeit: Das Aufladen eines E-Autos dauert länger als das Betanken eines Verbrenners. Dies kann zu Verzögerungen und Wartezeiten führen, die bei Verbrennern nicht auftreten. Für Menschen, die viel unterwegs sind und nicht auf eine schnelle Mobilität verzichten können, sind Verbrenner daher oft die praktikablere Option. © IMAGO/Michael Gstettenbauer
Verfügbarkeit von Ladestationen: Auch wenn die Anzahl der öffentlichen Ladestationen zunimmt, sind E-Auto-Fahrer immer noch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Ladestationen angewiesen. In ländlichen Gebieten oder auf Fernstraßen kann es jedoch immer noch an Ladestationen mangeln, was Verbrenner zu einer zuverlässigeren Wahl macht.
Verfügbarkeit von Ladestationen: Auch wenn die Anzahl der öffentlichen Ladestationen zunimmt, sind E-Auto-Fahrer immer noch auf eine ausreichende Verfügbarkeit von Ladestationen angewiesen. In ländlichen Gebieten oder auf Fernstraßen kann es jedoch immer noch an Ladestationen mangeln, was Verbrenner zu einer zuverlässigeren Wahl macht. © IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Wartung: E-Autos haben in der Regel weniger bewegliche Teile als Verbrenner, was sie insgesamt wartungsärmer macht. Dennoch können Reparaturen oder Wartungsarbeiten an einem E-Auto teurer und zeitaufwendiger sein als an einem Verbrenner. Für Menschen, die keine Zeit oder das nötige Geld haben, können Verbrenner daher immer noch die bessere Wahl sein.
Wartung: E-Autos haben in der Regel weniger bewegliche Teile als Verbrenner, was sie insgesamt wartungsärmer macht. Dennoch können Reparaturen oder Wartungsarbeiten an einem E-Auto teurer und zeitaufwendiger sein als an einem Verbrenner. Für Menschen, die keine Zeit oder das nötige Geld haben, können Verbrenner daher immer noch die bessere Wahl sein. © IMAGO/Bernd Feil
Reichweite bei schlechtem Wetter: Die Reichweite von E-Autos kann bei extremen Temperaturen oder schlechtem Wetter beeinträchtigt werden. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn das E-Auto für lange Strecken eingesetzt werden soll. Verbrenner haben hier einen Vorteil, da sie nicht von solchen Faktoren beeinflusst werden.
Reichweite bei schlechtem Wetter: Die Reichweite von E-Autos kann bei extremen Temperaturen oder schlechtem Wetter beeinträchtigt werden. Dies kann zu Problemen führen, insbesondere wenn das E-Auto für lange Strecken eingesetzt werden soll. Verbrenner haben hier einen Vorteil, da sie nicht von solchen Faktoren beeinflusst werden. © IMAGO/Ray van Zeschau
Flexibilität bei der Energieversorgung: Verbrenner können mit einer Vielzahl von Brennstoffen betrieben werden, darunter Benzin, Diesel, Ethanol oder Wasserstoff. E-Autos sind hingegen auf eine Stromversorgung angewiesen und müssen daher an eine Stromquelle angeschlossen werden. In einigen Gebieten kann die Stromversorgung jedoch instabil sein oder es kann zu Stromausfällen kommen. Verbrenner bieten hier mehr Flexibilität in Bezug auf die Energieversorgung.
Flexibilität bei der Energieversorgung: Verbrenner können mit einer Vielzahl von Brennstoffen betrieben werden, darunter Benzin, Diesel, Ethanol oder Wasserstoff. E-Autos sind hingegen auf eine Stromversorgung angewiesen und müssen daher an eine Stromquelle angeschlossen werden. In einigen Gebieten kann die Stromversorgung jedoch instabil sein oder es kann zu Stromausfällen kommen. Verbrenner bieten hier mehr Flexibilität in Bezug auf die Energieversorgung. © IMAGO/Arnulf Hettrich

Zudem erhält jede Antriebsart ihr eigene Kennzeichnung. Nach der überarbeiteten Verordnung in Deutschland soll es fünf verschiede Varianten des Labels geben, laut der Deutschen Energie-Agentur jeweils für

  • Fahrzeuge mit flüssigen Kraftstoffen wie Diesel und Benzin
  • Erdgas-Autos
  • Wagen mit Plug-In-Hybrid-Antrieb
  • Elektroautos
  • Brennstoffzellenfahrzeuge

So sollen spezifischere Informationen für jeden Fahrzeug-Typ bereitgestellt werden. Bei vollelektrischen Autos und Plug-in-Hybriden werden beispielsweise der Stromverbrauch und die elektrische Reichweite angegeben. „Die verbesserte Kennzeichnung bringt mehr Transparenz beim Autokauf“, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck der Deutschen Presse-Agentur. Das neue Label ermögliche eine informierte Kaufentscheidung, die das Klima schütze und den Geldbeutel schone.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Die Verordnung verpflichtet die Händler, das Pkw-Label deutlich sichtbar an allen ausgestellten und zum Verkauf stehenden Neuwagen anzubringen. So sollen Interessenten sich vor dem Kauf über alle wichtigen Informationen ein Bild machen können. Für Gebrauchtwagenhändler ist die Kennzeichnung aktuell freiwillig.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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