Viele denken nicht daran: Im Sommer sollten Sie die Matratze richtig pflegen, um Schimmel zu vermeiden
VonAndrea Stettner
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Wenn in heißen Sommernächsten der Schweiß fließt, steigt das Risiko für Schimmelbildung in der Matratze. Eine einfache Maßnahme kann das Schlimmste verhindern.
Jede Nacht verlieren wir mindestens einen Liter Schweiß. In heißen Sommernächsten dürften es deutlich mehr sein. Ein Großteil davon wird von der Matratze aufgenommen, wodurch die Feuchtigkeit in der Schlafumgebung steigt. Wer seine Matratze dann nicht ausreichend lüftet, riskiert, dass sich Schimmel bildet. Zudem fühlen sich Milben in der feuchtwarmen Umgebung pudelwohl und können sich noch stärker ausbreiten. Eine einfache Pflegemaßnahme hilft jedoch, das Schlimmste zu verhindern.
Damit die Feuchtigkeit besser entweichen kann, sollten deshalb vor allem Menschen, die viel schwitzen, ihre Matratze im Sommer mindestens einmal im Monat wenden, informiert Chip.de. Die bisherige Oberseite kommt dann nach unten, und die Unterseite nach oben. Dieser Rat gilt auch für Boxspringbetten, da durch deren Böden die Luft schlechter ventilieren kann.
Welche Matratzen sollten nicht gedreht oder gewendet werden?
Durch regelmäßiges Wenden der Matratze lässt sich zudem verhindern, dass sich mit der Zeit unbequeme Liegekuhlen in der Matratze bilden. Stiftung Warentest empfiehlt, die Matratze „bei jedem Wechsel der Bettwäsche, spätestens aber alle drei Monate“ zu wenden – und am besten auch zu drehen, sodass das Kopfende jetzt Richtung Füße zeigt. Allerdings lassen sich nur Matratzen drehen und wenden, die symmetrisch aufgebaut sind, also gleich zoniert und auf beiden Seiten gleich hart sind, informiert Matratzenschutz24.net.
Richtig lüften: 10 Tipps helfen, Schimmel in der Wohnung zu vermeiden
Darüber hinaus lässt sich die Belüftung der Matratze mit weiteren Maßnahmen verbessern. Stiftung Warentest empfiehlt folgende Tipps gegen Schimmelbildung und die übermäßige Ausbreitung lästiger Hausstaubmilben:
Lassen Sie die Matratze gut auslüften, indem Sie das Bettzeug zurückschlagen und die Matratze tagsüber nicht abdecken.
Ermöglichen Sie auch von unten eine gute Belüftung und verzichten Sie besser auf einen Bettkasten.
Aus hygienischen Gründen ist dann nach spätestens 8 bis 10 Jahren eine neue Matratze fällig. Laut dem TÜV Rheinland kann es bei günstigeren Modellen aber sinnvoll sein, die Matratze bereits früher zu wechseln.