Hitze-Tipp

Viele denken nicht daran: Im Sommer sollten Sie die Matratze richtig pflegen, um Schimmel zu vermeiden

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Wenn in heißen Sommernächsten der Schweiß fließt, steigt das Risiko für Schimmelbildung in der Matratze. Eine einfache Maßnahme kann das Schlimmste verhindern.

Jede Nacht verlieren wir mindestens einen Liter Schweiß. In heißen Sommernächsten dürften es deutlich mehr sein. Ein Großteil davon wird von der Matratze aufgenommen, wodurch die Feuchtigkeit in der Schlafumgebung steigt. Wer seine Matratze dann nicht ausreichend lüftet, riskiert, dass sich Schimmel bildet. Zudem fühlen sich Milben in der feuchtwarmen Umgebung pudelwohl und können sich noch stärker ausbreiten. Eine einfache Pflegemaßnahme hilft jedoch, das Schlimmste zu verhindern.

Wie oft sollte man die Matratze im Sommer wenden?

Besonders die dicken Matratzen von Boxspringbetten sollten im Sommer regelmäßig gewendet werden.

Damit die Feuchtigkeit besser entweichen kann, sollten deshalb vor allem Menschen, die viel schwitzen, ihre Matratze im Sommer mindestens einmal im Monat wenden, informiert Chip.de. Die bisherige Oberseite kommt dann nach unten, und die Unterseite nach oben. Dieser Rat gilt auch für Boxspringbetten, da durch deren Böden die Luft schlechter ventilieren kann.

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Welche Matratzen sollten nicht gedreht oder gewendet werden?

Durch regelmäßiges Wenden der Matratze lässt sich zudem verhindern, dass sich mit der Zeit unbequeme Liegekuhlen in der Matratze bilden. Stiftung Warentest empfiehlt, die Matratze „bei jedem Wechsel der Bett­wäsche, spätestens aber alle drei Monate“ zu wenden – und am besten auch zu drehen, sodass das Kopfende jetzt Richtung Füße zeigt. Allerdings lassen sich nur Matratzen drehen und wenden, die symmetrisch aufgebaut sind, also gleich zoniert und auf beiden Seiten gleich hart sind, informiert Matratzenschutz24.net.

Richtig lüften: 10 Tipps helfen, Schimmel in der Wohnung zu vermeiden

Es ist ein Schlafzimmer mit geöffnetem Fenster zu sehen.
Damit es im Schlafzimmer nicht zu kalt wird, sollte man möglichst kurz vor dem Schlafengehen und nach dem Aufstehen lüften. Gekippte Fenster sollten eher vermieden werden. Besser ist es, den Raum einmal intensiv mit weit geöffnetem Fenster stoßzulüften. Türen zu wärmeren Räumen dabei geschlossen halten, damit nicht die ganze Wohnung auskühlt.  © Wirestock/Imago
Eine Familie sitzt zusammen im Wohnzimmer.
Auch das Wohnzimmer sollte unbedingt ausreichend gelüftet werden. Immerhin kann sich in dem viel genutzten Raum einiges an Feuchtigkeit ansammeln, was langfristig zu Schimmelbildung führen kann. Halten sich mehrere Personen in einem Raum auf, kommt es auch vermehrt zu Feuchtabgabe über das Atmen oder Schwitzen. In diesem Fall sollte laut dem Umweltbundesamt vermehr gelüftet werden.  © Science Photo Library/Imago
Es ist ein Badezimmer zu sehen.
Das Badezimmer ist durch die große Luftfeuchtigkeit besonders gefährdet, Schimmel zu bilden. Nach dem Duschen oder Baden sollte daher unmittelbar und intensiv gelüftet werden. Durch das Öffnen der Fenster kann die Feuchtigkeit gleich entweichen.  © Pond5 Images/Imago
Es ist kondensierendes Wasser auf Glas zu sehen.
Ist das Lüften nur eingeschränkt möglich (beispielsweise durch fehlende oder nur sehr kleine Fenster), ist es ratsam, Wände und Boden gleich nach dem Duschen abzuwischen. Ganz einfach geht dies mit einem Fensterabzieher.  © YAY Images/Imago
Es ist eine Wand mit Schimmel zu sehen.
Die Wände von Kellern sind grundsätzlich sehr kalt. Gerade im Sommer kann sich im Keller daher Schimmel bilden. Grund dafür ist, dass an heißen Tagen die warme Luft in den Keller gelangt und als Feuchtigkeit an den Kellerwänden niederschlägt. Im Sommer sollten Hausbesitzer daher die Kellerräume möglichst nachts lüften, damit nur wenig heiße Luft in die Räume gelangt.  © YAY Images/Imago
Es ist ein Heizkörper zu sehen.
Wer richtig lüften möchte, sollte die Fenster nicht nur gekippt halten, sondern vollständig öffnen. Dabei allerdings im Winter nicht vergessen, die Heizung runterzuschrauben. Die Heizung nur ein bisschen runterzudrehen, ergibt dagegen keinen Sinn.  © Pond5 Images/Imago
Es ist eine Frau und ein Heizkörper zu sehen.
Wer regelmäßig beheizte Räume im Winter lüftet, sollte darauf achten, dass diese nicht vollständig auskühlen. Deshalb: Die Fenster nicht zu lange offen lassen und nach dem Lüften wieder heizen.  © Pond5 Images/Imago
Es ist ein offenes Fenster zu sehen.
Richtig lüften heißt vor allem regelmäßig zu lüften. Etwa zwei bis vier Mal täglich sollten die Fenster in vielgenutzten Räumen geöffnet werden. Sonst kann sich Feuchtigkeit an den Wänden ablagern und zu Schimmel führen.  © Pond5 Images/Imago
Es ist ein Wohnzimmer zu sehen.
Ein besonders schneller und effektiver Weg zu lüften, ist das Querlüften von Räumen. Beim Stoßlüften werden gleichzeitig Fenster und Türen in gegenüberliegenden Räumen geöffnet. So entsteht ein Luftzug, der die Feuchtigkeit besonders schnell aus den Räumen weht.  ©  Pond5 Images/Imago
Es ist ein beschlagenes Fenster zu sehen.
Bildet sich Kondenswasser an den Fenstern, ist dies ein ganz klares Zeichen dafür, dass nicht richtig gelüftet wird. Die hohe Luftfeuchtigkeit kann durch regelmäßiges Öffnen der Fenster und weniger Heizen gesenkt werden.  © Image Source/Imago

Tipps für eine bessere Belüftung der Matratze

Darüber hinaus lässt sich die Belüftung der Matratze mit weiteren Maßnahmen verbessern. Stiftung Warentest empfiehlt folgende Tipps gegen Schimmelbildung und die übermäßige Ausbreitung lästiger Hausstaubmilben:

  • Lassen Sie die Matratze gut auslüften, indem Sie das Bettzeug zurückschlagen und die Matratze tagsüber nicht abdecken.
  • Ermöglichen Sie auch von unten eine gute Belüftung und verzichten Sie besser auf einen Bett­kasten.
  • Matratzenschoner und -auflagen sorgen dafür, dass die Feuchtigkeit schlechter abgegeben werden kann und dann schimmelt. Sinn­voll seien Auflagen „meist nur für Menschen mit Inkontinenz“, heißt es auf Test.de. „Für alle anderen genügt es, den Bezug regel­mäßig zu waschen.“ Im Sommer kann es ohnehin notwendig sein, seine Bettwäsche häufiger zu waschen.

Aus hygienischen Gründen ist dann nach spätestens 8 bis 10 Jahren eine neue Matratze fällig. Laut dem TÜV Rheinland kann es bei günstigeren Modellen aber sinnvoll sein, die Matratze bereits früher zu wechseln.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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