Die Menge ist entscheidend

Leberschäden durch Zimt: Wer das Gewürz liebt, sollte sich auf eine Sorte beschränken

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Das ganze Jahr über verfeinert Zimt Gebäck, Kaffee oder Currys. Es hat gesundheitliche Vorteile, aber löffelweise sollte man es nicht zu sich nehmen.

Sie lieben den Geschmack von Zimt? Dann zählen Sie bestimmt zu denjenigen, die in Kaffee und Kakao Zimtpulver einrühren. Auch Gebäck wird vielleicht von Ihnen mit dem Gewürz bestreut. Im Grunde ist das eine gute Idee. So sollen die Inhaltsstoffe im Zimt antioxidativ, entzündungshemmend und krebshemmend wirken, wie die AOK informiert. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Zimt den Blutzuckerspiegel reguliert und sich so positiv bei Diabetes auswirkt. Des Weiteren regt das Gewürz Appetit und Darmtätigkeit an. Deshalb wird es auch bei Verdauungsproblemen wie Blähungen als Hausmittel eingesetzt, wie die Apotheken Umschau schreibt.

Schon in der Antike wurde Zimt als kostbares Gut gehandelt und in der traditionellen chinesischen Medizin sowie in der Ayurveda-Heilkunst verwendet. Von Sri Lanka aus gelangte es über Handelswege in die ganze Welt. In Europa wird es seit dem Mittelalter als Gewürz und Heilmittel eingesetzt.

Wie wird Zimt gewonnen?

Die getrocknete Rinde von Zimtbäumen ergibt Zimtstangen. Rindenstücke werden dafür röhrenförmig zusammengerollt. Wenn Zimtstangen gemahlen werden, entsteht Zimtpulver.

Cumarin in Zimt nicht überdosieren

Doch wie so einige Lebensmittel kann man auch das Gewürz überdosieren. Vor allem der Cumarin-Gehalt ist entscheidend. Dabei handelt es sich um einen sekundären Pflanzenstoff in Zimt. Bestimmte Zimtsorten enthalten besonders viel Cumarin, was potenziell gesundheitsschädlich ist. Der AOK zufolge können bereits kleine Mengen dieser Zimtsorten, sofern sie regelmäßig eingenommen werden, die Leber schädigen. Vor allem Kinder und Menschen mit Lebererkrankungen seien gefährdet, heißt es weiter.

In Zimtschnecken ist zwar Zimt enthalten, eine Überdosis muss man aber nicht fürchten, wenn man sie in normalen Mengen schlemmt.

Das Gemeinsame Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen informiert, dass bei einem Verzehr geringer Zimtmengen in Form von üblicher Verwendung als Gewürz keine Vergiftungsgefahr vorliegt. Regelmäßiger Verzehr größerer Mengen sei aber möglicherweise problematisch aufgrund des erhöhten Cumaringehalts in bestimmten Zimt-Sorten.

Zu den möglichen Symptomen einer Cumarinvergiftung zählen der AOK zufolge:

Besser Ceylon-Zimt verwenden

Die AOK warnt vor Nahrungsergänzungsmitteln mit Cumarin. Durch diese steige das Risiko, den Aromastoff überdosiert einzunehmen. Auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft rät davon ab, Zimtpräparate als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Die Apotheken Umschau schreibt, dass Cassia-Zimt als Kapsel oder Tablette langfristig verwendet zu Leberstörungen führen kann.

Der im Lebensmittelhandel überwiegend angebotene Cassia-Zimt kann laut Bundesinstitut für Risikobewertung erhöhte Mengen an leberschädigendem Cumarin enthalten. Ceylon-Zimt enthalte dagegen weniger Cumarin und sei deshalb für Vielverwender besser geeignet, so das BfR.

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Kaffee: Welche 8 gesundheitlichen Vorteile als wissenschaftlich erwiesen gelten

Frau trinkt Kaffee und lächelt in die Kamera.
Kaffee macht wach und wirkt auf manche sogar euphorisierend. Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass der Trank aus der Kaffeebohne sogar Depressionen vorbeugen kann. Zwei bis drei Tassen täglich verringerten bei Frauen das Erkrankungsrisiko um 15 Prozent. Tranken sie mehr als drei Tassen, war das Risiko sogar um 20 Prozent geringer, heißt es vonseiten der Apotheken Umschau.  © Joseffson/Imago
Frau trägt Kaffeetasse.
Kaffee wird mit einem niedrigeren Diabetes-Risiko in Verbindung gebracht. Professor Chahan Yeretzian, Leiter des Coffee Excellence Centers an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften erklärt im Interview mit der Apotheken Umschau, dass die gesundheitsfördernde Wirkung vor allem auf die in Kaffee enthaltenen Substanzen Koffein und Antioxidantien zurückzuführen ist. Letztere schützen vor freien Radikalen, die unsere Zellen angreifen und so sogar das Krebsrisiko erhöhen. Doch warum schützt Kaffee vor Diabetes? Woran genau das liegt, ist noch nicht völlig geklärt, informiert die Apotheken Umschau. Kaffee verbessere offenbar die Empfindlichkeit für das Hormon Insulin, infolge könne der Körper Zucker besser verarbeiten. Bestimmte Stoffe, die der Körper nach dem Genuss ausschüttet, wirken zudem gefäßschützend und entzündungshemmend, heißt es weiter.  © Imago
Mann sitzt am Arbeitsplatz, eine Kaffeetasse steht auf dem Tisch.
Kaffee hemmt sogar die Aktivität von Coronaviren – allerdings bislang nur im Laborversuch. Trotzdem sollen die potenziell antiviral wirksamen Effekte von Kaffee in dieser Aufzählung einen Platz finden. Professor Nikolai Kuhnert von der Jacobs University und sein Team hatten im Labor untersucht, wie Inhaltsstoffe von Kaffee und Coronaviren miteinander interagieren. Sie fanden dabei heraus, dass eine chemische Verbindung in der Kaffeebohne die Fähigkeit des Spike-Proteins von Coronaviren hemmt, an die sogenannten ACE-2-Rezeptoren in menschlichen Zellen anzudocken. Die Schlussfolgerung der Forschenden: Kaffee könnte Corona-Infektionen verhindern. Um diese These zu beweisen, fehlt allerdings noch ein klinischer Versuch am Menschen.  © Jose Luis Carrascosa/Imago
Tasse Kaffee und Gebäck
Kaffee wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus: so das Ergebnis einer Studie von ungarischen Forschern. Ein Team der Semmelweis-Universität in Budapest um Dr. Judit Simon vom Herz- und Gefäßzentrum der Universität untersuchte, ab wie vielen Tassen Kaffee pro Tag eine lebensverlängernde Wirkung einsetzt. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass bis zu drei Tassen Kaffee täglich mit einem geringeren Risiko für Schlaganfälle und tödliche Herzkrankheiten verbunden sind.  © Annie Hall/Imago
Frau trinkt Kaffee
Kaffee ohne Zucker habe sich in einer großen Metaanalyse als effizienter Schutzfaktor für die Leber erwiesen, wird Professor Dr. Christian Trautwein, Direktor der Medizinischen Klinik III der RWTH Aachen, von der Pharmazeutischen Zeitung (PZ) zitiert. Eine Menge von drei bis fünf Tassen Kaffee täglich gilt als besonders empfehlenswert, so die PZ. Sie vertragen Koffein nicht sonderlich gut? Dann greifen Sie zur koffeinfreien Alternative: Auch diese Art von Kaffee entfaltet leberschützende Wirkung.  © Julia Bradley/Imago
Zwei Frauen frühstücken.
Ein Espresso zum Frühstück? Ja, gerne – wenn es nach der leberschützenden Wirkung von Kaffee geht. Eine groß angelegte italienische Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Substanzen im Kaffee vor Leberkrebs schützen können. Ein Team um Carlo LaVecchia vom pharmakologischen Forschungsinstitut „Mario Negri“ in Mailand hatte untersucht, wie sich Kaffeetrinken auf das Leberkrebs-Risiko auswirkt. Wie das Ärzteblatt berichtete, kam es in der Gruppe der Kaffeetrinker ganze 40 Prozent seltener zu Leberkrebs. Der Erklärungsansatz der Forschenden: Eine Reihe von bioaktiven Substanzen in Kaffee wirkt sich in Summe protektiv auf die Leber aus.  © William Perugini/Imago
Zwei Tassen Kaffee von oben, Milchschaum ist verziert
Das Demenzrisiko soll durch regelmäßigen Kaffeegenuss sinken. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forscherteam um Yuan Zhang von der School of Public Health an der Tianjin Medical University in Tianjin, China. „Wir fanden heraus, dass Kaffee- und Teekonsum einzeln oder in Kombination mit einem geringeren Schlaganfall- und Demenzrisiko verbunden sind“, so eine Erkenntnis der chinesisch-US-amerikanischen Forschergruppe. Das Demenzrisiko war bei Menschen, die zwei- bis dreimal täglich Kaffee tranken, sogar um bis zu 28 Prozent geringer als bei Studienteilnehmern, die keinen Kaffee tranken. © Manfred Segerer/Imago
Frauen prosten sich mit Kaffeetassen zu.
Bei Kopfschmerzen kann ein Espresso wahre Wunder wirken. Denn das enthaltene Koffein hat schmerzstillende Wirkung. Daher wird Koffein in Kombipräparaten gegen Kopfschmerzen genutzt. Darin enthalten, steigert Koffein den schmerzlindernden Effekt von ASS und Paracetamol um bis zu 70 Prozent, informiert die Apotheken Umschau.  © Jake Jakab/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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