Pflegefehler beim Überwintern

Zitronenbaum hat gelbe Blätter: Staunässe im Winterquartier kann schuld sein

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Die Blätter eines Zitronenbaums können auch bei zu viel oder zu wenig Wasser gelb werden. (Symbolbild)
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Zitronenbäume bringen auch hierzulande mediterranes Flair ins heimische Grün. Lassen sich die Blätter hängen, ist es aber eher ein Trauerspiel. Geht es ihm nicht gut?

Gelbe Früchte, hellrosa Blüten und immergrünes Laub: Der Zitronenbaum erlebt hierzulande seit einigen Jahren einen regelrechten Boom. Schließlich sorgt das mediterrane Gewächs auch bei uns das ganze Jahr über für Urlaubsfeeling pur. Damit er sich wohlfühlt, braucht es allerdings auch die richtige Pflege.

Zitronenbaum hat gelbe Blätter: Staunässe im Winterquartier ist eine Ursache

Schließlich mag es der Zitronenbaum naturgemäß lieber hell und warm, daher ist es besonders im Winter wichtig, dafür zu sorgen, dass er alles erhält, was er braucht. Ansonsten kann es schnell sein, dass sich seine Blätter gelb verfärben. Das bedeutet nichts Gutes: Es können mehrere Gründe dahinterstecken, warum der Zitronenbaum seine Pracht hängen lässt. Oftmals lässt es auf einen Nährstoffmangel schließen, etwa, wenn er zu wenig Eisen oder Magnesium erhält.

Naheliegend ist, dass der Zitronenbaum nicht genug oder falsch gegossen und gedüngt wird. Andererseits können ihm auch Schädlinge oder Krankheiten zusetzen. Wenn Sie den Zitronenbaum ins Winterquartier gebracht haben, kann es auch sein, dass die Pflanze an Staunässe leidet. Dann ist es wichtig, sofort nachzusehen, ob im Übertopf überschüssiges Wasser steht und es besser wegzukippen. Hinzu kommt, dass er im Winter schnell unter den niedrigen Temperaturen an den Wurzeln leidet, ganz anders bei der Yuzu-Frucht, die Kälte besser abkann.

Zitronenbaum hat gelbe Blätter: Entfernen ist nicht immer nötig

Wird es ihm also zu kalt, bilden sich am Baum gelbe Blätter. Das wird auch „Winterchlorose“ genannt. Man erkennt sie daran, dass sich meist zuerst die Blattadern gelb verfärben. Dann ist es hilfreich, eine Matte oder Styroporplatte unter den Topf zu stellen. Dadurch sind die Wurzeln des Baums vor der Kälte geschützt. Übrigens: Wenn Sie den Zitronenbaum ins Warme stellen, sollte die Temperatur im Winterquartier idealerweise bei drei bis zehn Grad Celsius liegen. Steigt die Temperatur an, bildet sich auch die Winterchlorose zurück.

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Ein Zitronenbaum mit Frucht im Topf. (Symbolbild)
Zitronenbäume gedeihen am besten an einem sonnigen, windgeschützten Standort mit leicht saurem, durchlässigem Boden. In unseren Breiten sollten sie im Kübel kultiviert werden, um sie während der kalten Monate ins Winterquartier bringen zu können. © Julija Sapic/Imago
Pawpaw oder Indianerbanane
Die pflegeleichte Pawpaw oder Indianerbanane bevorzugt einen halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, gut durchlässigem Boden. In den ersten Jahren ist ein Winterschutz ratsam, da junge Pflanzen empfindlicher gegenüber Frost sind. © Zoonar/Imago
Ein Zweig mit zwei reifenden Granatäpfeln
Der Granatapfel steht für Urlaub in fernen Landen. In Deutschland wächst er am besten als Kübelpflanze. An einem vollsonnigen, geschützten Standort kann die Pflanze Früchte bilden. © Zoonar.com/Aleksandar Varbenov/IMAGO
Nashibirne, Apfelbirnen am Baum
Nashi-Birnen sehen aus wie Äpfel und schmecken nach Birne. Mit Minustemperaturen bis zu 20 Grad Celsius kommen sie klar, sie benötigen aber einen sonnigen Standort. Der Boden darf nicht kalkhaltig sein. © blickwinkel/Imago
Kakibaum (Persimmon) mit Früchten
Kakibäume bevorzugen einen vollsonnigen, geschützten Standort mit durchlässigem Boden. Während die Amerikanische Kaki als besonders winterhart gilt, benötigen japanische Sorten in kühleren Regionen zusätzlichen Frostschutz. © Imaginechina-Tuchong/Imago
Kiwipflanze mit Früchten
Kiwipflanzen sind kräftige Kletterpflanzen, die einen sonnigen, windgeschützten Standort und eine stabile Rankhilfe benötigen. Da viele Kiwis zweihäusig sind, ist es wichtig, sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen zu setzen – es sei denn, es handelt sich um selbstfruchtende Sorten. © Bihlmayerfotografie/Imago
Feigenbaum mit Feige
Feigenbäume gedeihen am besten an einem sonnigen, warmen und windgeschützten Standort, idealerweise in der Nähe einer Hauswand oder Mauer. In kühleren Regionen empfiehlt sich der Anbau im Kübel, um die Pflanze bei Bedarf ins Winterquartier bringen zu können. Wer in Deutschland ernten möchte, muss eine selbstbefruchtende Sorte wählen.  © robertkalb photographien/Imago
Blühender Orangenbaum mit Frucht
Wie wunderbar: Orangenbäume tragen betörend duftende Blüten und saftige Früchte zugleich. Sie benötigen einen sonnigen, warmen Standort mit gut durchlässigem, frisch-feuchtem Substrat. Die Kultivierung im Kübel ist für die Überwinterung sinnvoll. © imagebroker/Imago
Nahaufnahme einer Hand, die eine unreife gelbe Pfirsichfrucht auf einem Baumzweig
Die zunehmend milderen Temperaturen in Deutschland machen es möglich, dass auch mediterrane Pfirsichbäume an einem sonnigen Standort saftige Früchte tragen. Ein regelmäßiger Schnitt fördert die Fruchtqualität und beugt Krankheiten vor. © imagebroker/Imago
Eine Pflanze mit Physalis
Wer nicht viel Platz oder Geduld hat, kann sogar auf dem Balkon eine Physalis (Kapstachelbeere) anbauen. Da sie frostempfindlich ist, sollte sie erst nach den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden. Die Kapstachelbeere bevorzugt einen sonnigen Standort mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden.  © blickwinkel/Steidi/IMAGO
Wassermelone an der Pflanze in Beet
Wassermelonen gehören zu den Kürbisgewächsen. Sie benötigen einen sehr warmen, sonnigen Standort mit einem mittelschweren, humusreichen Boden. Regelmäßiges Gießen nicht vergessen! © YAY Images/Imago

Wenn die Blätter bereits gelb sind, können Sie sie entfernen. Das gilt allerdings nur, wenn der Baum krank oder von Schädlingen befallen ist. Dann zupfen Sie die verfärbten Blätter und schneiden zusätzlich auch welke Blätter sicherheitshalber ab. Sie sind anfällig für weitere Bakterien und Pilze und schwächen den Zitrusbaum. Liegt allerdings ein Nährstoff- oder Wassermangel dem Problem zugrunde, dann können Sie die Blätter ruhig dran lassen. Schließlich erholt sich der Zitronenbaum schnell wieder und sein Laub wird anschließend sogar wieder grün oder er bildet neue nach, die die alten kranken ersetzen.

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