Luxor und Assuan

Ägypten will Visum-Gebühren für Touristen ab 1. Mai streichen – aber nicht auf Dauer

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Ägypten plant, ab dem 1. Mai ein kostenloses Visum für Reisende anzubieten. Diese Maßnahme soll den Tourismus ankurbeln.

Beeindruckende Pyramiden, majestätische Sphinxen und eine faszinierende Geschichte – das, und die Möglichkeiten zum Baden und Schnorcheln am Roten Meer machen Ägypten für viele Touristen zu einem attraktiven Reiseziel. Das vergangene Jahr war aber nicht ohne Herausforderungen: Nach dem Angriff des Iran auf Israel fragten sich einige Reisende, ob Urlaub im angrenzenden Ägypten noch sicher ist – laut dem Branchenportal FVW wirkte sich der Nahost-Konflikt jedoch zur Erleichterung der Touristiker nicht nachhaltig auf die Nachfrage aus.

Stattdessen konnte das Land im vergangenen Jahrzehnt (von 2014 bis 2024) bei den Besucherzahlen sogar ein Wachstum von fast 60 Prozent auf 15,8 Millionen Menschen verzeichnen, wie das Portal Egypt Today schreibt. Dadurch wurden die Einnahmen aus dem Tourismus im Jahr 2024 im Vergleich zu 2014 mit 15,3 Milliarden Dollar (ca. 14,6 Millionen Euro) fast verdoppelt. Und in Ägypten hat man sich hohe Ziele gesteckt: Bis 2032 sollen die Besucherzahlen auf 30 Millionen Touristen steigen.

Keine Gebühren fürs Visum: Ägypten will Tourismus im Sommer ankurbeln

Luxor in Ägypten

Ein erster Schritt dahin könnte eine Maßnahme sein, welche die ägyptische Regierung nun verkündet hat: Ab dem 1. Mai 2025 sollen Reisende, die über die Flughäfen Luxor oder Assuan ins Land einreisen, von den Visum-Gebühren befreit werden. Üblicherweise belaufen sich diese auf 25 Euro zuzüglich drei Euro Bearbeitungsgebühr, wie das Auswärtige Amt informiert.

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Auf diese Weise soll der Tourismus in Oberägypten während der Sommermonate angekurbelt werden. Traditionell ist die Region aufgrund der Hitze zu dieser Jahreszeit weniger gut besucht – 40 Grad sind keine Seltenheit. Luxor und Assuan sind jedoch bekannt für ihre historischen Stätten, von deren Popularität die ägyptische Regierung nun auch im Sommer profitieren will. Aus diesem Grund werden die Visum-Gebühren auch nur bis Ende Oktober erlassen. Danach muss für die Einreise wieder gezahlt werden.

Weltwunder, antike Stätten und Traumstrände: 16 beeindruckende Orte in Ägypten

Panorama von Kairo
Obwohl Kairo eine der ältesten Städte der Welt ist und über zahlreiche alte Bauwerke verfügt, hat sich die Hauptstadt Ägyptens über die Jahre zu einer modernen Metropole voller Wolkenkratzer entwickelt. Zudem beherbergt Kairo mit dem Ägyptischen Museum eine der größten Sammlungen aus der Zeit der Pharaonen. In der Altstadt reihen sich Sehenswürdigkeiten wie die Al-Azhar-Moschee und die Ibn-Tulun-Moschee aneinander. Wer etwas feilschen möchte, kann den Khan-el-Khalili-Basar besuchen – hier gibt es alles von Gewürzen, Parfum und Antiquitäten bis hin zu Kunsthandwerk und Touristen-Souvenirs. © Alex Anton/Imago
Pyramiden von Gizeh mit Sphinx
Wer Kairo – oder Ägypten im Allgemeinen – besucht, kommt an den Pyramiden von Gizeh nicht vorbei. Nur etwa 15 Kilometer entfernt von der Hauptstadt können Urlauber das letzte Weltwunder der Antike bewundern, das noch existiert. Beinahe 5.000 Jahre alt sind die 139 Meter hohe Cheopspyramide, die 136 Meter hohe Cheprenpyramide und die 62 Meter hohe Mykerinospyramide. Sie dienen als Grabstätten für Pharaonen. © Anton Aleksenko/Imago
Luxor
Am Ostufer des Nils befindet sich die Stadt der Pharaonen, Luxor. Im Alten Ägypten handelte es sich bei Luxor um einen Tempelbezirk der Stadt Theben, welche früher Waset genannt wurde und religiöses Zentrum Ägyptens war. Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten Luxors zählt der… © Anton Master/Imago
Luxor-Tempel
… Luxor-Tempel. Er wurde zwischen 1550 und 1070 v. Chr. zu Ehren des Gottes Amnun sowie dessen Frau Mut und Sohn Chons erbaut. In den 1970er Jahren wurde der Tempel in das Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen. Das Tor zum Heiligtum wird von zwei hohen Kolossalstatuen von Ramses II. und einem 25 Meter hohen Obelisken umrahmt. Eine zweieinhalb Kilometer lange Allee aus Sphinxen verbindet den Luxor-Tempel mit einer weiteren beeindruckenden Sehenswürdigkeit: dem Karnak-Tempel, der die größte Tempelanlage Ägyptens ist.  © Alex Anton/Imago
Totentempel der Hatschepsut
Nur einen Katzensprung von Luxor entfernt befindet sich der bekannteste Friedhof der Pharaonen des Neuen Reichs (1550 bis 1070 v. Chr. im Alten Ägypten), bekannt als das Tal der Könige. 64 Pharaonengräber wurden bisher dort gefunden, eines davon ist das Grab von Tutanchamun, das im Jahr 1922 entdeckt wurde. Besonders beeindruckend ist der Kalkstein-Totentempel der Hatschepsut (s. Bild), einer Pharaonin im Neuen Reich. Er zeichnet sich dadurch aus, dass die Pylone, die für ägyptische Sakralbauten typisch waren, durch offene Pfeilerhallen ersetzt wurden.  © Depositphotos/Imago
Blick auf Hurghada vom Roten Meer
Der Ferienort Hurghada gehört zu den beliebtesten Badeurlaubszielen Ägyptens. Direkt am Roten Meer gelegen finden Sonnenhungrige weißsandige Strände und kristallklares Wasser vor. Wer etwas mehr Action mag, findet viele Angebote für Windsurfing, Segeln oder Wasserski. Gerade für Schnorchler und Taucher hat zudem die Unterwasserwelt Hurghadas mit ihren faszinierenden Korallenriffen einiges zu bieten. © Dreamstime/Imago
Korallenriff in der Makadi Bay
Makadi Bay ist der vermutlich bekannteste Tauchspot am Roten Meer und befindet sich nur wenige Kilometer entfernt von Hurghada. Sowohl Anfänger als auch fortgeschrittene Taucher können hier die reiche Unterwasserlandschaft erkunden. Ob Seepferdchen, Blaupunktrochen, Clownfische oder Schildkröten – in den versteckten Höhlen und farbenfrohen Korallengärten ist ein wundersames Schauspiel geboten.  © Depositphotos/Imago
Strand am Roten Meer in Safaga
Etwa 70 Kilometer südlich von Hurghada liegt ein weiteres Paradies für Taucher: Safaga gilt als die älteste Hafenstadt Ägyptens und wurde beinahe 2.500 Jahre v. Chr. gegründet. Die bunten Korallenriffe begeistern Unterwasserfans aus aller Welt – eine begehrte Sehenswürdigkeit ist das Wrack des Fährschiffes Salem Express, welches 1991 gesunken ist. Bei Allergikern und Rheumakranken sind die teilweise schwarzen Strände beliebt – dem Sand wird eine heilende Wirkung nachgesagt. © Depositphotos/Imago
Hafen von Alexandria in Ägypten
Alexandria ist nach Kairo die zweitgrößte Stadt Ägyptens und war bis 641 n. Chr. auch etwa 1.000 Jahre lang die Hauptstadt des Landes. Gegründet wurde sie 332 v. Chr. von Alexander dem Großen. Hier befand sich auch der legendäre Leuchtturm von Alexandria, der zu den sieben Weltwundern der Antike zählt. Durch eine Reihe von Erdbeben wurde dieser jedoch vor rund 700 Jahren zerstört. An seiner Stelle befindet sich heute die Zitadelle von Quaitbay, eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Weitere Must-Sees sind der Montaza-Palast und die Bibliothek von Alexandria. © Alex Anton/Imago
Ferienort Marsa Alam
Sonne pur am Roten Meer bietet auch der Ferienort Marsa Alam. Bei Urlaubern ist er für seine schönen Strände und die beeindruckenden Korallenriffe bekannt. Ein Beispiel ist die Bucht des Strands Abu Dabbab Beach, wo Taucher einen Blick auf Meeresschildkröten und Rochen erhaschen können. Nicht unweit von Marsa Alam befinden sich außerdem die Nationalparks Wadi-el-Gemal und Gebel-Elba.  © Depositphotos/Imago
Osmanisches Fort in El Quseir
Beinahe auf halbem Weg zwischen Safaga und Marsa Alam befindet sich eine weitere Küstenstadt, die für ihre beeindruckenden Möglichkeiten zum Tauchen und Schnorcheln am Roten Meer bekannt ist: El Quseir bzw. al-Qusair. Der Hafenort ist rund 5.000 Jahre alt und weist einige spannende Sehenswürdigkeiten vor. Dazu gehört die archäologische Stätte einer römischen Hafensiedlung nördlich von El Quesir oder das osmanische Fort (s. Bild), welches einst eine der bedeutendsten Wehranlagen Ägyptens war. Von El Quseir aus bieten sich obendrein viele Ausflugsmöglichkeiten an – von Wüstensafaris über Bootstouren bis hin zu Besuchen von Beduinensiedlungen.  © Depositphotos/Imago
Sharm El Sheik
Sharm el-Sheik, was so viel wie die „Bucht des Scheichs” bedeutet, ist ein touristisch geprägtes Reiseziel auf der Sinai-Halbinsel. Die Strände sind aufgrund ihres feinen Sandes äußerst beliebt, außerdem kommen auch hier Taucher und Schnorchler dank des kristallklaren Wassers und der prächtigen Unterwasserwelt auf ihre Kosten. Abseits vom Sonne tanken am Strand können Reisende einen Ausflug ins Sinai-Hochland unternehmen. Dort befindet sich unter anderem der Berg Sinai, wo Moses der Bibel zufolge die Zehn Gebote von Gott empfangen hat.  © Depositphotos/Imago
Ras-Mohammed-Nationalpark
In der Nähe des Ferienortes Sharm el-Sheik befindet sich der Ras-Mohammed-Nationalpark. Er liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel und ist mit dieser über eine Landzunge verbunden. Beliebt ist er vor allem wegen seiner bunten Unterwasserwelt, die für Taucher jeden Niveaus geeignet sind. Zu entdecken gibt es unter anderem Weich- und Hartkorallen sowie Papageienfische und Doktorfische. Außerdem fallen die Wassertemperaturen nie unter 22 Grad Celsius.  © Dreamstime/Imago
Aswan am Nil
Assuan, oder auch Aswān, ist als „Perle des Nils” bekannt. Die Stadt befindet sich am Ostufer des Nils und bezaubert aufgrund seiner schönen Lage in einer abwechslungsreichen Flusslandschaft – so reichen beispielsweise auf der gegenüberliegenden Seite des Gewässers die Wüstendünen bis ans Ufer. In und rund um Assuan finden sich zahlreiche Spuren vergangener Zeiten, ob es der Isis-Tempel im Süden der Stadt oder die Überreste eines römischen Tempels sind. Sehenswert ist zudem die Insel Elephantine, auf der sich ebenfalls zahlreiche Überbleibsel religiöser Bauwerke finden.  © Depositphotos/Imago
Tempel von Abu Simbel
Südlich von Assuan befindet sich eine der prächtigsten Sehenswürdigkeiten Ägyptens: der Tempel von Abu Simbel. Bei ihm handelt es sich um zwei Felsentempel am Westufer des Nassersees. Erbaut wurden sie im 13. Jahrhundert v. Chr. unter dem Pharao Ramses II. Der große Tempel wurde zu seinem Ruhm errichtet, während der kleine Hathor-Tempel an seine Große königliche Gemahlin, Nefertari, erinnern soll. In den 1960er Jahren wurden sie abgetragen und landeinwärts versetzt, um sie vor dem aufgestauten Wasser im Nassersee zu schützen.  © Panthermedia/Imago
Oase Siwa
Inmitten einer Wüste im Nordwesten Ägpytens befindet sich die Oase Siwa. Rund 200 Wasserquellen sichern hier den Export von Oliven, Datteln und Früchten. Für Touristen sind unter anderem die heißen Quellen und Salzseen interessant. Rund um die Oase finden sich aber auch die Spuren einer weit zurückreichenden Geschichte: Ein Beispiel ist der Tempel des Amun aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., dem sogar Alexander der Große einen Besuch abstattete. Darin befand sich in der Antike das Orakel von Siwa, welches zur damaligen Zeit so berühmt war wie das Orakel von Delphi.  © Depositphotos/Imago

Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Luxor und Assuan?

In Luxor befindet sich der gleichnamige Tempel, der seit den 1970er Jahren zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Über eine zweieinhalb Kilometer lange Allee aus Sphinxen ist er mit dem Karnak-Tempel verbunden, der als größte Tempelanlage Ägyptens genauso berühmt ist. Unweit der „Stadt der Pharaonen“ liegt zudem das Tal der Könige, in dem die Gräber von bisher 64 Pharaonen entdeckt wurden. Auch bei Assuan gibt es imposante Bauwerke, für die man sich im Sommer mehr Besucher wünschen dürfte – darunter der Tempel von Abu Simbel, der im 13. Jahrhundert v. Chr. unter dem Pharao Ramses II. erbaut wurde.

Ägypten ist aber nicht das einzige Urlaubsland in Nordafrika, dass um Touristen buhlt: Marokko hat sich mit 17,4 Millionen internationalen Gästen im vergangenen Jahr als beliebtestes Reiseziel auf dem Kontinent positioniert.

Rubriklistenbild: © Anton Master/Imago

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