Paros statt Santorini: Fünf Reiseziele und ihre Alternativen ohne Massentourismus
VonFranziska Kaindl
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Es ist nicht notwendig, die bekannten Touristenziele zu besuchen. Lassen Sie sich von beschaulicheren Alternativen überzeugen.
Viele begehrte Urlaubsdestinationen haben immer mehr mit den Konsequenzen des Massentourismus zu kämpfen: Straßen und Strände sind überfüllt, Lebensmittel und Dienstleistungen werden teurer, Wohnraum für die Einheimischen wird knapp und mehr Menschen bedeuten oft mehr Müll. In Mallorca und auf den Kanaren gab es in diesem Jahr bereits Proteste, um die Regierung zu mehr Rücksicht auf einen nachhaltigen Tourismus aufmerksam zu machen – und in Venedig wurde eine Eintrittsgebühr für Tagestouristen getestet, die im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll. Urlauber, die dennoch den Charme der Top-Destinationen erleben möchten, müssen nicht unbedingt das Original besuchen – oft gibt es weniger überlaufene Alternativen, die genauso schön sind.
Die griechische Insel Santorini – insbesondere das dort befindliche Fischerdorf Oia – entzückt Touristen mit ihren weiß getünchten Häusern und blauen Fensterläden. Das bedeutet in der Hochsaison aber auch: Besuchermassen drängen sich durch die Straßen und machen es unmöglich, die malerischen Bauten und die schöne Aussicht auf die Ägäis in Ruhe zu genießen. Erfreulicherweise gibt es eine ebenso charmante Alternative: Die Kykladen-Insel Paros, die nur 43 Seemeilen von Santorini entfernt liegt. Vornehmlich die Hafenstadt Naoussa und das Dorf Lefkes haben mit ihren weißen Häusern und blauen Fensterläden eine große Ähnlichkeit zu ihrem Pendant. Besucher können durch idyllische Gassen spazieren und pittoreske Kirchen, Kapellen oder Klöster besichtigen.
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In Amsterdam hat man zunehmend die Nase voll vom Overtourism: Seit 2021 gilt sogar eine Obergrenze von 20 Millionen Übernachtungen pro Jahr. Wie gut, dass es einige Alternativen gibt, die mit einem ähnlichen Flair aufwarten können. Eine davon ist Riga, die Hauptstadt Lettlands. Besonders in der Altstadt erinnern die mittelalterlichen Giebelhäuser an die bunten Bauwerke von Amsterdam. Hinzu kommen malerische Gassen, ein Stadtkanal, der mit dem Ausflugsboot befahren werden kann, und ein lebhaftes Nachtleben voller Clubs und Bars.
Ein beliebtes Reiseziel in Italien ist die Cinque Terre mit ihren fünf verträumten Küstendörfern – daher sind die Straßen im Sommer auch sehr schnell überlaufen. Nur unweit davon befindet sich eine vergleichsweise unbekannte Alternative: Portovenere. Besucher bekommen bunte Häuser zu Gesicht, die sich vor dem Wasser aneinanderreihen und kleine Boote, die ruhig davor im Hafen ankern. Sehenswerte Ausflugsziele sind die alte Ortskirche San Pietro, die beschaulich auf einem steilen Felsen steht, sowie die Burg Doria, die erhöht von einem Felsmassiv aufragt.
Romantische Kanäle gibt es nicht nur im Touristen-Hotspot Venedig. Im französischen Annecy ist der Stadtkern von zahlreichen Wasserstraßen und Brücken durchzogen, sodass sich Urlauber schnell wie in Italien fühlen – nicht umsonst wird die Kleinstadt auch als „Venedig der Alpen“ bezeichnet. Und der Beiname ist Programm: Annecy befindet sich an der Spitze des Bergsees Lac d‘Annecy und inmitten eines atemberaubenden Gipfelpanoramas.
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Nach Mallorca verschlägt es viele Urlauber wegen des Ballermanns und der paradiesischen Strände. Doch selbst auf den Straßen kann es voll werden, wie beispielsweise auf der beliebten Route zum Cap de Formentor. Wie wäre es also mit einer Alternative, die sowohl Bade- als auch Aktivurlauber überzeugt? Dann sollten Sie sich Korsika auf die Bucket-List schreiben. An den Küsten warten lauschige Buchten mit türkisblauem Wasser und traumhafte Sandstrände für einen entspannten Tag in der Sonne. Aber auch zu Fuß gibt es viel zu erleben, denn der Großteil der französischen Insel besteht aus Mittel- und Hochgebirgen. Radfahrer kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten.