Endlich Ruhe

Paros statt Santorini: Fünf Reiseziele und ihre Alternativen ohne Massentourismus

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Es ist nicht notwendig, die bekannten Touristenziele zu besuchen. Lassen Sie sich von beschaulicheren Alternativen überzeugen.

Viele begehrte Urlaubsdestinationen haben immer mehr mit den Konsequenzen des Massentourismus zu kämpfen: Straßen und Strände sind überfüllt, Lebensmittel und Dienstleistungen werden teurer, Wohnraum für die Einheimischen wird knapp und mehr Menschen bedeuten oft mehr Müll. In Mallorca und auf den Kanaren gab es in diesem Jahr bereits Proteste, um die Regierung zu mehr Rücksicht auf einen nachhaltigen Tourismus aufmerksam zu machen – und in Venedig wurde eine Eintrittsgebühr für Tagestouristen getestet, die im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll. Urlauber, die dennoch den Charme der Top-Destinationen erleben möchten, müssen nicht unbedingt das Original besuchen – oft gibt es weniger überlaufene Alternativen, die genauso schön sind.

Paros statt Santorini

Die Altstadt von Lefkes auf der griechischen Insel Paros erinnert stark an das Fischerdorf Oia auf Santorini.

Die griechische Insel Santorini – insbesondere das dort befindliche Fischerdorf Oia – entzückt Touristen mit ihren weiß getünchten Häusern und blauen Fensterläden. Das bedeutet in der Hochsaison aber auch: Besuchermassen drängen sich durch die Straßen und machen es unmöglich, die malerischen Bauten und die schöne Aussicht auf die Ägäis in Ruhe zu genießen. Erfreulicherweise gibt es eine ebenso charmante Alternative: Die Kykladen-Insel Paros, die nur 43 Seemeilen von Santorini entfernt liegt. Vornehmlich die Hafenstadt Naoussa und das Dorf Lefkes haben mit ihren weißen Häusern und blauen Fensterläden eine große Ähnlichkeit zu ihrem Pendant. Besucher können durch idyllische Gassen spazieren und pittoreske Kirchen, Kapellen oder Klöster besichtigen.

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Riga statt Amsterdam

Amsterdam-Alternative im Baltikum: Wie wäre es mit einem Städtetrip nach Riga?

In Amsterdam hat man zunehmend die Nase voll vom Overtourism: Seit 2021 gilt sogar eine Obergrenze von 20 Millionen Übernachtungen pro Jahr. Wie gut, dass es einige Alternativen gibt, die mit einem ähnlichen Flair aufwarten können. Eine davon ist Riga, die Hauptstadt Lettlands. Besonders in der Altstadt erinnern die mittelalterlichen Giebelhäuser an die bunten Bauwerke von Amsterdam. Hinzu kommen malerische Gassen, ein Stadtkanal, der mit dem Ausflugsboot befahren werden kann, und ein lebhaftes Nachtleben voller Clubs und Bars.

Portovenere statt Cinque Terre

Fast wie die Cinque Terre: Portovenere befindet sich nur einen Katzensprung entfernt.

Ein beliebtes Reiseziel in Italien ist die Cinque Terre mit ihren fünf verträumten Küstendörfern – daher sind die Straßen im Sommer auch sehr schnell überlaufen. Nur unweit davon befindet sich eine vergleichsweise unbekannte Alternative: Portovenere. Besucher bekommen bunte Häuser zu Gesicht, die sich vor dem Wasser aneinanderreihen und kleine Boote, die ruhig davor im Hafen ankern. Sehenswerte Ausflugsziele sind die alte Ortskirche San Pietro, die beschaulich auf einem steilen Felsen steht, sowie die Burg Doria, die erhöht von einem Felsmassiv aufragt.

Annecy statt Venedig

Es muss nicht immer Venedig sein – auch in Frankreich kommen Italien-Gefühle auf.

Romantische Kanäle gibt es nicht nur im Touristen-Hotspot Venedig. Im französischen Annecy ist der Stadtkern von zahlreichen Wasserstraßen und Brücken durchzogen, sodass sich Urlauber schnell wie in Italien fühlen – nicht umsonst wird die Kleinstadt auch als „Venedig der Alpen“ bezeichnet. Und der Beiname ist Programm: Annecy befindet sich an der Spitze des Bergsees Lac d‘Annecy und inmitten eines atemberaubenden Gipfelpanoramas.

Unbekannte Städte, Dörfer und Landschaften: Zehn Geheimtipps für den Italien-Urlaub

Stadt Urbino in der italienischen Region Marken
Im Italien-Urlaub verschlägt es viele Reisende zu den Touristenmagneten Rom, Venedig oder Florenz. Aber wie wäre es mit der Stadt Urbino in der italienischen Region Marken? Sie gilt als die “Wiege der Renaissance” und ist der Ort, an dem der berühmte Künstler Raffael das Licht der Welt erblickte. Sein Geburtshaus kann heute noch besichtigt werden. Aufgrund der imposanten Architektur zählt Urbino zudem zum Unesco-Weltkulturerbe. Das wohl beeindruckendste Bauwerk ist der Palazzo Ducale aus dem 15. Jahrhundert.  © Pond5 Images/Imago
Kanal Vena in der italienischen Stadt Chioggia
Wer keine Lust auf lange Schlangen und Gedränge in der Lagunenstadt Venedig hat, findet nur etwa eine Autostunde entfernt die “kleine Schwester” Chioggia – auch bekannt als “kleines Venedig”. Das malerische Fischerdorf mit seinen engen Gassen und bunten Häuschen zeigt das authentische Italien und lädt zu einem Spaziergang durch die Altstadt ein. Besonders an den insgesamt neun Brücken, die über den Canal Vena führen, fühlt man sich an die große Schwester nur 50 Kilometer entfernt erinnert.  © Pond5 Images/Imago
Civita di Bagnoregio in der italienischen Region Latium
Besonders ursprünglich ist das Dorf Civita di Bagnoregio in der Region Latium geblieben. Es wurde vor rund 2.500 Jahren von den Etruskern gegründet und drohte seither aufgrund von Erdrutschen schon mehrere Male auszusterben. Seine einzigartige Lage an der Spitze eines Gesteins macht den Ort jedoch zu einem perfekten Ausflugsziel: Er ist nur über eine 250 Meter lange Fußgängerbrücke zu erreichen, sodass Touristen und Einheimische schon immer vor Autolärm verschont geblieben sind. Eine wunderbare Gelegenheit für Besucher, entspannt durch die Gassen zu spazieren und sich in vergangene Zeiten entführen zu lassen. © Liubomir Paut/Imago
Panorama der zentralen Apenninen im Nationalpark Gran Sasso und Monti della Laga in den Abruzzen
Die Abruzzen zählen ebenfalls zu den eher weniger besuchten Regionen Italiens. Jedoch finden Aktivurlauber genug zu tun, denn mit dem Gebirgsmassiv Gran Sasso befindet sich hier einer der eindrucksvollsten Höhenzüge Italiens. Der Nationalpark verfügt über eine Vielzahl von gut ausgewiesenen Wanderwegen, die tolle Ausblicke auf die imposante Berglandschaft bieten. Da sich das Gebirge nur unweit der Adria-Küste befindet, lässt sich ein Wanderurlaub auch wunderbar mit einer Auszeit am Strand verbinden. © Pond5 Images/Imago
Hafen in Portovenere
Die Cinque Terre mit ihren fünf malerischen Küstendörfern gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen von Italien-Reisenden – daher wird es hier immer Sommer auch mal ganz schön voll. Wer es etwas ruhiger mag, findet nur unweit davon das vergleichsweise unbekannte Portovenere. Auch hier reihen sich bunte Fischerhäuschen aneinander, vor denen sich im Hafen kleine Boote tummeln. Einen Besuch ist außerdem die alte Ortskirche San Pietro wert, die sich vorgelagert auf einem steilen Felsen befindet, sowie die Burg Doria, welche auf einem hohen Felsmassiv thront.  © Pond5 Images/Imago
Sommerabend auf Panarea
Zu den eher unbekannteren Inseln Italiens zählt Panarea im Thyrrenischen Meer vor Sizilien. Beliebt ist sie vor allem bei Prominenten und Wohlhabenden, was sich auch an den Luxusyachten bemerkbar macht, die sich im Hafen befinden. Wer nicht auf dem Eiland übernachten möchte, kann einen Tagesausflug mit der Fähre von Milazzo aus unternehmen. Die Ostküste der Insel ist dicht besiedelt und kann somit wunderbar zu Fuß erkundet werden. Ein Highlight sind die Häuser im Ort San Pietro, die mit ihren weißen Fassaden und blauen Türen an griechische Dörfer erinnern. Wer etwas entspannen möchte, findet sich am Sandstrand Caletta di Zimmari ein.  © Alexander Rochau/Imago
Piazza del Comune Duomo di Santa Maria Assunta mit Torrazzo Baptisterium in Cremona
80 Kilometer südöstlich von Mailand liegt die Stadt Cremona, die für ihre Jahrhunderte alte Tradition des Geigenbaus bekannt ist – bekannte Meister wie Stradivari, Guaneri und Amati waren hier tätig. Einige der schönsten Instrumente werden im Rathaus, dem Palazzo del Comune, ausgestellt. Sehenswert sind zudem der eindrucksvolle Dom von Cremona sowie der benachbarte Glockenturm und das Baptisterium (siehe Bild). © Martin Jung/Imago
Hochebene von Castelluccio im Nationalpark Monti Sibillini
Die Region Marken gehört zu den am wenigsten besuchten Gebieten Italiens – dabei befindet sich hier mit dem Nationalpark Monti Sibillini ein wahres Paradies für Wanderer. Der höchste Gipfel des Gebirgsmassivs ist der Monte Vettore mit 2.476 Metern, an dessen Fuß sich der malerische Lago di Pilato befindet. Zu den beliebtesten Fotomotiven zählt jedoch die Hochebene von Castelluccio, die sich im Mai und Juni in ein buntes Blumenmeer mit Farben von ockergelb bis lila verwandelt.  © Maurizio Sartoretto/Imago
Matera in der italienischen Region Basilikata
Der Ort Matera in der italienischen Region Basilikata wurde 2019 mit dem Titel Kulturhauptstadt ausgezeichnet und im James-Bond-Film “Keine Zeit zu sterben” zur Kulisse einer rasanten Verfolgungsjagd. Dennoch halten sich die Touristenmassen in den verschlungenen Gassen, die sich an den kargen Hügeln entlang schlängeln, noch in Grenzen. Besonders beeindruckend an Matera sind die in den Fels geschlagenen Höhlenwohnungen, auch genannt Sassi, in denen bis in die 60 Jahre hinein noch Menschen lebten.  © Pond5 Images/Imago
Rocce Rosse in Arbatax auf Sardinien
Auf Sardinien konzentrieren sich viele Touristen auf die Regionen rund um Cagliari und Olbia. Dabei hat auch der Osten der Insel einiges zu bieten. Zu den atemberaubendsten Ausblicken zählt die Bucht Rocce Rosse bei Arbatax, einem Ortsteil der Stadt Tortoli. Die hohen roten Granitfelsen vor dem türkisfarbenen Meer sorgen für ein einzigartiges Schauspiel. Am Strand von Cea, wenige Kilometer entfernt, befinden sich mit “Is Scoglius Arrubius” zwei weitere beeindruckende rote Felsen.  © Vadym Lavra/Imago

Korsika statt Mallorca

Ob Wander- oder Badeurlaub: Auf Korsika genießen Reisende mehr Ruhe als auf Mallorca.

Nach Mallorca verschlägt es viele Urlauber wegen des Ballermanns und der paradiesischen Strände. Doch selbst auf den Straßen kann es voll werden, wie beispielsweise auf der beliebten Route zum Cap de Formentor. Wie wäre es also mit einer Alternative, die sowohl Bade- als auch Aktivurlauber überzeugt? Dann sollten Sie sich Korsika auf die Bucket-List schreiben. An den Küsten warten lauschige Buchten mit türkisblauem Wasser und traumhafte Sandstrände für einen entspannten Tag in der Sonne. Aber auch zu Fuß gibt es viel zu erleben, denn der Großteil der französischen Insel besteht aus Mittel- und Hochgebirgen. Radfahrer kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten.

Rubriklistenbild: © Depositphotos/Imago

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