Eine Sturm-Legende überragte

Das verrückteste Pokal-Spiel des FC Bayern zum damaligen Beckenbauer-Abschied

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In seiner letzter Spielzeit beim FC Bayern als aktiver Fußballer erlebte Kaiser Franz Beckenbauer eine wahrlich einmalige Partie in der Vereinsgeschichte.

München – Am 8. Januar 1977 gab es im Münchner Olympiastadion ein außergewöhnliches DFB-Pokal-Achtelfinale: Bei leichtem Schneefall kam es vor lediglich 6.500 Zuschauern zum „Bruderkampf“ zwischen den Profis des FC Bayern, den frisch gebackenen Weltpokalsiegern und dreimaligen Europapokalsiegern der Landesmeister, und den eigenen Amateuren, die damals drittklassig in der Bayernliga spielten. Nur dank der vier Tore von Gerd Müller behielten die Profis letztendlich mit 5:3 die Oberhand.

Der unnachahmliche Gerd Müller erzielt das zwischenzeitliche 3:1 gegen die eigenen „Amateure“.

Der kicker titelte damals „Ohne Licht eine Blamage“. Was sich wie die Andeutung eines Ausfalls des Flutlichts in der Münchner Arena anhörte, war lediglich eine Anspielung auf die starke Leistung von Hubertus Licht, der als Ersatztorhüter für den verletzten Sepp Maier zwischen den Pfosten der Profimannschaft stand.

Maier, Beckenbauer & Co „lustlos“

Es war das einzige Pflichtspiel, welches Licht jemals für den FCB absolvierte. Der damals schier unverwüstliche Sepp Maier stellte in jenen Jahren einen Bundesligarekord für die Ewigkeit auf: In 13 Bundesligajahren in Folge (von 1966/67 bis 1978/79) hütete er bei jedem Spiel der Bayern das Tor – 442 Spiele ohne Unterbrechung. Erst sein fataler Autounfall am 14. Juli 1979 beendete diese Serie auf brutale Art und Weise.

Wahrscheinlich dokumentierte aber gerade dieser verletzungsbedingte Ausfall des extrem ehrgeizigen Weltmeisters von 1974 die an jenem Januar-Nachmittag mehr als mäßige Einstellung der Bayern-Profis bestens. Wenn schon der Vorzeige-Profi Maier keine Lust auf einen eiskalten Tanz mit den eigenen Amateuren hatte, dann war dies bei den anderen Kickern sicherlich ebenso. Gang nach dem Motto: „Vor zwei Wochen haben wir in Brasilien den Weltpokal nach München geholt und jetzt müssen wir uns bei Schneefall mit den eigenen Amateuren abplagen – Majestätsbeleidigung!“

Weihnachtsfeiern der Fußball-Profis teils mit einschneidenden Folgen

Franz Beckenbauer am Spielfeldrand 1999.
Von 1994 bis 2009 war Franz Beckenbauer Präsident des FC Bayern. In diese Zeit fällt die Mutter aller Weihnachtsfeier-Klischees, die der Kaiser später selbst mit einem lockeren Spruch kommentierte. © IMAGO/Camera 4
Heidi und Franz Beckenbauer sitzen nebeneinander an einem Tisch.
Die Weihnachtsfeier des FC Bayern im Jahr 1999 lief für Beckenbauer im wahrsten Sinn des Wortes fruchtbar ab. Heidi Burmeister war damals als Sekretärin in der Fanartikel-Abteilung tätig, neun Monate nach der Feier brachte sie den gemeinsamen Sohn zur Welt. „Der liebe Gott freut sich über jedes Kind“, kommentierte Beckenbauer das Weihnachts-Glück später. 2006 heirateten Heidi und Franz. Das Foto zeigt die beiden im August 2005. © IMAGO/Strussfoto
Dietmar Hamman als TV-Experte in der Allianz Arena.
Heutzutage ist Dietmar Hamann als austeilender TV-Experte bekannt. Doch gerade kurz nach seinem Wechsel zu Newcastle United musste er als Spieler auch das ein oder andere Mal einstecken. © IMAGO/Sven Simon
Dietmar Hamann im Trikot von Newcastle United.
Schon im Sommer 1998 wechselte Hamann vom FC Bayern zu Newcastle United. Bei der Weihnachtsfeier des Vereins ein Jahr später, bekam er von seinen Mitspielern ein Geschenk, das sich bestenfalls mit britischem Humor erklären lässt. Sie hatten ihrem deutschen Mitspieler ein Exemplar von Hitlers „Mein Kampf“ verpackt. Im Sommer darauf zog Hamann zu Liverpool weiter, was jedoch nichts mit dem Geschenk zu tun hatte. © IMAGO/Allstar
Joey Barton im Infight mit zwei Gegenspielern. Einer davon geht ihn an die Gurgel.
Und noch eine Geschichte aus England. Bevor 2008 die Abu Dhabi United Group und Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan bei Manchester City einstiegen, waren dort noch Spieler vom Kaliber eines Joey Barton unterwegs (im Bild der Herr in blau). Der drückte, selbst noch im zarten Alter von 22 Jahren, seinem zwei Jahre jüngeren Mannschaftskollegen Jamie Tandy eine Zigarre im Gesicht aus. Der war aber wohl selbst nicht ganz unschuldig. Zuvor hatte Tandy nämlich Bartons Hemd mit einer Zigarette angekokelt. © IMAGO/Geoff Martin
Joey Barton und Fernando Torres im Laufduell.
Eine große Karriere hatte Tandy bei den Skyblues übrigens nicht. Er machte kein Spiel für das Profiteam und verschwand in den Niederungen des englischen Fußballs. Barton hingegen, der zu 60.000 Pfund Strafe verurteilt wurde, blieb bis 2007 bei City, machte insgesamt 153 Spiele für den Verein und durfte sogar einmal in der Nationalmannschaft ran. Für elf Minuten, bei einer 0:1-Testspielniederlage gegen Spanien. © IMAGO/Geoff Martin
Gareth Bale im Trikot von Real Madrdid mit dem Champions-League-Titel.
Wie schon Hamann, erhielt auch Gareth Bale von einem Mitspieler ein Geschenk mit entsprechender Bedeutung. 2019 übergab ihm Marcelo einen Golfschläger. Zu einer Zeit, als der Waliser bei Real Madrid immer wieder in der Kritik stand – unter anderem wurde ihm nachgesagt, dass ihm Golfen wichtiger als Fußball sei. © IMAGO/Gribaudi/ImagePhoto
Gareth Bale schwingt einen Golfschläger.
Inzwischen hat sich Bale ganz dem Golfsport zugewandt. Nach seinem Fußball-Karriereende 2023 trat er immer wieder bei ProAm-Turnieren an. Turniere, die sowohl Profis als auch Amateuren offen stehen. Den Sprung in die Pro Golf Tour wollte oder konnte Bale (noch) nicht wagen. © IMAGO/Colorsport
Michael Olise jubelt nach einem Tor mit verschränkten Armen.
Michael Olise überzeugte schnell nach seinem Wechsel im Sommer 2024 zum FC Bayern. Doch Anfang Dezember 2024 sorgte er für einen kurzen Irritationsmoment. Als der Verein ein Video vom gemeinsamen Weihnachtssingen in den Sozialen Medien teilte, fiel schnell auf, dass alle bis auf Olise mitsangen. Fans spekulierten teils über eine tiefere Bedeutung, womit die Weigerung begründet werden könnte. © IMAGO/DeFodi Images
Michael Olise bei seiner Vorstelllungspressekonferenz.
Eine wirkliche Auflösung für Olises Verhalten gab es zwar nicht, doch es passt recht gut mit dem restlichen Auftreten des Franzosen überein. Der gibt sich in Interviews betont wortkarg und scheint auch sonst nicht unbedingt beim großen Aufmerksamkeitsspiel des Profisports mitmachen zu wollen. Beispielhaft dafür steht seine nur siebenminütige Vorstellungspressekonferenz. © IMAGO/FC Bayern München
Georg Koch im Trikot des MSV Duisburg.
Von Sommer 2004 bis 2007 war der damalige Torhüter Georg Koch beim MSV Duisburg unter Vertrag. Dass es zu keiner längeren Zusammenarbeit kam, lag wohl auch daran, weil sich Koch auf der Weihnachtsfeier 2006 mit den Vereinsbossen angelegt haben soll. Danach wurde ihm zunächst nur das Kapitänsamt entzogen, doch weiter Folgen blieben nicht aus. © IMAGO/Sven Simon
Georg Koch neben Luka Modric.
Nach weiteren Streitigkeiten mit den MSV-Bossen wollten diese ihn endgültig loswerden. Zunächst via fristloser Kündigung, dann doch mit einer Abfindung. So wechselte Koch im Sommer 2007 zu Dinamo Zagreb und spielte die Saison 2007/08 an der Seite eines gewissen Luka Modrić. Koch war nach seiner Spielerkarriere als Torwarttrainer aktiv. Im Sommer 2024 gab er bekannt, an unheilbaren Bauchspeicheldrüsenkrebs zu leiden. © IMAGO/Grubisic
Trainer Werner Kasper steht neben zwei Spieler des Wupperstaler SV.
Während diverse Weihnachtsskandale oftmals in Verbindung mit Alkohol geschehen, ereilte Werner Kasper (r.) das gegenteilige Schicksal. Der damalige Trainer des Regionalligisten Wuppertaler SV wurde nach der Weihnachtsfeier entlassen, weil er ohne einen Tropfen Alkohol getrunken zu haben, zu früh die Feier verließ. Die Verantwortlichen sollen das als fehlende Verbindung interpretiert haben. Sportliche stabilisierte Kasper das Team vor der Winterpause, verlor nur einmal in den sechs Ligaspielen vor der schicksalshaften Weihnachtsfete. © IMAGO/Weckelmann
Werner Kasper kratzt sich am Kopf.
Bei den damaligen Vorgängen in Wuppertal kann man sich nur an den Kopf fassen. Für Kasper ging es als Trainer in der Folge nicht mal mehr bis auf Regionalliga-Niveau. Erst Ende 2023 schaffte es „der Glatzenkönig“ wieder in die Schlagzeilen. Da aber mit unrühmlichen Verbindungen zum Erbe der Schalke-Legende Rudi Assauer. © IMAGO/Sabine Lutzmann
Roberto Blanco neben Franz Bekckenbauer im September 1978.
Hier feiert Roberto Blanco (r.) den 33. Geburtstag von Franz Beckenbauer. Zwei Jahre zuvor sorgte ein Auftritt auf der Weihnachtsfeier von Schalke 04 für Schlagzeilen. Bei der Weihnachtsfeier 1976 der Königsblauen sorgte Blanco für so gute Stimmung, dass S04-Präsident die Gage des Sängers von 5.000 auf 10.000 D-Mark verdoppelte. © IMAGO/WEREK
Schalke-Präsident Günter Siebert auf der Bank.
Wohl auch vom Alkohol gelenkt, verdoppelte Schalke-Präsident Günter Siebert (l.) nicht nur Blancos Gage, sondern bot dem Vorstand auch seinen Rücktritt an. Aus dem Spaß wurde bald Ernst, denn der Vorstand nahm den Rücktritt an. Für Siebert war es aber nicht das letzte Mal auf Schalke. Zweimal (1978 und 1987) kehrte er als Präsident zurück. © IMAGO/Pressefoto Baumann
Marcus Feinbier und Marc Arnold im Spiel.
Deutlich weniger Stimmung war bei der Weihnachtsfeier des RW Ahlen 2002. Als ein Vereinsverantwortlicher eine Rede hielt, verließ die Mannschaft geschlossen die Veranstaltung. Konsequenzen hatte das für die ausgemachten Rädelsführer Marc Arnold (m.) und Marcus Feinbier (l.). Für Arnold war das Spiel gegen Waldhof Mannheim am 8. Dezember 2002 sein letztes für den Verein. Im Sommer ging es für ihn weiter zu Eintracht Braunschweig. © IMAGO/Sämmer
Marcus Feinbier zeigt auf etwas, dass nicht im Bild ist.
Glimpflicher lief die Aktion für Marcus Feinbier. Nur für ein Spiel wurde er in der Folge nicht in den Kader berufen. Trotzdem war zum Saisonende Schluss für Feinbier in Ahlen. Er wechselte in der Folge zur Greuther Fürth. © IMAGO/pmk
Franz Beckenbauer und Stefan Effenberg stehen nebeneinander.
Huch, schon wieder Franz Beckenbauer? Nein, auch diesmal war er nicht derjenige, der für Aufregung sorgte. Der hier im November 2006 so friedlich neben ihn stehende Stefan Effenberg sorgte auf der Bayern-Weihnachtsfeier sechs Jahre zuvor aber dafür, dass sich Beckenbauer selbst aufregen musste. Der Tiger erschien nämlich in Cowboy-Stiefeln, was dem Kaiser so gar nicht schmeckte: „Wenn ich zu einer Weihnachtsfeier gehe, trage ich Sakko, Hemd und Krawatte.“ © IMAGO/Ulmer
Stefan Effenberg hat den Champions-League-Pokal im Arm und streckt seine Zunge Richtung Pokal.
Doch Effenberg fand auch schon damals, dass er etwas über den Dingen steht und äußerte sich, angesprochen auf das ungewöhnliche Weihnachtsoutfit, reichlich unbeeindruckt: „Wenn das einem nicht passt, dann ist mir das scheißegal. Das können Sie ruhig schreiben.“ Ob die Cowboy-Stiefel bei den Champions-League-Feierlichkeiten am Ende der Saison erneut ausgepackt wurden, ist nicht überliefert. © IMAGO/HJS
Christoph Daum blickt genervt zur Seite.
Zu Beginn der Weihnachtszeit 2006 übernahm Christoph Daum den 1. FC Köln, der in Richtung Drittklassigkeit taumelte. Als es in den ersten beiden Spielen unter Daum zwei Niederlagen gegen Duisburg (4. Dezember) und Offenbach (10. Dezember) setzte, sagte dieser kurzerhand die Weihnachtsfeier ab: „Ich habe keine Lust, mich da hinzusetzen und zu feiern. Das wird gestrichen.“ © IMAGO/Alfred Harder
Christoph Daum bestens gelaunt bei einer Pressekonferenz zum Ende seiner Trainerzeit in Köln.
Nach dem Stotterstart rissen die Kölner unter Daum das Ruder aber doch noch herum. In der darauffolgenden Saison führte die Trainer-Legende die Geißböcke sogar in die Bundesliga und schaffte daraufhin auch noch den Klassenerhalt. Nach insgesamt 92 Spielen in seiner zweiten Amtszeit beim FC verabschiedete sich Daum dann endgültig als Trainer aus Köln. © IMAGO/Eduard Bopp
Marco Ambrosio im Trikot des Grasshopper Club Zürich.
Eine Absage der Weihnachtsfeier beim Grasshopper Club Zürich hätte Torhüter Marco Ambrosio wohl besser gefallen als das, was dort geboten wurde. Bei der Festivität Ende 2004 trat ein Zauberer auf. Doch Ambrosio war wohl wenig von der Darbietung begeistert und unterhielt sich lieber laut mit verschiedenen Tischnachbarn. Zum Missfallen einiger Verantwortlicher. © IMAGO/Pius Koller
Der damalige Grasshopper-Präsident Walter Brunner und Trainer Krassimir Balakov stehen nebeneinander.
Einer, der so gar keinen Bock auf Ambrosios Disziplinlosigkeit hatte, war der damals noch recht frische Präsident Walter Brunner (l.). Der sorgte kurzerhand für den Rausschmiss des Keepers aus dem Saal, doch dessen Mitspieler solidarisierten sich und konnten erst durch Überzeugungsarbeit von Trainer und Sportdirektor zurückgeholt werden – ohne Ambrosio. Der wurde in der Wintertransferperiode dann auch kurzerhand in die italienische Heimat zur US Salernitana verliehen, der er sich im Sommer dann fest anschloss. Zu den größeren Verdiensten Brunners gehörte es in der Folge, mit Krassimir Balakov (r.) einen namhaften Trainer nach Zürich zu locken. © IMAGO/Geisser
Gerd Müller, der österreichische Sänger Udo Jürgens, DFB-Trainer Helmut Schön und Franz Beckenbauer bei der DFB-Weihnachtsfeier 1973.
1973 feierte der DFB seine Weihnachtsfeier sogar mit Star-Besuch aus dem Ausland. Von links: Gerd Müller, der österreichische Sänger Udo Jürgens, DFB-Trainer Helmut Schön und Franz Beckenbauer. Skandale gab es keine – zumindest keine überlieferten. Selbiges wünschen wir Ihnen zur Weihnachtszeit! © IMAGO/WEREK

Der für damalige Zeiten typische Bericht des kicker bestätigte speziell bei der Schilderung des 1:0 für die Amateure diese Annahme: „Nach 13 Minuten gar führte der Bayernligist durch einen Treffer von Linksaußen Reisinger, nachdem Gruber dem besten Fußballer Europas, Franz Beckenbauer, respektlos den Ball abgeknöpft hatte.“ Der schmunzelnde Kaiser sollte das kuriose Aufeinandertreffen dann unmittelbar nach dem Abpfiff als „Trainingsspiel“ bewerten.

Der Spielbericht des kicker endete mit dem Satz „…stellten deutlich unter Beweis, dass der Leistungsunterschied zu den Profis kleiner geworden ist.“ Dieses Fazit leitet sehr passend zur Leistung(sstärke) der damaligen FCB-Amateure über. Denn in der Startelf standen sieben Spieler, die mehr oder weniger lange zum Profikader des FCB gehörten, zum Teil schon in jener Saison 1976/77.

Keine wirklichen Amateure

Allen voran die spätere FC Bayern-Legende Klaus Augenthaler. In jener Partie war er hauptverantwortlich dafür, dass der 21-jährige Karl-Heinz Rummenigge bereits nach 24 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste. Übergroßer Respekt sieht wohl anders aus. „Auge“ übernahm nach jener Spielzeit schrittweise die legendäre Libero-Position von Franz Beckenbauer, welcher nach der Saison im Sommer 1977 zu Cosmos New York wechseln sollte (1990 war der kernige Niederbayer dann der Libero des Kaisers beim deutschen WM-Sieg in Italien).

Willi Reisinger, Jahrgang 1958; gehörte von 1976 bis 1980 zum Profikader des FCB, kam aber in diesem Zeitraum insgesamt gerade einmal auf neun Pflichtspiele. Dennoch zählte er zu den Deutschen Meistern von 1980. Seine beste Profizeit verbrachte er 1981-85 beim KV Mechelen in der 1. Belgischen Liga, wo er in 103 Spielen 50 Tore erzielte. Die Belgische Liga mit dem RSC Anderlecht an der Spitze zählte damals zu den europäischen Top-Ligen.

Peter Gruber überzeugte den FCB-Coach Dettmar Cramer so sehr, dass er eine Woche später bei den Profis sein Bundesliga-Debüt gegen Fortuna Düsseldorf geben durfte. In der Rückrunde 1976/77 spielte er insgesamt 16 von 17 Spielen und blieb bis 1980 beim FCB. Damit darf sich auch Peter Gruber Deutscher Fußballmeister der Saison 1979/80 nennen. Auch Wesley Schenk debütierte eine Woche später in der Bundesliga in Düsseldorf und spielte bis 1978 insgesamt sechsmal in der Bundesliga für Bayern.

Erhan Önal - erstes türkisches Migrantenkind in der Bundesliga

Der früh verstorbene Erhan Önal kam aus der eigenen Jugend und zählte in der Saison 1976/77 eigentlich schon zum Profi-Kader des FCB. Bis 1978 spielte er insgesamt 18 Mal für die Münchner in der Bundesliga, er war damals das erste Migrantenkind türkischer Abstammung im deutschen Fußball-Oberhaus. Zwischen 1979 und 1981 lief er zwölfmal für die türkische Nationalmannschaft auf, mit Standard Lüttich wurde er zweimal Belgischer Meister, mit Galatasaray Istanbul zweimal Meister in der Türkei.

Leon Goretzka und seine Hass-Liebe zum FC Bayern

Deutschland 10 02 2018 Bundesliga 22 Spieltag FC Bayern Muenchen FC Schalke 04 Kopf
Als Spieler von Schalke 04 wurde der FC Bayern aufmerksam auf Leon Goretzka (Mitte) – hier im letzten Duell von S04 und dem FC Bayern vor seinem Wechsel nach München. © IMAGO / DeFodi
05 08 2018 Testspiel FC Bayern München Manchester United ManU
Im Sommer 2018 ist es dann so weit: Leon Goretzka (li.) wechselt zum FC Bayern München und sitzt im ersten Testspiel für die Saison 2018/19 mit Sven Ulreich (re.) auf der Bank. © IMAGO / MIS
05 08 2018 Testspiel FC Bayern Muenchen Manchester United
Bei dem Testspiel gegen Manchester United kommt er sogar schon zum ersten Einsatz für die Bayern. Hier im Duell mit Ander Herrera (Mitte) und Joshua Kimmich (r.).  © IMAGO / DeFodi
Eintracht Frankfurt FC Bayern Munich Soccer Frankfurt August 12 2018 Winner photo with trophy
Neuzugang Leon Goretzka feierte in der zweiten Halbzeit des DFL-Supercup-Finals gegen Frankfurt sein Pflichtspiel-Debüt im Bayern-Trikot.  © IMAGO / ActionPictures
Stuttgart Deutschland 01 09 2018 1 Bundesliga 2 Spieltag VfB Stuttgart FC Bayern Muenchen
Schon am zweiten Spieltag ist es so weit: Goretzkas erstes Pflichtspieltor im roten Trikot. Er trifft gegen den VfB Stuttgart zum 1:0. © IMAGO / DeFodi
Germany 22 09 2018 1 Bundesliga 4 Spieltag FC Schalke 04 FC Bayern Muenchen L
Auch nach drei Verletzungen in der ersten Saison bei Bayern München kämpft sich der Bochumer immer wieder schnell wieder zurück in den Kader und ins Spiel. ©  IMAGO / DeFodi
Lissabon 19 09 2018 UEFA Champions League 2018 19 Season Gruppenphase Gruppe E 1
Leon Goretzka jubelt gemeinsam mit Arjen Robben und Thomas Müller nach einem Treffer des FC Bayern. Die Szene steht für seine frühe Phase beim Rekordmeister, in der er Teil eines eingespielten Führungskerns war und sich in eine erfolgreiche Mannschaft integrierte. © IMAGO / DeFodi
Fußball 1 Bundesliga FC Schalke 04 FC Bayern München am 22 09 2018 in der Veltins Are
Leon Goretzka wird vor allem für seine enorme Laufarbeit geschätzt. Er hilft in der Defensive aus, taucht aber immer wieder überraschend im gegnerischen Strafraum auf. Gerade diese späten Vorstöße machen ihn aus und sorgen regelmäßig für Tore aus dem Mittelfeld. © IMAGO / Revierfoto
DFB-Pokal Finale: Bayern Muenchen - Bayer Leverkusen, 04.07.2020 Jubel, bejubelt, jubeln, Freude, Emotion, bejubeln
Jubel nach dem gewonnenen DFB-Pokal im Bayern-Trikot. Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene unterstrichen seinen sportlichen Wert, auch in Phasen interner Diskussionen. © IMAGO / Poolfoto
Sport Bilder des Tages 12.10.2022, Fussball UEFA Championsleague 2022/2023: Vorrunde 4.Spieltag, Viktoria Pilsen - FC Bayern
Torjubel nach seinem Tor in der Vorrunde der Champions League gegen Victoria Pilsen. Solche Momente stärkten früh seine sportliche Position, änderten aber nichts daran, dass seine Rolle regelmäßig neu bewertet wurde.  © IMAGO / MIS
Torjubel Leon GORETZKA (Bayern Muenchen) mit Serge GNABRY (FC Bayern Muenchen), Jubel,Freude,Bege
Beim 6:2-Sieg gegen den 1. FSV Mainz in der Saison 22/23 zeigt sich nicht nur pure Freude, sondern auch, wie fest Goretzka mittlerweile in die Mannschaft integriert ist – seine enge Verbindung zu den Teamkollegen spiegelt sich in solchen emotionalen Jubelmomenten wider. © IMAGO/Sven Simon
Leon Goretzka FC Bayern Verletzung verletzt muss vom Platz mit Mannschaftsarzt Dr Hans Wil
Immer wieder plagen den Mittelfeldspieler in seiner früheren Zeit bei den Bayern jedoch Verletzungen. © IMAGO / Michael Weber
Fussball 1.Bundesliga, SC Freiburg - FC Bayern München
Verletzungsbedingte Auswechslung während eines Ligaspiels. Rückschläge wie dieser beeinflussten nicht nur seine Einsatzzeiten, sondern auch die Bewertung seiner sportlichen Zukunft. © IMAGO / Jan Huebner
Die Fanbindung von Leon Goretzka ist ambivalent: Applaus für gute Leistung, kritische Blicke nach schwächeren Spielen.
Die Fanbindung von Leon Goretzka ist dabei stets ambivalent: Applaus für gute Leistung, kritische Blicke nach schwächeren Spielen. © IMAGO/Paul Fritz
FC Internazionale - Fc Bayern München
Immer wieder gerät Goretzka in die Kritik und Transfergerüchte werden um ihn herum laut. Er muss sich seinen Platz erspielen und -kämpfen. ©  IMAGO / Marco Canoniero
Bundesliga Mönchengladbach - Bayern München
Leon Goretzka (rechts) gratuliert Raphael Guerreiro (links) nach dessen Tor zum 0:2 im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach am 25. Oktober 2025. Der Jubel zeigt die Teamdynamik und den Zusammenhalt des FC Bayern in dieser Bundesliga-Saison. © IMAGO / Claus Bergmann
Bayerns 8 Leon GORETZKA und Trainer Vincent KOMPANY. Fussball Bayern-Mainz 3:0. 1.Fußball Bundesliga, FC Bayern München
Leon Goretzka (links) steht zusammen mit Trainer Vincent Kompany (rechts) während des Bundesliga-Spiels des FC Bayern gegen den 1. FSV Mainz 05 am 26. April 2025 in der Allianz Arena. Beim 3:0-Sieg zeigt sich Goretzkas enge Verbindung zum Trainerteam.  © IMAGO / Oryk HAIST
Goretzka bei Auswechslung 06.12.25 VfB Stuttgart - FC Bayern München
Leon Goretzka (links) schlägt nach seiner Auswechslung beim Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart am 6. Dezember 2025 mit Trainer Vincent Kompany (rechts) ein. Kompany ist offenbar mit den Leistungen zufrieden mit seiner Leistung. Unangefochtener Stammspieler ist er aber auch unter Kompany nicht.  © IMAGO / Sportfoto Rudel
FC Arsenal vs. FC Bayern Muenchen, Fussball, UEFA Champions League, Spieltag 5, Spielzeit 2025/2026, 26.11.2025
Leon Goretzka (links) steht am Spielfeldrand beim Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal am 26. November 2025 in London. Auch abseits des Platzes zeigt sich seine Präsenz und enge Einbindung ins Team während eines intensiven internationalen Duells. © IMAGO/Eibner
Anfang Dezember gegen den Vfl Stuttgart sitzt Goretzka (2. v. li.) erst auf der Bank mit (von rechts): Tom Bischof, Manuel Neuer, Sven Ulreich. Er wird aber nach 61 Spielminuten ausgewechselt.
Anfang Dezember gegen den VfB Stuttgart sitzt Goretzka (2. v. li.) auf der Bank. Er wurde nach 61 Spielminuten ausgewechselt. © IMAGO / MIS
9.12.2025 FC Bayern München - Sporting Lissabon
Liegt Goretzkas Karriere beim FC Bayern schon am Boden oder gibt es noch eine Chance für ihn? Wie beim Spiel gegen Sporting Lissabon, wo die Münchner das Spiel nach einem Rückstand noch drehen konnten. © IMAGO/Revierfoto
Abschlusstraining, FC Bayern Muenchen, Fussball, UEFA Champions League, Liga-Phase, 6. Spieltag, Saison 2025/2026, 08.12.2025
Training an der Säbener Straße während einer intensiven Saisonphase. Gerade in Zeiten offener Vertragsfragen rückten seine Leistungen besonders in den Fokus. © IMAGO / Eibner
Schafft es Leon Goretzka erneut sich mit Trainings- und Spielleistungen eine Verlängerung beim FC Bayern erkämpfen?
Schafft es Leon Goretzka erneut, sich mit Trainings- und Spielleistungen eine Verlängerung beim FC Bayern erkämpfen? © IMAGO / Lackovic
14.12.2025.2025, Fussball Bundesliga FC Bayern - 1. FSV Mainz
Leon Goretzka bei der adventlichen Schlusszeremonie nach dem Bundesliga-Spiel gegen Mainz. Während er die festliche Stimmung mit Teamkollegen genießt, bleibt weiter offen, ob unter seinem Weihnachtsbaum nicht doch vielleicht eine sportliche Zukunft in München liegt. © IMAGO/MIS
FC Bayern München Goretzka
Es bleibt ein großes Fragezeichen hinter der Zukunft von Leon Goretzka beim FC Bayern. Im Sommer 2026 läuft sein Vertrag aus. Nahezu alle Fotos mit Vereinsbezug hat er auf den sozialen Medien gelöscht. Im Sommer wird sich spätestens entscheiden, wie es bei ihm weitergeht.  © IMAGO / Ulrich Wagner

Kapitän Rudi Grosser, der jüngere Bruder des bekannteren Peter, spielte von 1963 bis 1967 in der 1. Mannschaft des FC Bayern. Als Ergänzungsspieler gehörte er zu der Mannschaft, die 1965 in die Bundesliga aufstieg, zweimal den DFB-Pokal (1966 und 1967) und 1967 den Europapokal der Pokalsieger gewann. Von 1974 bis 1977 schnürte er noch einmal die Fußballschuhe für die Bayern Amateure.

Toni Schrobenhauser: Jugendnationaltorwart; von 1977-1979 dritter Torwart hinter Sepp Maier und Walter Junghans. Den älteren Bayernfans sicherlich wesentlich bekannter als Hubertus Licht.

Edi Kirschner spielte von 1976 bis 1978 sowohl bei den Profis als auch bei den Amateuren.

Gerd Müller rettete die Bayern-Profis

Dagegen spielte bei den Profis des heutigen Rekordmeisters unter anderem Kjeld Seneca, welcher es im Zeitraum 1975-77 auf lediglich sechs BL-Spiele für den FCB brachte, obwohl er zu der Zeit dänischer Nationalspieler war. Für den Torschützen des fünften Profi-Tores, Reiner Künkel waren die zweieinhalb Jahre beim FC Bayern (Januar 1976-78) die einzigen Spielzeiten, in welchen er erstklassig spielte.

Hätte nicht Gerd Müller trotz starker Bandscheiben-Beschwerden seinen unnachahmlichen Torriecher bewiesen, wäre eine Blamage für den frisch gekürten Weltpokalsieger absolut im Bereich des Möglichen gewesen. Und zwar eine, die in Anbetracht der damaligen Umstände bzw. Aufstellungen sogar hausgemacht gewesen wäre.

Verrückte Fußballzeiten und das Ende einer großartigen Ära

Am darauffolgenden Tag, einem Sonntag, mussten die Profis übrigens bei einem Hallenfußballturnier antreten, wo sie nach Niederlagen gegen den MSV Duisburg, Fortuna Düsseldorf und RW Essen den letzten Platz belegten. Weitere zwei Tage später verloren Beckenbauer & Co. in Israel ein Freundschaftsspiel gegen die dortige Nationalmannschaft mit 0:2.

Der rasante Aufstieg von Lennart Karl beim FC Bayern

Karl beim hallenturnier
Bevor Lennart Karl (r.) für den FC Bayern spielt, ist er unter anderem für die Jugend von Eintracht Frankfurt unterwegs. Im Jahr 2022 geht es dann erst zurück zu seinem ersten Klub Vicotria Aschaffenburg, im gleichen Jahr wechselt er in die Jugendabteilung der Bayern.  © Baur/ Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de
Karl in der U17.
Spätestens in der letzten Saison geht sein Stern endgültig auf. Für die U17 überragt er mit 27 Toren und elf Vorlagen und auch in der U19 kann er im Alter von nur 16 Jahren brillieren.  © IMAGO/Kirchner-Media/Thomas Haesler
Karl gegen Barcelona.
In der Youth League darf sich Karl schon mit anderen großen Jugendabteilungen messen. Unter anderem gehören der FC Barcelona und Inter Mailand zu den Gegnern von Karl. © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg
Sane und Karl.
Bei den Profis darf sich der Bayern-Youngster immer wieder im Training zeigen. Auch von Leroy Sané (l.) lernt Karl.  © IMAGO/Ulrich Wagner
Müller und Karl.
Und auch bei den letzten Monaten von Thomas Müller (l.) im Bayern-Dress ist das Supertalent hautnah dabei. Einige Male darf Karl sogar Kader-Luft schnappen, ohne dabei allerdings eingesetzt zu werden.  © IMAGO/Markus Ulmer
Sane und Karl bei der Meisterfeier.
Bei der Meisterfeier des FC Bayern darf Karl dann aber mittendrin statt nur dabei sein. Der 17-Jährige traut sich sogar, Sane eine Bierdusche zu verpassen.  © IMAGO/Mladen Lackovic
Karl und Pavlovic.
Auch eine Medaille erhält das große Talent. Zusammen mit Aleksandar Pavlović (r.) bestaunt er die Miniatur-Meisterschale.  © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl
Karl gegen Auckland.
In der Saisonvorbereitung darf Karl mit in die USA reisen. Beim Club World Cup darf Karl sogar seine ersten Pflichtspielminuten für den FC Bayern bejubeln.  © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg
Karl beim Club World Cup.
Große Akzente kann Karl beim 10:0 gegen die überforderten Amateure von Auckland City allerdings nicht setzen. Trotzdem kann er wichtige Spielpraxis sammeln.  © IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Goldberg
Karl gegen Boca Juniors.
Danach kommt aber kein Einsatz in den USA mehr hinzu. Viele Fans und Experten kritisieren Kompany für seine konservativen Aufstellungen und die geringe Einsatzzeit der großen Talente. © IMAGO/Marco Bader
Karl gegen Tottenham.
Ein erstes Ausrufezeichen setzt Karl beim Testspiel gegen Tottenham. Der Youngster trifft zum 3:0 und darf seinen ersten Treffer für den FC Bayern bejubeln.  © IMAGO/David Inderlied
Kompany und Karl.
Karl zeigt sich angesichts seiner Vorbereitung selbstbewusst und ehrgeizig. „Nicht jeder kann immer direkt ein Bayern-Spieler werden. Einige wollen aber direkt spielen. Wir werden ihnen einige Chancen geben“, bremst Vincent Kompany.  © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Karl gegen Stuttgart.
Im Supercup gegen den VfB Stuttgart darf Karl in der Schlussphase zumindest einige Einsatzsekunden sammeln. Ein weiterer Schritt in seiner Entwicklung.  © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Memmler
Karl feiert den Supercup-Sieg.
Am Ende gibt es zwar nicht viel Einsatzzeit, trotzdem darf Karl den nächsten Profi-Titel bejubeln. Doch er will natürlich mehr. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
Karl vor Leipzig.
Beim Bundesliga-Saisonauftakt gegen RB Leipzig steht Karl im Kader und darf auf den ersten Einsatz in Deutschlands höchster Spielklasse hoffen. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Heike Feiner
Karl gegen Leipzig eingewechselt.
Und den gibt es dann auch. Beim Stand von 4:0 wird der 17-Jährige in der 68. Minute für Serge Gnabry eingewechselt und darf auf dem Platz miterleben, wie Harry Kane noch das 5:0 und 6:0 erzielt. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Karl gegen Wiesbaden.
Im DFB-Pokal folgt dann der erste Startelfeinsatz für Karl. Gegen Wehen Wiesbaden kann allerdings kaum ein Bayern-Star überzeugen und am Ende schafft es der Rekordmeister nur durch einen Last-Minute-Treffer von Kane zum 3:2 in die nächste Runde. Kein optimaler Abend, um Werbung für sich zu machen.  © IMAGO/Marco Steinbrenner/DeFodi Images
Kane und Karl jubeln gemeinsam.
Gegen Hoffenheim darf Karl am 4. Spieltag in der Bundesliga auch endlich starten. Auch hier tun sich die Bayern erst einmal extrem schwer. Doch Harry Kane erzielt kurz vor der Pause das 1:0 – nach einer Ecke des Bayern-Talents. Sein erster Scorer-Punkt. © IMAGO/Markus Ulmer
Karl gegen Brügge.
Nach einigen Wochen mit schwankenden Leistungen und wechselhaften Einsatzzeiten darf Karl gegen Brügge seinen ersten Champions-League-Treffer bejubeln. Bereits in der 5. Minute trifft er zum 1:0. © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
Karl gegen Gladbach.
Am darauffolgenden Wochenende darf der Youngster zwar nicht gegen Gladbach starten, kann nach seiner Einwechslung allerdings überzeugen und erzielt den 3:0-Endstand per Traumtor.  © IMAGO/Heiko Blatterspiel
Karl bei der U21.
Viele fordern Karl danach schon für die A-Nationalmannschaft, allerdings muss er erst einmal zur U21. Dort brilliert er zusammen mit seinem Bayern-Kollegen Tom Bischof.  © IMAGO/Sebastian Räppold/Matthias Koch
Karl gegen Freiburg.
Gegen den SC Freiburg legte Karl seinen bis dato besten Auftritt im Bayern-Dress hin. Nicht nur aufgrund seines Tores und seines Assists schaffte es das Bayern-Supertalent sogar in die Kicker-Elf des Spieltags. © IMAGO/Mladen Lackovic
Karl sitzt gegen Freiburg.
Sogar Vergleiche mit Lionel Messi werden laut. Doch Karl bleibt am Boden: „Natürlich darf man mich mit Messi vergleichen, das sagen sehr viele. Ich finde aber nicht, dass man mich mit Messi vergleichen kann. Messi ist ganz oben, dahin habe ich noch einen langen Weg. Messi ist mein Vorbild.“ © IMAGO/Bernd Feil/M.i.S.
Im Verlauf der Saison bekommt Karl regelmäßig Spielzeit, obwohl der zuvor lange verletzte Jamal Musiala zurückkehrt. Der Teenager kann weiter überzeugen, glänzt unter anderem im Champions-League-Achtelfinale gegen Atalanta Bergamo mit einem Tor und einem Assist.
Im Verlauf der Saison bekommt Karl regelmäßig Spielzeit, obwohl der zuvor lange verletzte Jamal Musiala zurückkehrt. Der Teenager kann weiter überzeugen, glänzt unter anderem im Champions-League-Achtelfinale gegen Atalanta Bergamo mit einem Tor und einem Assist. © IMAGO
Grund genug für Julian Nagelsmann, um Karl zum ersten Mal zur Nationalmannschaft einzuladen – wenige Wochen nach dessen 18. Geburtstag. Nagelsmann: „Er soll seine jugendliche Unbekümmertheit mitbringen. Er soll keine Wunderdinge zeigen, einfach das, was er auch bei Bayern zeigt.“
Grund genug für Julian Nagelsmann, um Karl zum ersten Mal zur Nationalmannschaft einzuladen – wenige Wochen nach dessen 18. Geburtstag. Nagelsmann: „Er soll seine jugendliche Unbekümmertheit mitbringen. Er soll keine Wunderdinge zeigen, einfach das, was er auch bei Bayern zeigt.“  © IMAGO/Jürgen Kessler

Die meisten alten Recken der international erfolgreichsten Epoche der FCB-Historie waren zu jener Zeit bereits über ihren Leistungszenit hinaus. Nur ein paar Wochen später schied der FC Bayern im Pokal bei der Berliner Hertha mit 2:4 n.V. aus, kurz darauf folgte auch das Aus im Europapokal der Landesmeister, den man zwischen 1974 und 1976 dominiert hatte. Nach großem Kampf musste man sich Dynamo Kiew mit 1:0 und 0:2 beugen.

Am Saisonende rettete man sich mit einem 7. Tabellenplatz in der Bundesliga gerade noch in den UEFA-Cup, Franz Beckenbauer wechselte zu Cosmos New York. Dieses 5:3 gegen die eigenen Amateure war bereits mehr als ein Vorbote für die magerste Bayern-Periode des vergangenen halben Jahrhunderts.

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