SGE-Kaderplanung

Eintracht offenbar einig mit Neuzugang – französischer Klub lehnt erstes Angebot ab

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Eintracht Frankfurt sucht weiter nach Verstärkungen für die anstehende Saison und scheint in Frankreich fündig geworden zu sein.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt bastelt weiter fleißig am Kader für die Saison 2023/24. Zuletzt schlug Markus Krösche gleich mehrfach auf dem Transfermarkt zu. Mit Ellyes Skhiri, der ablösefrei vom 1. FC Köln an den Main wechselt und Robin Koch, der per Leihe von Premier League-Absteiger Leeds United kommt, hat der Sportchef zwei Führungsspieler verpflichtet. Außerdem kam mit Jessic Ngankam ein hoffnungsvoller Angreifer von Hertha BSC an den Main.

Niels Nkounkou
Geboren:1. November 2000 (Alter 22 Jahre), Pontoise, Frankreich
Verein:AS St.-Etienne
Position:Linksverteidiger

Eintracht Frankfurt treibt Kaderplanung voran

Die Planungen der SGE sind aber längst nicht abgeschlossen. „Wir haben eine gute Mischung im Kader und haben uns auch mit Führungsspielern verstärkt. Jetzt sind wir gut vorbereitet. Es wird noch das eine oder andere auf dem Transfermarkt passieren, das müssen wir abwarten“, bestätigte Sportchef Krösche.

Eine Position, auf der Eintracht Frankfurt nachlegen will, ist die des Linksverteidigers. Christopher Lenz ist verletzungsanfällig und zeigte in der vergangenen Saison keine konstant starken Leistungen. Deshalb soll ein Ersatz für den ehemaligen Spieler von Union Berlin her, der die SGE bis zum Ende der Transferphase noch verlassen könnte.

Niels Nkounkou ist offenbar mit der SGE einig.

Nach Informationen der französischen Tageszeitung Le Progres hat Eintracht Frankfurt Niels Nkounkou im Visier. Der Linksverteidiger steht derzeit beim französischen Zweitligisten AS St.-Etienne unter Vertrag, würde offenbar aber gerne zur SGE wechseln. Mit dem Spieler sollen sich die Adler bereits einig sein. Eine Einigung mit St.-Etienne steht dagegen noch aus.

Eintracht Frankfurt offenbar einig mit Nkounko

Nkounko, der Philipp Max auf der linken Seite herausfordern soll, hat noch einen Vertrag bis 2026 und weist einen Marktwert in Höhe von fünf Millionen Euro auf. Das erste Angebot der Eintracht soll sich auf sechs Millionen Euro inklusive Bonus belaufen haben, St.-Etienne lehnte es aber ab. Die Franzosen pochen auf eine höhere Ablöse.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

In der vergangenen Saison kam der aktuelle U21-Nationalspieler Frankreichs wettbewerbsübergreifend auf 38 Pflichtspieleinsätze, in denen ihm sechs Treffer und neun Vorlagen gelangen. In der Hinrunde war er noch für den englischen Klub Cardiff City aktiv, bevor es im Januar dieses Jahres nach St.-Etienne ging. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Sebastian Frej

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