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Nach langen Debatten steht nun fest: Der Eiskanal in Cortina d‘Ampezzo wird für die 25. Olympischen Winterspiele in Italien 2026 neu gebaut.
Cortina d’Ampezzo/Rom – Der Eiskanal für die Bob-, Rodel- und Skeleton-Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien soll nun doch in Cortina d’Ampezzo in der Region Venetien gebaut werden. Italiens Regierung hat am heutigen Mittag grünes Licht für den Neubau der Sportanlage in den Dolomiten für Olympia 2026 gegeben, wie unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet.
Die von der Regierung Italiens mit dem Bau der Olympia-Infrastrukturen beauftragte Gesellschaft Simico erteilte dem Bauunternehmen Pizzarotti den Auftrag zum Bau des Eiskanals, teilte das Infrastrukturministerium am Freitag in Rom mit. Aktuellen Angaben zufolge dürften sich die Kosten für den neuen Eiskanal auf rund 81,6 Millionen Euro belaufen. Durch den Bau des Eiskanals will Italien verhindern, dass die Austragung der 25. Olympischen Winterspiele, für die Italien 2026 ernannt worden ist, doch noch ins Ausland ausgelagert wird.
Wirbel in Südtirol: Neubau des Eiskanals in Cortina d‘Ampezzo für Olympia 2026 wurde lange diskutiert
Dem Bau gingen langanhaltende Diskussionen voraus. Nachdem die Ausrichtung der 25. Olympischen Winterspiele vor fünf Jahren an die Austragungsorte Mailand und Cortina d’Ampezzo ging, hatten die Organisatoren zunächst keinen Eiskanal präsentiert, in dem die Bob-, Rodel- und Skeleton-Wettbewerbe bei Olympia 2026 hätten stattfinden können.
Aufgrund der hohen Kosten für einen Neubau und einer ungesicherten Nutzung nach dem Ende der Winterspiele, wurde darüber nachgedacht, die Austragung ins Ausland zu verlegen. Unter anderem das Internationale Olympische Komitee (IOC) plädierte dafür.
Es wäre das erste Mal in der mehr als 100-jährigen Geschichte der Winter-Olympiade gewesen, dass Wettbewerbe letztendlich nicht im eigentlich vorgesehenen Gastgeberland ausgetragen werden.
Olympia 2026: Italien will unbedingt an der Austragung festhalten
Die italienische Regierung hielt jedoch unnachgiebig an der Austragung in Mailand und Cortina d’Ampezzo fest. Infrastrukturminister Matteo Salvini und Sportminister Andrea Abodi zeigten sich am Freitag erfreut darüber, dass das Unternehmen Pizzarotti den Bau des Eiskanals für die Olympischen Winterspiele ausführen wird.
Die Entscheidung zeige die Entschlossenheit der italienischen Regierung, alle Arbeiten für die Spiele auf bestmögliche Weise und vor allem in Italien durchzuführen, hieß es in der Olympia-Mitteilung der italienischen Regierung. (Fabian Hartmann)
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