Bekommt Eintracht Frankfurt Elye Wahi noch in die Spur?
VonChristopher Michel
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Eintracht Frankfurt hat für Elye Wahi viel Geld bezahlt. Der Franzose konnte die Summe noch nicht mit Leistung untermauern. Wie geht es weiter?
Frankfurt – Ist es nur noch das Prinzip Hoffnung? Oder glaubt Eintracht Frankfurt tatsächlich noch an den Durchbruch von Elye Wahi? Im Gesamtpaket rund 26 Millionen Euro flossen für den Angreifer im vergangenen Winter an Olympique Marseille. Die damit einhergehende Erwartungshaltung als Nachfolger von Omar Marmoush konnte der 22-Jährige bislang noch nicht ansatzweise erfüllen.
Wahi hat insgesamt erst 469 Pflichtspielminuten auf dem Platz verbracht. Seinen bislang einzigen Treffer markierte er im Pokalspiel gegen den Oberligisten FV Engers (5:0). Drei Assists, wovon der beim 5:1-Erfolg in der Champions League gegen Galatasaray Istanbul am spektakulärsten war, sind auf dem Papier zumindest noch in Ordnung. Insgesamt aber blitzt das vorhandene Potenzial zu selten auf.
Wahi kann bei der Eintracht nur punktuell überzeugen
Das Problem: Wahi fühlt sich vor allem in einer Doppelspitze wohl. Diese hat Trainer Dino Toppmöller quasi ausgeschlossen. Jonathan Burkardt ist als Königstransfer der Platzhirsch. Er hat bereits fünfmal getroffen und einmal assistiert. Von einer solchen Quote ist Wahi weit entfernt. Vor allem sein Jokereinsatz in Mönchengladbach (6:4) war enttäuschend.
Sportdirektor Timmo Hardung wählte seine Worte mit Bedacht: „In manchen Situationen musst du als Klub die Türen schließen und unser Team arbeiten lassen. Wir haben den Job, Spieler besser zu machen. Jeder trägt seinen Teil dazu bei.“ Er gab jedoch zu: „Elye hat bisher nicht die glücklichsten Auftritte hingelegt.“
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In der Tat hängt nicht alles von Wahi alleine ab. So verpasste es Ansgar Knauff am zweiten Spieltag bei einem Konter in Hoffenheim (3:1) den richtigen Moment, das Leder nur noch querzulegen. Allerdings vergab Wahi auch schon zwei Großchancen. Bei der TSG konnte er das Leder aus kurzer Distanz nicht mehr über die Linie drücken, gegen Union Berlin (3:4) zielte er knapp am Pfosten vorbei.
„Wir müssen ihn in die Position bringen, Tore für uns zu schießen. Er ist Stürmer und da ist dieser Faktor nicht ganz so unwichtig“, nahm Hardung alle Parteien in die Pflicht. Ob Toppmöller das Puzzleteilchen Wahi noch gewinnbringend eingefügt bekommt? In knapp zwei Monaten öffnet das Winter-Transferfenster. Bis dahin gilt es für Wahi, zu liefern und Argumente für sich zu sammeln.