VonKorbinian Kothnyschließen
Die deutschen Fußball-Frauen treffen im Klassiker auf England. Für Giulia Gwinn ist die Partie aus mehrfacher Hinsicht besonders.
London – Es ist in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Länderspiel, wenn die deutsche Frauen-Nationalmannschaft am Freitagabend auf England trifft (alle TV-Infos zum Spiel). Der offensichtlichste Grund: Die Partie im Mutterland des Fußballs soll der Start in eine neue Ära beim DFB sein.
Wück mit Personalproblemen bei Debüt
Horst Hrubesch ist Geschichte, Christian Wück übernimmt. Nach dem Gewinn der Bronze-Medaille bei Olympia steht die deutsche Frauen-Nationalmannschaft vor einem Umbruch – nicht nur auf der Position des Cheftrainers.
In Alexandra Popp ist die Top-Stürmerin zurückgetreten und Lea Schüller wegen Knieproblemen abgereist. Dazu plagen den neuen Bundestrainer der deutschen Fußballerinnen vor seinem Debüt im Klassiker gegen Europameister England große Sorgen in der Defensive. Beim Aufbruch in die neue Ära muss der Coach ein paar Umwege nehmen, um Stolperfallen zu vermeiden.
Wird Giulia Gwinn die neue DFB-Kapitänin?
Vor allem als Nachfolgerin der langjährigen Kapitänin Popp sind deshalb neue Anführerinnen gesucht. Häufig genannt wird hier vor allem Giulia Gwinn vom FC Bayern, heiß gehandelt auch als feste Kapitänin.
Gwinn ist eine der populärsten DFB-Spielerinnen, sprachgewandt und übernimmt bereits bei Elfmetern die Verantwortung. Gegen England schickt Wück die 25 Jahre alte Außenverteidigerin als Kapitänin aufs Feld – und danach? Für die 25-Jährige ist das Spiel allein schon aufgrund des Kapitänsamtes ein Besonderes. Zwar führte Gwinn Deutschland schon des Öfteren aufs Feld, bislang allerdings immer nur als Ersatz von Popp.
Giulia Gwinn freut sich auf das Spiel in Wembley
Doch nicht nur das Kapitänsamt macht das Spiel für den Bayern-Star so besonders. Auf Instagram postete die 25-Jährige ein Foto von sich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel, bei dem sie aus dem Grinsen gar nicht mehr herauszukommen scheint. Der Grund findet sich in ihrer Caption. Dort schreibt sie: „Hat jemand Wembley gesagt?“, garniert mit einem lächelnden Herz-Emoji.
Dabei hat die deutsche Frauen-Nationalmannschaft an den Fußball-Tempel schlechthin gar nicht so gute Erinnerungen. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Nationen in Wembley war beim EM-Finale 2022. Deutschland verlor damals unglücklich in der Verlängerung. Eine Userin bringt es deswegen unter dem Bild von Gwinn auf den Punkt und schreibt: „Wir haben ja noch eine Rechnung mit den Engländerinnen offen … Ich glaub’ ganz fest an euch“. Giulia Gwinn an ihre Mädels bestimmt auch … (kk/dpa)
Rubriklistenbild: © Instagram @ giuliagwinn / dfb

