Nach historischem WM-Aus: DFB-Kapitänin Popp mit emotionalen Worten
VonKorbinian Kothny
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Nach dem WM-Aus war über einen Rücktritt von DFB-Kapitänin Alex Popp spekuliert worden. Jetzt meldete sich die 32-Jährige mit emotionalen Worten.
München – Mal wieder bleibt Deutschland bei einem Fußball-Großereignis in der K.o.-Phase nur die Rolle des Zuschauers. Nachdem die Männer bereits 2018 und 2022 in der Gruppenphase gescheitert waren und der DFB mittlerweile nur noch ein Schatten früherer Tage ist, erlebten auch die Frauen bei der WM in Australien und Neuseeland ihr historisches Debakel.
Alexandra Popp
Geboren:
6. April 1991 (32 Jahre alt) in Witten
aktueller Verein:
VfL Wolfsburg
Länderspiele (Tore):
131 (66)
Nach WM-Aus: Popp sucht Abstand zur Öffentlichkeit
In Gruppe H mit Kolumbien, Marokko und Südkorea belegte die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg lediglich Platz drei und erreichte zum ersten Mal in der WM-Geschichte nicht die K.o-Spiele. Das Asien-Trauma des DFB ist damit perfekt.
Eine der wenigen Lichtblicke bei der WM war mal wieder Alex Popp. Die DFB-Kapitänin ging mit vier Treffern in drei Spielen voran und war wohl die beste deutsche Spielerin in Australien. Auch die 32-Jährige war nach dem überraschend frühen Aus zunächst sprachlos und suchte in den Tagen danach erstmal den Abstand zur Öffentlichkeit – während der gesamte DFB-Tross Probleme bei der Abreise hatte.
Popp und Voss-Tecklenurg machen weiter – und wollen wiederkommen
Am Sonntag brach die Stürmerin des VfL Wolfsburg auf Instagram aber ihr Schweigen und wendete sich mit einem emotionalen Statement an ihre Follower: „Vielen Dank an alle Fans, die uns hinterher gereist und unterstützt haben. Ebenso Danke an alle, die zu Hause vor dem Fernseher die Daumen gedrückt und mit uns gefiebert haben. Wir werden aufstehen und wiederkommen.“
Nach dem WM-Aus war unter anderem auch die Frage aufgekommen, ob die 32-Jährige im Trikot mit dem Adler auf der Brust weitermacht. Etwaigen Rücktrittsgedanken schob Popp mit dem Statement jetzt aber einen klaren Riegel vor. Viel mehr möchte die Spielführerin mit Deutschland wieder angreifen – genauso wie Bundestrainerin Voss-Tecklenburg.
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Das nächste Ziel der DFB-Frauen ist dabei die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris. Am 22. September trifft die Nationalmannschaft im Rahmen der Nations League, über die die Qualifikation ausgespielt wird, auf Dänemark.