Schweinsteiger, Robben, Eberl

FC Bayern sucht Brazzo-Nachfolger: Spektakuläre Namen auf Kandidaten-Liste

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Der FC Bayern ist auf der Suche nach einem Nachfolger des entlassenen Hasan Salihamidzic. Die Kandidaten-Liste im Überblick.

München – Der FC Bayern hat unmittelbar nach dem nicht mehr für möglich gehaltenen Meistertitel Tabula rasa in der Vorstandsetage gemacht, Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic wurden entlassen. Mit Jan-Christian Dreesen wurde direkt ein Kahn-Nachfolger als Vorstandsvorsitzender ernannt. Der Posten von Salihamidzic ist vakant. Die Bayern müssen einen Brazzo-Nachfolger suchen – die Kandidaten-Liste ist prominent besetzt.

Hasan Salihamidzic
Geboren:1. Januar 1977 (Alter 46 Jahre), Jablanica, Bosnien-Herzegowina
Position beim FC Bayern:Sportvorstand (2020-2023), Sportdirektor (2017-2020)
Spiele für den FC Bayern:365 Spiele (47 Tore, 53 Vorlagen)

Salihamdizic beim FC Bayern entlassen: Wer wird Brazzo-Nachfolger?

Im Gegensatz zu Oliver Kahn, der im Unfrieden gegangen ist, erfolgte die Trennung von Hasan Salihamidzic einvernehmlich. Brazzo, genannt das Bürschchen, will ein Freund des FC Bayern bleiben und durfte sich in einer emotionalen Abschiedsrede von der Mannschaft verabschieden.

Der Ex-Profi wurde im Sommer 2017 Sportdirektor beim FC Bayern und stieg drei Jahre später zum Sportvorstand auf. Unter seiner Leitung feierten die Münchner große Erfolge, insbesondere 2020 das Triple. Allerdings gab der 46-jährige Bosnier in der Öffentlichkeit oft eine unglückliche Figur ab und stand wegen seiner Personalentscheidungen in der Kritik – zudem zeigt die Statistik die tiefrote Transferbilanz des Ex-Bayern-Bosses.

Schweinsteiger, Robben und Eberl sind Kandidaten als Brazzo-Nachfolger beim FC Bayern.

Schweinsteiger, Robben, Eberl: FC Bayern sucht Brazzo-Nachfolger

Es liegt also viel Arbeit und Verbesserungspotenzial vor dem neuen starken Mann im sportlichen Bereich. Präsident Herbert Hainer hat bereits „ein großes Kaliber“ als Brazzo-Nachfolger angekündigt. Wie groß, wird sich zeigen müssen. Wir fassen die Kandidaten-Liste in einer Übersicht zusammen:

Max Eberl (Geschäftsführer RB Leipzig) – der Wunschkandidat

Max Eberl war schon vor geraumer Zeit beim FC Bayern im Gespräch – doch irgendwie scheint der Zeitpunkt nie richtig zu passen. Der Ex-Gladbacher hat erst Ende letzten Jahres einen langfristigen Vertrag bis 2026 bei Bundesliga-Konkurrent RB Leipzig unterschrieben. Einen Abgang aus Leipzig nach nur sechs Monaten aber könne Eberl „auf keinen Fall bringen“, meinte FCB-Legende Lothar Matthäus: „Dann ist er in der Fußballbranche bei so ziemlich jedem unten durch.“ 

Dabei würde Eberl als gebürtiger Niederbayer und ehemaliger FCB-Jugendspieler (ein Bundesligaspiel für die Profis) perfekt ins Profil passen. Es soll sogar offenbar ein Treffen zwischen dem FC Bayern und Eberl gegeben haben.

Die größten Flop-Transfers des FC Bayern München

Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. 
Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinen Jugendverein São Paulo zurück.
Breno, von Januar 2008 bis 2012 beim FC Bayern, 12 Millionen Euro Ablöse, 33 Spiele für den FC Bayern. Im Winter 2008 kam der hochtalentierte Innenverteidiger für eine beachtliche Ablösesumme vom FC São Paulo nach München. Schwere Knieverletzungen warfen den Brasilianer immer wieder zurück. Nachdem er unter Alkohol- und Medikamenteneinfluss 2011 sein Haus in Grünwald in Brand setzte, wurde er zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner frühzeitigen Haftentlassung kehrte Breno zu seinem Jugendverein São Paulo zurück. © imago sportfotodienst
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern.
Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.
Edson Braafheid, von 2009 bis Januar 2011 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern. Als Wunschtransfer von Louis van Gaal an die Säbener Straße gekommen, fand sich der Niederländer meistens auf der Bank wieder. Wurde 2010 für ein halbes Jahr an Celtic Glasgow verliehen und verließ Anfang 2011 München ablösefrei in Richtung Hoffenheim.  © imago sportfotodienst
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. 
Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.
Danijel Pranjić, von 2009 bis 2012 beim FC Bayern, 7,7 Millionen Euro Ablöse, 85 Spiele für den FC Bayern. Für eine satte Ablöse wechselte der Kroate vom SC Heerenveen an die Säbener Straße. Genauso wie Braafheid ein Wunschtransfer von Louis van Gaal. Kam Pranjić unter dem Niederländer noch regelmäßig zum Einsatz, änderte sich dies in der Saison 2011/12 unter Jupp Heynckes. Der Vertrag wurde nicht verlängert und der Außenverteidiger verließ ablösefrei den Verein zu Sporting Lissabon. Ein sattes Minusgeschäft für den FC Bayern.  © imago sportfotodienst
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern.
Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen.
Landon Donovan, von Januar bis März 2009 beim FC Bayern, ausgeliehen, 7 Einsätze (kein Tor) für den FC Bayern. Ausgeliehen von LA Galaxy während der Klinsmann-Ära, konnte der US-Boy auch im zweiten Anlauf in Deutschland nicht durchstarten (zuvor bei Bayer Leverkusen). Die Verantwortlichen in München waren froh, dass sie keiner festen Verpflichtung zugestimmt hatten und so trennten sich die Wege schnell wieder. In den folgenden Jahren wurde Donovan von Los Angeles zweimal zum FC Everton ausgeliehen. Auch hier blieb es bei Kurzbeschäftigungen. © imago sportfotodienst
Vahid Hashemian, von 2004 bis 2005 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 15 Spiele (ein Tor) für den FC Bayern. Mit der Empfehlung von 16 Bundesliga-Treffern in der Saison 2003/04 wechselte der Helikopter vom VfL Bochum nach München. Die Konkurrenz um Makaay, Pizarro und Santa Cruz war aber zu groß. Der einzige Treffer gelang dem Iraner im Pokal beim 7:0 über den SC Freiburg. Hashemian blieb zunächst in Deutschland und fand über Hannover den Weg nach Bochum zurück. 2012 beendete er seine Karriere.
Vahid Hashemian, von 2004 bis 2005 beim FC Bayern, 2 Millionen Euro Ablöse, 15 Spiele (ein Tor) für den FC Bayern. Mit der Empfehlung von 16 Bundesliga-Treffern in der Saison 2003/04 wechselte der Helikopter vom VfL Bochum nach München. Die Konkurrenz um Makaay, Pizarro und Santa Cruz war aber zu groß. Der einzige Treffer gelang dem Iraner im Pokal beim 7:0 über den SC Freiburg. Hashemian blieb zunächst in Deutschland und fand über Hannover den Weg nach Bochum zurück. 2012 beendete er seine Karriere.  © IMAGO/Sven Simon
Jan Kirchhoff, von 2013 bis Januar 2016 beim FC Bayern, ablösefrei, 12 Spiele für den FC Bayern. Der Innenverteidiger kam in München kaum zum Zug und wurde bereits nach einem halben Jahr zum FC Schalke 04 verliehen. Die eineinhalb Jahre bei den Knappen verliefen glücklos für Kirchhoff. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück. Nach der Rückkehr nach München lief es wenig besser und so wurde das Missverständnis aufgelöst und Kirchhoff für 1 Million Euro nach Sunderland verkauft. Mittlerweile hat der Innenverteidiger seine Karriere beendet.
Jan Kirchhoff, von 2013 bis Januar 2016 beim FC Bayern, ablösefrei, 12 Spiele für den FC Bayern. Der Innenverteidiger kam in München kaum zum Zug und wurde bereits nach einem halben Jahr zum FC Schalke 04 verliehen. Die eineinhalb Jahre bei den Knappen verliefen glücklos für Kirchhoff. Immer wieder warfen ihn Verletzungen zurück. Nach der Rückkehr nach München lief es wenig besser und so wurde das Missverständnis aufgelöst und Kirchhoff für 1 Million Euro nach Sunderland verkauft. Mittlerweile hat der Innenverteidiger seine Karriere beendet. © imago sportfotodienst
Fiete Arp, seit 2019 beim FC Bayern, 3 Millionen Euro Ablöse, ein Spiel für den FC Bayern (1. Mannschaft). Als neue deutsche Sturmhoffnung kam Fiete Arp 2019 vom Hamburger SV nach München. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler konnte nie wirklich Fuß fassen, kam meist nur in der zweiten Mannschaft zum Zug und wurde zwischenzeitlich mit mäßigem Erfolg nach Holstein Kiel verliehen.
Fiete Arp, seit 2019 beim FC Bayern, 3 Millionen Euro Ablöse, ein Spiel für den FC Bayern (1. Mannschaft). Als neue deutsche Sturmhoffnung wechselte Fiete Arp 2019 vom Hamburger SV nach München. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler konnte nie wirklich Fuß fassen, kam meist nur in der zweiten Mannschaft zum Zug und wurde zwischenzeitlich mit mäßigem Erfolg nach Holstein Kiel verliehen. © Frank Wenzel/Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de
Jan Schlaudraff, von 2007 bis 2008 beim FC Bayern, 1,2 Millionen Euro Ablöse, 14 Spiele (kein Tor) für den FC Bayern. In der Vorsaison schoss Schlaudraff die Bayern mit Alemannia Aachen noch aus dem Pokal, ein Jahr später lief er selbst im Dress des FCB auf. Das aber wenig erfolgreich. Es gelang ihm kein Treffer für die Profimannschaft. Im Anschluss hatte Schlaudraff eine erfolgreiche Zeit bei Hannover 96. Bei den Hannoveranern beendete er 2015 seine Karriere. Und die Bayern konnten immerhin 800.000 Euro Transferplus verzeichnen.
Jan Schlaudraff, von 2007 bis 2008 beim FC Bayern, 1,2 Millionen Euro Ablöse, 14 Spiele (kein Tor) für den FC Bayern. In der Vorsaison schoss Schlaudraff die Bayern mit Alemannia Aachen noch aus dem Pokal, ein Jahr lief er selbst im Dress des FCB auf. Das aber wenig erfolgreich. Es gelang ihm kein Treffer für die Profimannschaft. Im Anschluss hatte Schlaudraff eine erfolgreiche Zeit bei Hannover 96. Bei den Hannoveranern beendete er 2015 seine Karriere. Und die Bayern konnten immerhin 800.000 Euro Transferplus verzeichnen.  © imago sportfotodienst
Buona Sarr, seit 2020 beim FC Bayern, 8 Millionen Euro Ablöse, 26 Spiele für den FC Bayern. Der Senegalese wechselte von Olympique Marseille nach München und kam nie nur ansatzweise über die Rolle als Back-up hinaus. 2022 gewann der Rechtverteidiger mit den Senegal den Afrika-Cup und kam dort jedes Spiel über die volle Distanz zum Zug. Auch aufgrund Verletzungen konnte er an seine Nationalmannschafts-Leistungen beim FC Bayern nie bestätigen.
Buona Sarr, seit 2020 beim FC Bayern, 8 Millionen Euro Ablöse, 26 Spiele für den FC Bayern. Der Senegalese wechselte von Olympique Marseille nach München und kam nie nur ansatzweise über die Rolle als Back-ups hinaus. 2022 gewann der Rechtsverteidiger mit dem Senegal den Afrika-Cup und kam dort jedes Spiel über die volle Distanz zum Zug. Auch aufgrund Verletzungen konnte er an seine Nationalmannschafts-Leistungen beim FC Bayern nie anknüpfen. © via www.imago-images.de
José Ernesto Sosa, von 2007 bis 2010 beim FC Bayern, 9 Millionen Euro Ablöse, 53 Spiele (2 Tore) für den FC Bayern. Der Argentinier wechselte 2007 aus seinem Heimatland von Estudiantes nach München. Dorthin wurde er auch nach zwei Jahren wieder ausgeliehen. Richtig angekommen ist der Spielmacher in München nie, zu groß und abgezockt die interne Konkurrenz. Nach dem Abgang zum SSC Neapel folgten viele weitere Stationen, unter anderem spielte Sosa für namhafte Mannschaften wie den AC Mailand und Atlético Madrid.
José Ernesto Sosa, von 2007 bis 2010 beim FC Bayern, 9 Millionen Euro Ablöse, 53 Spiele (2 Tore) für den FC Bayern. Der Argentinier wechselte 2007 aus seinem Heimatland von Estudiantes nach München. Dorthin wurde er auch nach zwei Jahren wieder ausgeliehen. Richtig angekommen ist der Spielmacher in München nie, zu groß und abgezockt die interne Konkurrenz. Nach dem Abgang zum SSC Neapel folgten viele weitere Stationen, unter anderem spielte Sosa für namhafte Mannschaften wie den AC Mailand und Atlético Madrid.  © imago sportfotodienst
Andreas Görlitz, von 2004 bis 2011 beim FC Bayern, 2,5 Millionen Ablöse, 25 Spiele für den FC Bayern. Der Weilheimer kam 2004 vom frisch abgestiegenen Lokalrivalen 1860 München als die Außenverteidiger-Hoffnung Deutschlands zu den Bayern. Kurz nach dem Wechsel an die Säbener Straße folgte das Debüt für die DFB-Elf. Allerdings machten den talentierten Defensiv-Mann schwere Verletzungen einen Strich durch die Rechnung. Aus der großen Karriere wurde nichts und so verabschiedete sich Görlitz 2011 nach Ingolstadt.
Andreas Görlitz, von 2004 bis 2011 beim FC Bayern, 2,5 Millionen Ablöse, 25 Spiele für den FC Bayern. Der Weilheimer kam 2004 vom frisch abgestiegenen Lokalrivalen 1860 München als die Außenverteidiger-Hoffnung Deutschlands zu den Bayern. Kurz nach dem Wechsel an die Säbener Straße folgte das Debüt für die DFB-Elf. Allerdings machten dem talentierten Defensiv-Mann schwere Verletzungen einen Strich durch die Rechnung. Aus der großen Karriere wurde nichts und so verabschiedete sich Görlitz 2011 nach Ingolstadt.  © imago sportfotodienst
Tobias Rau, von 2003 bis 2005 beim FC Bayern, 2,25 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern. Als frischgebackener Nationalspieler kam Rau vom VfL Wolfsburg an die Säbener Straße. Aber auch er wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen und konnte im Star-Ensemble der Bayern keinen Stammplatz ergattern. So grüßte er mit seinem blonden Haar meist von der Tribüne. Mittlerweile ist der ehemalige Fußball-Profi als Lehrer tätig.
Tobias Rau, von 2003 bis 2005 beim FC Bayern, 2,25 Millionen Euro Ablöse, 19 Spiele für den FC Bayern. Als frischgebackener Nationalspieler kam Rau vom VfL Wolfsburg an die Säbener Straße. Aber auch er wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen und konnte im Star-Ensemble der Bayern keinen Stammplatz ergattern. So grüßte er mit seinem blonden Haar meist von der Tribüne. Mittlerweile ist der ehemalige Fußball-Profi als Lehrer tätig.  © IMAGO/Bernd Müller
Jean-Pierre Papin, von 1994 bis 1996 beim FC Bayern, 2,75 Millionen Euro (5,5 Millionen D-Mark) Ablöse, 40 Spiele (6 Tore) für den FC Bayern. Der Weltfußballer von 1991 und frisch gebackene Champions-League-Sieger wechselte vom AC Mailand nach München. Auch aufgrund zahlreicher Verletzungen kam Papin in seiner Debüt-Saison nicht in Tritt. Lediglich 12 Einsätze standen in der Saison 94/95 zu Buche. In der Folge-Saison sollten mehr Einsätze erfolgen, aber der alternde Star konnte kaum mehr über die volle Distanz gehen. Danach hatte sich das Intermezzo in München für den Franzosen erledigt und er wechselte zurück in die Heimat zu Girondins Bordeaux.
Jean-Pierre Papin, von 1994 bis 1996 beim FC Bayern, 2,75 Millionen Euro (5,5 Millionen D-Mark) Ablöse, 40 Spiele (6 Tore) für den FC Bayern. Der Weltfußballer von 1991 und frisch gebackene Champions-League-Sieger wechselte vom AC Mailand nach München. Auch aufgrund zahlreicher Verletzungen kam Papin in seiner Debüt-Saison nicht in Tritt. Lediglich 12 Einsätze standen in der Saison 94/95 zu Buche. In der Folge-Saison sollten mehr Einsätze erfolgen, aber der alternde Star konnte kaum mehr über die volle Distanz gehen. Danach hatte sich das Intermezzo in München für den Franzosen erledigt und er wechselte zurück in die Heimat zu Girondins Bordeaux. © IMAGO/Kicker/Liedl
Renato Sanches, von 2016 bis 2019 beim FC Bayern, 35 Millionen Euro Ablöse, 52 Spiele (2 Tore) für den FC Bayern. Der hochtalentierte Portugiese wechselte von Benfica Lissabon nach München. Bereits mit 18 Jahren gab er sein Debüt für die portugiesische Nationalmannschaft. Allerdings konnte er sein Potential in München nie richtig abrufen. Der junge Mittelfeldspieler schien beinahe gehemmt durch die hohe Ablöse-Summe, die der FCB für ihn zahlte. Mit wenig Erfolg verliehen ihn die Bayern nach Swansea in die englische Premier League, ehe er 2019 für 20 Millionen Euro zum OSC Lille wechselte. Dort konnte Sanches an seine alte Form anknüpfen und wurde 2020/21 sogar französischer Meister.
Renato Sanches, von 2016 bis 2019 beim FC Bayern, 35 Millionen Euro Ablöse, 52 Spiele (2 Tore) für den FC Bayern. Der hochtalentierte Portugiese kam von Benfica Lissabon nach München. Bereits mit 18 Jahren gab er sein Debüt für die portugiesische Nationalmannschaft und zeigte dort sein Können. Allerdings konnte er sein Potential in München nie richtig abrufen. Der junge Mittelfeldspieler schien beinahe gehemmt durch die hohe Ablöse-Summe, die der FCB für ihn zahlte. Mit wenig Erfolg verliehen ihn die Bayern zwischenzeitlich nach Swansea in die englische Premier League, ehe er 2019 für 20 Millionen Euro zum OSC Lille wechselte. Dort konnte Sanches an seine alte Form anknüpfen und wurde 2020/21 sogar französischer Meister. © TEAM2 via www.imago-images.de
Julio dos Santos, von 2006 bis 2008 beim FC Bayern, 2,7 Millionen Euro Ablöse, 10 Spiele für den FC Bayern. Als hoffnungsvolles Talent kam dos Santos im Sommer 2006 aus Südamerika vom Club Cerro Porteño. Doch der Paraguayer wurde mit München nie warm. Während seiner zwei Jahre beim FCB wurde der Spielmacher ganze dreimal verliehen. Immer ohne Erfolg. Die Zeit in München schien dos Santos so abgeschreckt zu haben, dass er im Laufe seiner weiteren Karriere den südamerikanischen Kontinent nicht mehr verließ.
Julio dos Santos, von 2006 bis 2008 beim FC Bayern, 2,7 Millionen Euro Ablöse, 10 Spiele für den FC Bayern. Als hoffnungsvolles Talent kam dos Santos im Sommer 2006 aus Südamerika vom Club Cerro Porteño. Doch der Paraguayer wurde mit München nie warm. Während seiner zwei Jahre beim FCB wurde der Spielmacher ganze dreimal verliehen. Immer ohne Erfolg. Die Zeit in München schien dos Santos so abgeschreckt zu haben, dass er im Laufe seiner weiteren Karriere den südamerikanischen Kontinent nicht mehr verließ.  © IMAGO/Weckelmann
Das bislang zweitteuerste sportliche Missverständnis, vom Ablösewert her betrachtet, des FC Bayern war Sadio Mané, der 2022 vom FC Liverpool an die Isar transferiert wurde - für satte 32 Millionen Euro. Nur ein Jahr später verließ der Nationalspieler Senegals den deutschen Rekordmeister schon wieder gen Saudi-Arabien (Al-Nassr), und zwar vorzeitig, für immerhin noch 30 Millionen Euro. In der Bundesliga kam Mané zu 25 Einsätzen bei zwölf Scorer-Punkten, die nicht den Vereinserwartungen entsprachen. In neun Champions-League-Spielen traf der Offensivspieler dreimal für den FCB. Unangefochtene Stammkraft wurde Mané eigentlich nie und fiel vor allem in der Rückrunde durch einen massiven Leistungsabfall - nach einer Wadenverletzung und einer geschwächten Stellung im Team nach einer handgreiflichen Attacke gegen seinen Teamkollegen Leroy Sané - auf.
Das bislang zweitteuerste sportliche Missverständnis, vom Ablösewert her betrachtet, des FC Bayern war Sadio Mané, der 2022 vom FC Liverpool an die Isar transferiert wurde - für satte 32 Millionen Euro. Nur ein Jahr später verließ der Nationalspieler Senegals den deutschen Rekordmeister schon wieder gen Saudi-Arabien (Al-Nassr), und zwar vorzeitig, für immerhin noch 30 Millionen Euro. In der Bundesliga kam Mané zu 25 Einsätzen bei zwölf Scorer-Punkten, die nicht den Vereinserwartungen entsprachen. In neun Champions-League-Spielen traf der Offensivspieler dreimal für den FCB. Unangefochtene Stammkraft wurde Mané eigentlich nie und fiel vor allem in der Rückrunde durch einen massiven Leistungsabfall - nach einer Wadenverletzung und einer geschwächten Stellung im Team nach einer handgreiflichen Attacke gegen seinen Teamkollegen Leroy Sané - auf. © IMAGO / Sven Simon

Markus Krösche (Sportvorstand Eintracht Frankfurt) – die Alternative

Sollte es mit Eberl nicht klappen, wäre Markus Krösche als Brazzo-Nachfolger eine Alternative. Matthäus brachte den Namen Krösche – aktuell Sportvorstand bei Eintracht Frankfurt – bei Sky ins Spiel: „Er wäre ein geeigneter Mann, der aus dem Fußball kommt, der ein gutes Netzwerk hat, der erfolgreich gearbeitet hat – sowohl in Leipzig als auch jetzt in Frankfurt.“ Allerdings merkte Matthäus an, der FC Bayern sei für Krösche „vielleicht eine Nummer zu groß“.

Wie Sport1 wissen will, hat sich Krösche bereits intern zu Eintracht Frankfurt bekannt, Kontakt zum FC Bayern soll es nicht geben. Zudem hat der 42-Jährige laut des Berichts keine Ausstiegsklausel für seinen bis 2025 datierten Vertrag. Dazu muss Krösche aktuell den Umbruch bei der Eintracht managen, im Sommer einen neuen Trainer finden und wahrscheinlich einige Spieler ersetzen. FCB-Präsident Hainer bezeichnete ihn am Sonntag als „sehr,sehr guten Sportvorstand“.

Michael Reschke (Head of European Football CAA Stellar) – die Übergangslösung

Der ehemalige Technische Direktor des FC Bayern (2014-2017) wäre die Übergangslösung. Michael Reschke ist derzeit Head of European Football bei der international renommierten Spielerberateragentur CAA Stellar. Der 65-Jährige ist mit seinem Job zwar zufrieden, aber ausgeschlossen ist ein Bayern-Comeback nicht.

Nach tz-Infos gibt es interne Gedankenspiele um Reschke. Vorstellbar wäre eine 3-Monatslösung für die Sommer-Transferperiode. Ähnlich wie Jörg Schmadtke in Liverpool als Transferberater von Jürgen Klopp. „Ich glaube, der FC Bayern sucht eine große und langfristige Lösung“, erklärte Reschke der Deutschen Presse-Agentur. Eine Rückkehr nach München sei für ihn „aktuell kein Thema“.

Michael Reschke
Geboren:29. September 1957 (Alter 65 Jahre), Frechen
Ausbildung:Deutsche Sporthochschule Köln
Position:Head of European Football CAA Stellar
Beim FC Bayern:Technischer Direktor von 2014 bis 2017

Arjen Robben – Bayerns Wembley-Held

Der Wembley-Held hat vor knapp zwei Jahren seine aktive Karriere beendet. Bereits rund um das letzte Heimspiel der Saison gegen Leipzig kehrte Arjen Robben zum FC Bayern zurück und war auffällig präsent. Es gab Robben-Gemunkel als möglichen Nachfolger von Salihamidzic.

Der 39-Jährige genießt bei den Fans und Bossen noch immer hohes Ansehen, gilt als kommunikationsstark und könnte den Klub einen. „Er hat alles, was man braucht. Er trägt das „Mia san mia“-Gen in sich wie kein anderer. Er ist ein echtes Vorbild. Er ist kommunikativ sehr stark. Gerade da hapert es beim FC Bayern“, erklärte Sky-Reporter Uli Köhler die Vorzüge von Robben, der vor vier Jahren Abschied vom FC Bayern genommen und sich im Anschluss noch einmal seinem Heimatklub FC Groningen angeschlossen hatte. Allerdings verfügt Niederländer über keinerlei Erfahrung in Führungspositionen.

Arjen Robben
Geboren:23. Januar 1984 in Bedum (Niederlande)
Profi-Stationen:FC Groningen, PSV Eindhoven, FC Chelsea, Real Madrid, FC Bayern, FC Groningen
Pflichtspiele für den FC Bayern:309 (144 Tore, 101 Assists)
Länderspiele:96 für die Niederlande (37 Tore)

Bastian Schweinsteiger – die Vereinsikone

Der Traum vieler Bayern-Fans: Bastian Schweinsteiger als Brazzo-Nachfolger könnte im ganzen Klub für eine Aufbruchstimmung nach der Chaos-Saison sorgen. Die Vereinsikone hat als ARD-Experte bei der WM mit seiner messerscharfen Analyse der deutschen Nationalmannschaft angedeutet, dass er die Probleme erkennt und diese benennen kann. FCB-Patron Uli Hoeneß hatte Schweinsteiger bereits im März für den Fall der Fälle eine Jobgarantie gegeben – der FC Bayern wartet wohl auf ein Signal von Schweinsteiger.

„Ich bin überzeugt, dass bei Bastian Schweinsteiger die Türen beim FC Bayern weit aufgehen“, sagte der Ehrenpräsident als Talkgast der Abendzeitung in München. Der 38-Jährige habe eine „unglaubliche Entwicklung in der Persönlichkeit gemacht“. „Früher war er ein Lausbub, ein guter Kicker, aber mit vielen Flausen. Jetzt ist er ein gestandenes Mannsbild, ein Weltmann. Er war in Amerika, er war in Manchester“, sagte der 71-Jährige. Allerdings genießt Schweinsteiger als Privatier das Familienleben und wurde jüngst zum dritten Mal Vater.

Bastian Schweinsteiger
Alter:38 Jahre (1. August 1984)
Spiele für den FC Bayern:342
Größte Erfolge:Weltmeister 2014, Champions-League-Sieger, Europa-League-Sieger, 8x Deutscher Meister, 7x DFB-Pokalsieger

Brazzo-Nachfolger? Hoeneß will notfalls bis Weihnachten warten

Zeitdruck scheinen die Bayern-Bosse bei ihrer Suche nach dem Brazzo-Nachfolger ohnehin nicht zu haben. „Wir haben so etwas schon mal gehabt“, erinnerte Dreesen an 2016, als Matthias Sammer aus gesundheitlichen Gründen beim FC Bayern ausschied. Es dauerte über ein Jahr, bis der Manager-Novize Salihamidzic von Hoeneß und Rummenigge als Lösung präsentiert wurde.

„Da hatten wir eine ganze Weile auch keinen Sportdirektor oder Sportvorstand im Team. In der Zeit habe ich sehr intensiv mit Karl-Heinz Rummenigge das Transfergeschäft betrieben“, sagte Dreesen. Der Rekordmeister will sich in der Personalie laut Hoeneß, ohne den in der neuen, alten Bayern-Welt nichts entschieden wird, notfalls bis Weihnachten Zeit lassen. Auf der Aufsichtsratssitzung beim FC Bayern dürften die ersten Weichen gestellt werden. (ck)

Rubriklistenbild: © Action Pictures/Jan Huebner/Bert Harzer/Imago

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