Fehlende Kommunikation

Bundestrainer erntet von nächstem DFB-Star öffentliche Kritik

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Felicitas Rauch gilt als verdiente deutsche Nationalspielerin. Vor der EM fehlt sie plötzlich im Kader. Das verursacht Ärger.

München / Frankfurt – Es ist die Generalprobe für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft vor der WM in der Schweiz – und sie sorgt schon jetzt für ordentlich Unruhe. Unter der Woche hatte Bundestrainer Christian Wück nämlich seinen Kader bekanntgegeben und dabei auf Felicitas Rauch verzichtet.

DFB-Star schießt nach Nichtnominierung scharf gegen Bundestrainer

Die 29-Jährige zeigte sich dementsprechend enttäuscht und schoss auf Instagram scharf gegen den Bundestrainer. „Ich bin sehr enttäuscht! Es ist immer eine große Ehre für Deutschland zu spielen und für mich als Athletin sind die Länderspiele einfach das Größte“, schrieb die Abwehrspielerin vom US-Club North Carolina Courage dort.

Dabei zeigte sich Rauch vor allem von der Art und Weise der Nichtnominierung verärgert. „Mich nicht einzuladen, ist das eine. Mich nicht zu informieren und mir aber nicht mal einen Grund zu nennen, verstehe ich einfach nicht. Hier wünschte ich mir eine viel transparentere Kommunikation“, kritisierte die 29-Jährige den Bundestrainer weiter.

Die beste deutsche Frauen-Nationalmannschaft aller Zeiten – laut KI

Was bei der WM 2007 passierte, war historisch – kein einziges Gegentor im gesamten Turnier. Und im Tor stand Nadine Angerer. Mit einer Mischung aus Reaktionsstärke, Nerven aus Stahl und glänzender Antizipation wurde sie zur Symbolfigur dieses Triumphes. Als erste Torhüterin überhaupt wurde sie 2013 zur Weltfußballerin gewählt. Mit zwei Weltmeistertiteln, fünf EM-Titeln und einer unvergleichlichen Präsenz wurde sie zur Legende.
Was bei der WM 2007 passierte, war historisch – kein einziges Gegentor im gesamten Turnier. Und im Tor stand Nadine Angerer. Mit einer Mischung aus Reaktionsstärke, Nerven aus Stahl und glänzender Antizipation wurde sie zur Symbolfigur dieses Triumphs. Als erste Torhüterin überhaupt wurde sie 2013 zur Weltfußballerin gewählt. Mit zwei Weltmeistertiteln, fünf EM-Titeln und einer unvergleichlichen Präsenz wurde sie zur Legende. © Imago
Sie lief, sie kämpfte, sie verteidigte – und sie hörte nie auf. Kerstin Stegemann war eine Konstante auf der rechten Abwehrseite: 191 Länderspiele, zwei Weltmeisterschaften, vier EM-Titel. Ihre Dynamik und Zuverlässigkeit machten sie zur festen Größe in der DFB-Elf über mehr als ein Jahrzehnt. Als Außenverteidigerin ihrer Zeit war sie oft unterschätzt – aber für Gegnerinnen kaum zu knacken.
Sie lief, sie kämpfte, sie verteidigte – und sie hörte nie auf. Kerstin Stegemann war eine Konstante auf der rechten Abwehrseite: 191 Länderspiele, zwei Weltmeisterschaften, vier EM-Titel. Ihre Dynamik und Zuverlässigkeit machten sie zur festen Größe in der DFB-Elf über mehr als ein Jahrzehnt. Als Außenverteidigerin ihrer Zeit war sie oft unterschätzt – aber für Gegnerinnen kaum zu knacken. © Imago
Annike Krahn war keine Spielerin für die große Bühne – aber eine, auf die man sich in jeder noch so großen Partie verlassen konnte. Sie spielte mit Übersicht, klarem Stellungsspiel und einer inneren Ruhe, die jede Defensive stabil machte. Ob beim WM-Sieg 2007 oder bei Olympiagold 2016 – Krahn war da, wenn es zählte. Eine klassische Innenverteidigerin mit modernen Qualitäten.
Annike Krahn war keine Spielerin für die große Bühne – aber eine, auf die man sich in jeder noch so großen Partie verlassen konnte. Sie spielte mit Übersicht, klarem Stellungsspiel und einer inneren Ruhe, die jede Defensive stabil machte. Ob beim WM-Sieg 2007 oder bei Olympiagold 2016 – Krahn war da, wenn es zählte. Eine klassische Innenverteidigerin mit modernen Qualitäten. © Imago
Spät zur Nationalmannschaft gekommen, aber sofort unverzichtbar: Marina Hegering spielte sich mit starken Auftritten bei der EM 2022 ins Herz des Teams. Mit robuster Zweikampfstärke, präzisem Kopfballspiel und kluger Raumaufteilung wurde sie zur unverzichtbaren Größe in der Innenverteidigung. Sie steht für Spätstarterinnen mit Ausdauer und Klasse.
Spät zur Nationalmannschaft gekommen, aber sofort unverzichtbar: Marina Hegering spielte sich mit starken Auftritten bei der EM 2022 ins Herz des Teams. Mit robuster Zweikampfstärke, präzisem Kopfballspiel und kluger Raumaufteilung wurde sie zur unverzichtbaren Größe in der Innenverteidigung. © Imago
Linda Bresonik war eine Alleskönnerin. Ob auf der linken Abwehrseite oder im defensiven Mittelfeld – sie glänzte mit Technik, Übersicht und Spielverständnis. Teil des WM-Kaders 2003 und 2007, Olympiasilber, Konstanz auf Topniveau – Bresonik war eine der vielseitigsten Spielerinnen ihrer Zeit.
Linda Bresonik war eine Alleskönnerin. Ob auf der linken Abwehrseite oder im defensiven Mittelfeld – sie glänzte mit Technik, Übersicht und Spielverständnis. Teil des WM-Kaders 2003 und 2007, Olympiasilber, Konstanz auf Topniveau – Bresonik war eine der vielseitigsten Spielerinnen ihrer Zeit. © Imago
Mit gerade Anfang 20 war Lena Oberdorf bereits der Motor der deutschen Mannschaft. Ihre Spielweise: kompromisslos, körperlich stark, taktisch reif. Bei der EM 2022 dominierte sie das Mittelfeld wie eine erfahrene Veteranin. Sie steht für eine neue Generation, die mit Power und Präzision das Spiel prägt – und hat ihre besten Jahre noch vor sich.
Mit gerade Anfang 20 war Lena Oberdorf bereits der Motor der deutschen Mannschaft. Ihre Spielweise: kompromisslos, körperlich stark, taktisch reif. Bei der EM 2022 dominierte sie das Mittelfeld wie eine erfahrene Veteranin. Sie steht für eine neue Generation, die mit Power und Präzision das Spiel prägt – und hat ihre besten Jahre noch vor sich. © Imago
Renate Lingor war das kreative Zentrum der goldenen DFB-Generation. Ihre Pässe öffneten Räume, ihre Standards waren gefürchtet, ihre Übersicht herausragend. Mit den WM-Titeln 2003 und 2007, dazu unzähligen Glanzmomenten im Spielaufbau, gilt sie als eine der größten Spielmacherinnen Deutschlands. Lingor war immer zwei Gedanken schneller als der Rest.
Renate Lingor war das kreative Zentrum der goldenen DFB-Generation. Ihre Pässe öffneten Räume, ihre Standards waren gefürchtet, ihre Übersicht herausragend. Mit den WM-Titeln 2003 und 2007, dazu unzähligen Glanzmomenten im Spielaufbau, gilt sie als eine der größten Spielmacherinnen Deutschlands. Lingor war immer zwei Gedanken schneller als der Rest. © Imago
Was bei anderen nach Arbeit aussieht, wirkte bei Dzsenifer Marozsán mühelos. Sie spielte mit einer Eleganz, wie sie im Frauenfußball selten zu sehen war – technisch brillant, taktisch reif, immer mit dem besonderen Moment. Als Olympiasiegerin 2016, langjährige Kapitänin und zentrale Figur bei Lyon gewann sie alles, was man im Klubfußball gewinnen kann. Marozsán war eine Spielerin, für die man ins Stadion ging – weil sie das Spiel schöner machte.
Was bei anderen nach Arbeit aussieht, wirkte bei Dzsenifer Marozsán mühelos. Sie spielte mit einer Eleganz, wie sie im Frauenfußball selten zu sehen war – technisch brillant, taktisch reif, immer mit dem besonderen Moment. Als Olympiasiegerin 2016, langjährige Kapitänin und zentrale Figur bei Lyon gewann sie alles, was man im Klubfußball gewinnen kann. Marozsán war eine Spielerin, für die man ins Stadion ging – weil sie das Spiel schöner machte. © Imago
Birgit Prinz war mehr als nur eine Torjägerin – sie war ein Phänomen. Drei Mal Weltfußballerin, zwei Mal Weltmeisterin, fünf Mal Europameisterin, 128 Länderspieltore – ihre Bilanz ist atemberaubend. Auf dem Platz vereinte sie Kraft, Technik und Zielstrebigkeit wie keine Zweite. Ihre Präsenz war einschüchternd, ihre Tore oft spielentscheidend. Über mehr als ein Jahrzehnt war Prinz das Gesicht des deutschen Frauenfußballs – und seine wichtigste Botschafterin.
Birgit Prinz war mehr als nur eine Torjägerin – sie war ein Phänomen. Dreimal Weltfußballerin, zweimal Weltmeisterin, fünfmal Europameisterin, 128 Länderspieltore – ihre Bilanz ist atemberaubend. Auf dem Platz vereinte sie Kraft, Technik und Zielstrebigkeit wie keine Zweite. Ihre Präsenz war einschüchternd, ihre Tore oft spielentscheidend. Über mehr als ein Jahrzehnt war Prinz das Gesicht des deutschen Frauenfußballs – und seine wichtigste Botschafterin. © Imago
Alexandra Popp ist die geborene Anführerin. Kopfballstark, furchtlos, emotional – sie spielt mit einer Wucht, die Fans und Mitspielerinnen gleichermaßen mitreißt. 2016 Olympiasiegerin, bei der EM 2022 trug sie Deutschland fast im Alleingang ins Finale. Sie trifft nicht nur Tore, sie sendet Signale: Wir geben nicht auf. Popp ist mehr als eine Mittelstürmerin – sie ist Mentalität pur.
Alexandra Popp ist die geborene Anführerin. Kopfballstark, furchtlos, emotional – sie spielt mit einer Wucht, die Fans und Mitspielerinnen gleichermaßen mitreißt. 2016 Olympiasiegerin, bei der EM 2022 trug sie Deutschland fast im Alleingang ins Finale. Sie trifft nicht nur Tore, sie sendet Signale: Wir geben nicht auf. Popp ist mehr als eine Mittelstürmerin – sie ist Mentalität pur. © Imago
Martina Voss-Tecklenburg war schon als Spielerin eine Ausnahmekönnerin – 125 Länderspiele, vier Europameistertitel, strategisch stark und immer präsent. Ob auf dem Flügel oder im Zentrum: Sie war schnell, durchsetzungsfähig und torgefährlich. Als spätere Bundestrainerin führte sie das Team zurück in die Weltspitze. Voss-Tecklenburg steht für Generationen von Erfolg – auf und neben dem Platz.
Martina Voss-Tecklenburg war schon als Spielerin eine Ausnahmekönnerin – 125 Länderspiele, vier Europameistertitel, strategisch stark und immer präsent. Ob auf dem Flügel oder im Zentrum: Sie war schnell, durchsetzungsfähig und torgefährlich. Als spätere Bundestrainerin führte sie das Team zurück in die Weltspitze. Voss-Tecklenburg steht für Generationen von Erfolg – auf und neben dem Platz. © Imago
Silvia Neid war nicht nur eine der besten Mittelfeldspielerinnen ihrer Zeit, sondern auch eine der erfolgreichsten Trainerinnen der Fußballgeschichte. Als Spielerin gewann sie mehrere Europameistertitel, als Bundestrainerin führte sie das DFB-Team 2007 zum WM-Titel und 2016 zu Olympiagold. Für die Startelf hat es nicht gereicht – zu groß war die Konkurrenz auf ihrer Position. Doch ihr gesamtes Lebenswerk im Frauenfußball ist ohne Vergleich.
Silvia Neid war nicht nur eine der besten Mittelfeldspielerinnen ihrer Zeit, sondern auch eine der erfolgreichsten Trainerinnen der Fußballgeschichte. Als Spielerin gewann sie mehrere Europameistertitel, als Bundestrainerin führte sie das DFB-Team 2007 zum WM-Titel und 2016 zu Olympiagold. Für die Startelf hat es nicht gereicht – zu groß war die Konkurrenz auf ihrer Position. Doch ihr gesamtes Lebenswerk im Frauenfußball ist ohne Vergleich. © Imago
Ariane Hingst war über ein Jahrzehnt das Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld – mit klarem Spielaufbau und viel Biss. Sie gewann zwei Weltmeisterschaften, fünf EM-Titel und war bei über 170 Länderspielen eine tragende Säule. Für die Startelf fehlte am Ende das berühmte Quäntchen – aber sie bleibt eine unverzichtbare Figur der goldenen Ära.
Ariane Hingst war über ein Jahrzehnt das Bindeglied zwischen Abwehr und Mittelfeld – mit klarem Spielaufbau und viel Biss. Sie gewann zwei Weltmeisterschaften, fünf EM-Titel und war bei über 170 Länderspielen eine tragende Säule. Für die Startelf fehlte am Ende das berühmte Quäntchen – aber sie bleibt eine unverzichtbare Figur der goldenen Ära. © Imago
Célia Šašić war vielleicht die eleganteste Torjägerin, die Deutschland je hatte. EM-Torschützenkönigin, Champions-League-Siegerin, Europas Fußballerin des Jahres – und das alles, bevor sie früh zurücktrat. Im Sturm war die Konkurrenz mit Prinz und Popp übermächtig – doch Šašić bleibt die Königin der Effizienz.
Célia Šašić war vielleicht die eleganteste Torjägerin, die Deutschland je hatte. EM-Torschützenkönigin, Champions-League-Siegerin, Europas Fußballerin des Jahres – und das alles, bevor sie früh zurücktrat. Im Sturm war die Konkurrenz mit Prinz und Popp übermächtig – doch Šašić bleibt die Königin der Effizienz. © Imago
Melanie Behringer war ein echtes Kraftpaket im Mittelfeld. Mit ihrem wuchtigen Distanzschuss und unermüdlichem Einsatz führte sie Deutschland 2016 zu Olympia-Gold – als beste Torschützin des Turniers. Für die Startelf vielleicht etwas zu eindimensional – aber als Matchwinnerin aus der zweiten Reihe unschätzbar wertvoll.
Melanie Behringer war ein echtes Kraftpaket im Mittelfeld. Mit ihrem wuchtigen Distanzschuss und unermüdlichem Einsatz führte sie Deutschland 2016 zu Olympia-Gold – als beste Torschützin des Turniers. Für die Startelf vielleicht etwas zu eindimensional – aber als Matchwinnerin aus der zweiten Reihe unschätzbar wertvoll. © Imago
Melanie Leupolz ist eine der konstantesten Leistungsträgerinnen der letzten Dekade – klug im Spielaufbau, stark im Pressing, immer mit Übersicht. Nicht spektakulär genug für die Top 11 – aber eine Taktgeberin, auf die man immer bauen konnte.
Melanie Leupolz ist eine der konstantesten Leistungsträgerinnen der letzten Dekade – klug im Spielaufbau, stark im Pressing, immer mit Übersicht. Nicht spektakulär genug für die Top 11 – aber eine Taktgeberin, auf die man immer bauen konnte. © Imago
Almuth Schult stand viele Jahre im Schatten von Angerer – aber trat heraus, als es darauf ankam. Olympia-Gold, Champions-League-Siege mit Wolfsburg und Führungsstärke pur. Wäre sie nicht in der Ära nach Angerer gekommen – sie hätte diese Startelf anführen können.
Almuth Schult stand viele Jahre im Schatten von Angerer – aber trat heraus, als es darauf ankam. Olympia-Gold, Champions-League-Siege mit Wolfsburg und Führungsstärke pur. Wäre sie nicht in der Ära nach Angerer gekommen – sie hätte diese Startelf anführen können. © Imago

Bundestrainer wird erneut für seien Kommunikation kritisiert

Wück hatte im 25-köpfigen Aufgebot für die Nations-League-Partien am 30. Mai in Bremen gegen die Niederlande (20.30 Uhr/ZDF) und am 3. Juni in Wien gegen Österreich (20.30 Uhr/ARD) Rauch nur auf Abruf nominiert. Die 29-Jährige gehörte bei der EM 2022, WM 2023 und bei Olympia 2024 zum DFB-Kader. Bisher absolvierte die frühere Wolfsburgerin 50 Länderspiele.

Christian Wück wird erneut kritisiert.

Rauch ist dabei nicht der erste DFB-Star, der den Bundestrainer für seine fehlende Kommunikation kritisiert. Zuletzt hatte die in diesem Jahr nicht berücksichtigte Stürmerin Nicole Anyomi, die in der abgelaufenen Bundesliga-Saison die meisten direkten Torbeteiligungen verzeichnet (14 Treffer, 9 Vorlagen), Wück in die Mangel genommen: „Es hat zuletzt kein konkreter und direkter Austausch stattgefunden.“ 

Die 25-Jährige von Eintracht Frankfurt musste dieses Mal verletzungsbedingt absagen. Die Begegnungen in Bremen und Wien sind die letzten vor der Europameisterschaft vom 2. bis 27. Juli in der Schweiz. Der EM-Kader wird nur 23 Spielerinnen umfassen. Schwer vorstellbar, dass dann Rauch oder Anyomi dabei sind … (kk/dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Steinbrenner

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