Burkardt-Wechsel zur Eintracht? Mainz-Boss Heidel kritisiert Medienlandschaft
VonChristopher Michel
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Eintracht Frankfurt steht offenbar kurz vor der Verpflichtung von Jonathan Burkardt. Wie reagieren die Verantwortlichen des FSV Mainz 05?
Mainz/Frankfurt - Jonathan Burkardt war in der abgelaufenen Saison der Erfolgsgarant des FSV Mainz 05.
Der 24-Jährige erzielte 18 Treffer in der Bundesliga und stieg zum drei-fachen deutschen Nationalspieler auf. Sein Marktwert wird laut transfermarkt.de auf 35 Millionen Euro geschätzt. Eintracht Frankfurt bemüht sich seit Monaten um die Verpflichtung des Angreifers. Er soll bei den Hessen der Königstransfer des Sommers werden!
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Auch die Wormser Zeitung berichtete am Mittwochabend von der von Bild gemeldeten Einigung. Rund 25 Millionen Euro sollen von Frankfurt nach Mainz fließen. Trainer Bo Henriksen sagte kurz vor dem Trainingsauftakt der 05er bereits zurückhaltend: „Johnny ist noch nicht weg, aber vielleicht geht er noch.“ Beim Aufgalopp ist er aufgrund längeren Urlaubs schon nicht mehr dabei.
Mainz-Trainer kalkuliert Burkardt-Abgang ein
Für Henriksen sei es auch ohne Burkardt wichtig, einen guten Kader zu haben. Geschäftsführer Christian Heidel gab der Erfolgscoach gleich einen Auftrag mit auf den Weg: „Natürlich wollen wir dann noch ein bis zwei neue Spieler holen.“ Mainz muss sich wohl auf eine Zukunft ohne Burkardt einstellen. Doch ist es schon so weit? Heidel sagte am Mittwochabend: „Ich werde keinen Wechsel bekanntgeben, weil es noch keinen gibt.“
Es kann in dieser Phase natürlich sehr schnell gehen, die Eintracht will den Deal bis zum eigenen Start der Vorbereitung in trockene Tücher bringen. Am Montag, den 7. Juli, ruft Trainer Dino Toppmöller seine Mannschaft für den ersten Laktattest zusammen, ab Mittwoch, den 9. Juli, geht es dann auch auf dem Rasen los.
Heidel selbst richtete aber scharfe Kritik in Richtung des Nachbarn: „Die netten Kollegen aus Frankfurt können schreiben, was sie wollen. Die schreiben schon seit zwei Monaten, was sie wollen. In Mainz ist es Usus: Wenn ein Transfer fix ist, dann verkünden wir das auch.“ Er betonte: „Es ist noch nicht perfekt. Woran das liegt? Das ist Sache der Verhandelnden.“
Heidel schießt in Richtung Eintracht-Medienlandschaft
In Frankfurt witterte der Mainz-Boss „teilweise andere Methoden“, damit müsse man leben: „Wenn man bei Eintracht Frankfurt nachfragt, dann geben die nichts bekannt. Wir sehen aber natürlich nicht die Menschen, die unter dem Schreibtisch sitzen.“ Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche nahm er dabei aus seiner Kritik: „Wir haben keinen Krach miteinander. Wenn ich mit Markus rede, dann ist es ihm völlig schleierhaft, woher das kommt.“
Heidel fügte lachend an: „Da triffst du dich einmal und am nächsten Tag steht alles in den Zeitungen.“ Er hielt an seiner Aussage, dass Burkardt zu „99 Prozent“ bleibe, fest. Heidel gab abschließend jedoch zu: „Wenn der eine Prozent eintrifft, dann ist es eben so.“ Und genau auf diesen einen Prozentpunkt deutet inzwischen alles hin. (ChrMic)