BVB-Aufstellung heute gegen Bayern: Kovač setzt auf Süle
VonLars Pollmann
schließen
Der BVB leckt noch die Champions-League-Wunden, da wartet schon der FC Bayern. Niko Kovač baut seine Startelf kräftig um und setzt unter anderem auf Niklas Süle.
Update vom 12. April, 17.28 Uhr: Die BVB-Aufstellung für den „Klassiker“ beim FC Bayern ist da! Erwartungsgemäß schmeißt Trainer Niko Kovač die Rotationsmaschine an.
Im Vergleich zum Debakel in Barcelona kommen Maximilian Beier, Pascal Groß, Salih Özcan, Niklas Süle sowie Daniel Svensson für Karim Adeyemi, Ramy Bensebaini, Carney Chukwuemeka, Jamie Gittens und Felix Nmecha in die Startformation.
Spannend ist vor allem die Chance für Süle gegen seinen Ex-Klub. Der Topverdiener hat seit Mitte Februar nicht in der Startelf gestanden, damals patzte Süle bei der peinlichen Auswärtsniederlage gegen den VfL Bochum entscheidend.
Erstmeldung vom 11. April: Dortmund/München – Borussia Dortmund gastiert am 29. Spieltag der Bundesliga am Samstagabend im „Klassiker“ beim FC Bayern (18.30, alle TV-Infos).
Das 0:4 beim FC Barcelona im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales unter der Woche hat dem BVB sicherlich einen Knacks gegeben. Wenn jetzt noch die beinahe alljährliche Packung in München hinzukommen sollte, würde es den Hoffnungen auf einen versöhnlichen Saisonabschluss einen schweren Schlag versetzen.
Trainer Niko Kovač kennt das Duell aus der anderen Sicht, war selbst Spieler und Coach des Rekordmeisters. Der Kroate spekuliert darauf, dass die Münchner mit den Gedanken nicht ganz beim „Klassiker“ sein könnten, nachdem auch der FCB das Hinspiel im Viertelfinale daheim gegen Inter Mailand verloren hat.
BVB braucht gegen Bayern „ganz andere Mentalität, Laufbereitschaft und Zusammenhalt“
„Bayern hat die schwierige Aufgabe, das Champions-League-Spiel zu drehen, da sind die Köpfe sicher ein bisschen in Mailand, das müssen wir versuchen zu nutzen“, sagte Kovač am Freitag in der BVB-Pressekonferenz. Um eine Chance in München zu haben, brauche es aber einen wesentlich besseren Auftritt als in Barcelona.
„Es geht darum, dass wir eine ganz andere Mentalität an den Tag legen, eine ganz andere Laufbereitschaft, einen ganz anderen Zusammenhalt“, forderte Kovač und erneuerte die Kritik, die vor allem gegenüber den Offensivspielern für die mangelnde defensive Mitarbeit in Barcelona laut geworden war.
Barça und Bayern seien in wesentlichen Punkten der Spielanlage „deckungsgleich“, analysierte Kovač. „Wir müssen bereit sein, viel zu laufen, viele Wege machen, um die Passwege zu schließen. Und wir müssen versuchen, die Momente, die man am Ball bekommt, richtig zu nutzen.“ Bayern werde dem BVB „sicherlich Möglichkeiten bieten“, sagte der Chefcoach voraus.
Pascal Groß nach Gelbsperre zurück im Dortmund-Kader
Beim Personal haben sich im Vergleich zur Champions League keine neuen Ausfälle ergeben, dafür kehrt Pascal Groß, der gelbgesperrt fehlte, in den Kader und wohl auch in die Startelf zurück. Dass Carney Chukwuemeka und Felix Nmecha am Ende der englischen Auswärtswoche nicht erneut beginnen werden, liegt wohl auf der Hand.
„Natürlich gibt es den ein oder anderen Spieler, der in der letzten Zeit sehr wenig gespielt hat und jetzt zwei harte Spiele in den Knochen hat. Das ist an die Substanz gegangen“, sagte Kovač, der sich in Pressekonferenzen nie in die Karten schauen lassen mag, was Personalentscheidungen anbelangt.
Rückt Niklas Süle gegen den Ex-Klub in die BVB-Startelf?
Dennoch liegt die Vermutung nahe, dass es den ein oder anderen leistungsbezogenen Wechsel im Vergleich zum Spiel gegen Barça geben wird. Karim Adeyemi und Jamie Gittens enttäuschten in der Arbeit gegen den Ball, Ramy Bensebaini kam gegen Lamine Yamal überhaupt nicht zurecht. Denkbar, dass Niklas Süle gegen seinen Ex-Klub die Chance in der Abwehrkette bekommt, wenn sich Dortmund wieder mit Dreierkette formieren sollte.
„Er ist sicher weiter als noch vor ein paar Wochen. Es braucht bestimmt noch ein bisschen, aber wir haben durch die Verletzung von Nico Schlotterbeck nicht allzu viele Optionen. Niklas ist immer eine Alternative und morgen kann es gut möglich sein, dass er mit dabei ist“, erklärte Kovač mit einem für ihn typischen Schmunzeln, das schon in manchen Fällen als vielsagend interpretiert werden konnte.
Dusche, Tankstelle, Küche: Die skurrilsten Verletzungen im Profifußball
Durch die Rückkehr zur Dreierkette wären die Außenverteidiger Julian Ryerson und Daniel Svensson in der Lage, der Abwehrzentrale gegen die variable Bayern-Offensive zu helfen. Im Zentrum könnte Salih Özcan neben Groß rein rotieren, da Nmecha und Chukwuemeka eher als Einwechselspieler gelten dürften. Im Angriff böte sich ein Zweiersturm mit Maximilian Beier und Serhou Guirassy an.
Sollte sich Kovač doch erneut für eine Formation mit Viererkette entscheiden, könnte Adeyemi anstelle von Süle in die oben aufgeführte Elf rücken. Der DFB-Star und Beier wären als Flügelspieler damit beauftragt, Ryerson und Svensson immer wieder Unterstützung zu leisten.