VonLars Pollmannschließen
Der Start für Niko Kovač bei Borussia Dortmund verlief holprig. Nun wartet Sporting in der Champions League. Welche Änderungen plant der Trainer?
Update vom Dienstag, 11. Februar, 19.55 Uhr: Trainer Niko Kovač hat sich für lediglich zwei Veränderungen gegenüber der Pleite gegen Stuttgart entschieden: Für den verletzten Ramy Bensebaini rückt in der Tat Neuzugang Daniel Svensson in die erste Elf. Die bisherige Europapokal-Erfahrung des Schweden stammt alleine aus der Conference League.
Neben Svensson verteidigt Nico Schlotterbeck, der seine Rotsperre in der Bundesliga abgebüßt hat. Der DFB-Star ersetzt Waldemar Anton nach dessen unglücklicher Leistung gegen seinen Ex-Klub. Zu einer Systemumstellung wird es beim BVB damit wohl zumindest bei Spielbeginn in Lissabon nicht kommen. Die Startelf von Dortmund bei Sporting:
Kobel – Ryerson, Can, Schlotterbeck, Svensson – Groß, Sabitzer – Adeyemi, Brandt, Gittens – Guirassy
Erstmeldung vom Dienstag, 11. Februar, 11.02 Uhr: Lissabon/Dortmund – Niko Kovač erlebte einen misslungenen Start bei Borussia Dortmund. Sein Debüt in der Bundesliga endete mit einer 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart. Nun strebt der BVB in der Champions League gegen Sporting Lissabon nach einem ersten Erfolgserlebnis unter dem neuen Trainer.
Am Dienstag um 21.00 Uhr (alle TV-Infos) gibt Kovač sein BVB-Debüt in der Königsklasse. Sporting, der portugiesische Meister und aktuelle Tabellenführer, hat in der K.-o.-Runde zunächst Heimrecht. Die Reaktion von Kovač auf die Leistung gegen Stuttgart wird mit Spannung erwartet. Trotz des kurzfristigen Ausfalls eines der formstärksten Spieler der letzten Monate hat er personell und taktisch viele Optionen.
Ramy Bensebaini fehlt Borussia Dortmund in Lissabon
Ramy Bensebaini konnte wegen einer Muskelverhärtung nicht am Abschlusstraining teilnehmen und reiste nicht mit nach Lissabon. „Wenn alles glattläuft, und davon gehen wir aus, könnte er gegen Bochum wieder mit dabei sein“, sagte Kovač mit Blick auf das kommende Bundesliga-Spiel. Um Bensebaini auf der linken Abwehrseite zu ersetzen, stehen dem Trainer mehrere Alternativen zur Verfügung.
Julian Ryerson könnte nach links wechseln, wenn Yan Couto die Position des Rechtsverteidigers übernimmt. Auch eine Systemänderung ist denkbar. Daniel Svensson, der am Deadline Day verpflichtet wurde, ist der wahrscheinlichste eins-zu-eins-Ersatz für Bensebaini. Gegen Stuttgart hatte der Schwede bereits einen Kurzeinsatz von der Bank. Wird er nun bei seinem Debüt in der Champions League von Beginn an spielen?
BVB-Neuzugang Daniel Svensson vor möglichem Startelfdebüt
„Daniel ist ein ganz feiner Junge, sehr aufgeweckt, sehr konzentriert“, lobte Kovač den 22-Jährigen bei der UEFA-Spieltagspressekonferenz. „Im Training und auch im Spiel war ich sehr zufrieden mit ihm, er ist sehr dynamisch, sehr aggressiv, kann ein, zwei Positionen bekleiden. Er ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Alternative“, fügte der Kroate hinzu.
Auch Carney Chukwuemeka, der andere Neuzugang am Deadline Day, steht im Kader, nachdem er gegen Stuttgart wegen Knieproblemen kurzfristig aussetzen musste. „Er ist sicherlich eine Alternative – nicht von Beginn an, aber von der Bank schon“, erklärte Kovač über den Engländer. Die Frage, wer aus der Startelf gegen Stuttgart neben Chukwuemeka auf der Bank Platz nehmen muss, bleibt spannend.
Kovač verteidigt Julian Brandt gegen Kritik
Kovač bewertete die Leistung seiner Mannschaft bei seinem Debüt nach außen hin positiv, obwohl viele Spieler eher schwache Leistungen zeigten. In einem K.-o.-Spiel der Champions League muss von der Mannschaft mehr kommen.
Es ist denkbar, dass Kapitän Emre Can, der am Samstag neben Jamie Gittens noch der beste Dortmunder war, aus der Abwehr ins Mittelfeld rückt. Einer der Sechser, Pascal Groß oder Marcel Sabitzer, könnte dafür weichen. Nico Schlotterbeck kehrt nach seiner Rotsperre zurück, auch Niklas Süle könnte in der Innenverteidigung sein Comeback geben. Waldemar Anton, der gegen Stuttgart ein Eigentor erzielte, könnte aus der Startelf rotieren.
Julian Brandt, der sich gegen den VfB Stuttgart abgesehen von seinem Tor weitgehend versteckte, wurde von Kovač beim TV-Sender Sky indes gegen deutliche Kritik von Lothar Matthäus verteidigt. „Ich habe Jule richtig gut gesehen. Er hat nicht nur das Tor erzielt, er ist auch ein Spieler, der technisch versiert ist, der tief geht, ein mannschaftsdienlicher Spieler“, sagte der 53-Jährige. Diese Worte deuten wohl auf einen erneuten Startelfeinsatz hin.
Die mögliche Aufstellung des BVB gegen Sporting
Kobel – Ryerson (Couto), Anton, Schlotterbeck, Svensson (Ryerson) – Can, Sabitzer – Adeyemi, Brandt, Gittens – Guirassy
Karim Adeyemi, der gegen Stuttgart gefährliche Situationen kreierte, aber oft die falsche Entscheidung traf, könnte eine weitere Chance in der Startelf erhalten. Maximilian Beier und Julien Duranville stehen als Alternativen bereit, sind mit ihrem Tempo aber auch gute Joker.
Sollte Kovač die Defensive im Auswärtsspiel verstärken wollen, wäre eine Umstellung auf eine Dreierkette denkbar. Can oder Süle könnten in der Verteidigung beginnen, unter den Offensivspielern würde es in diesem Fall wahrscheinlich Adeyemi treffen.
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