Der nächste Kapitän?

BVB-Liebling mildert Fan-Ängste – doch ein Sommer-Thema bleibt brisant

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Ein Publikumsliebling des BVB stemmt sich gegen die Leistungsschwankungen in dieser Saison. Allerdings wachsen die Gerüchte um seine Zukunft.

Dortmund – Nico Schlotterbeck avancierte beim 3:1-Heimsieg von Borussia Dortmund gegen den FSV Mainz 05 in überraschender Rolle zu einem der Matchwinner.

Der Abwehrmann des BVB schlug zum ersten Mal in seiner Bundesliga-Karriere Eckbälle und bereitete dann gleich Treffer von Emre Can und Maximilian Beier vor.

Schon vor der Zurschaustellung dieser ungeahnten Qualitäten stach Schlotterbeck in der so schwierigen Bundesliga-Saison des BVB mit Konstanz in seinen Leistungen hervor. Abseits zweier Platzverweise in den Duellen mit Werder Bremen hat sich der DFB-Nationalspieler nicht von den Schwankungen der Teamkollegen anstecken lassen.

Viele Gerüchte um die Zukunft von BVB-Star Schlotterbeck

Absolut Fußball, das Fußball-Portal von Home of Sports, kürte Schlotterbeck unlängst zur „Ein-Mann-Achse, um die sich der nächste BVB-Umbruch drehen muss“.

Nico Schlotterbeck könnte auf Emre Can als BVB-Kapitän folgen.

Umso größer ist die Sorge der Fans von Schwarzgelb, wenn dieser Tage die Gerüchte um die Zukunft von Schlotterbeck und das Interesse zahlungskräftiger Top-Klubs wie Paris Saint-Germain oder FC Liverpool zunehmen.

Doch diese Sorge hat Schlotterbeck den Fans nun höchstselbst genommen. Gegenüber dem TV-Sender Sky hat der Linksfuß Sätze fallen lassen, die einem Zukunftsbekenntnis gleichkommen.

Schlotterbeck will mit Dortmund „Plan für die kommenden Jahre durchsprechen“

„Ich bin echt froh hier zu sein und weiß, was es bedeutet, für diesen Klub zu spielen. Der erste Ansprechpartner wird auch der BVB bleiben. Wir werden uns im Sommer zusammensetzen. Die Verantwortlichen, ich und meine Familie. Und dann werden wir den Plan für die kommenden Jahre durchsprechen“, sagte Schlotterbeck.

Der 25-Jährige steht ohnehin noch bis 2027 unter Vertrag, dennoch will Dortmund frühzeitig Nägel mit Köpfen machen. Die Verantwortlichen des Champions-League-Viertelfinalisten sind bereit, Schlotterbeck deutlich mehr Gehalt zu bieten, ihn endgültig zum Gesicht des Vereins zu machen.

Als große Frage gilt dabei, ob sich Schlotterbeck vorstellen kann, bei einem Klub zu verlängern, der international nicht vertreten ist – das bleibt mit Blick auf die kommende Saison ein drohendes Szenario für den aktuellen Tabellenzehnten der Bundesliga.

Bleibt Schlotterbeck auch ohne Europa beim BVB?

„Natürlich will man den größtmöglichen Erfolg mit seinem Verein haben. Mit einem Verein international zu spielen macht viel aus, vor allem ist es zu einer gewissen Gewohnheit geworden“, sagte Schlotterbeck zwar, betonte aber weiter: „Ich muss auch selbst reflektieren, was ich diese Saison gebracht habe und dazu beigetragen habe, dass wir in der Tabelle nicht unter den ersten Vier sind. Ich will gerne international spielen und am liebsten mit dem BVB.“

Schlotterbeck verspürt also ein gewisses Verantwortungsbewusstsein, möchte womöglich in der kommenden Saison reparieren, was in der laufenden Runde schiefgelaufen ist. Es wird deutlich: Der Innenverteidiger ist längst zu einer echten Führungsfigur aufgestiegen.

Schlotterbeck gilt als Dortmunds Spielführer der Zukunft

Wenig verwunderlich, dass Schlotterbeck als künftiger BVB-Kapitän heiß gehandelt wird. Ende November trug er die Binde erstmals in der Bundesliga, zeigte im ‚Klassiker‘ gegen den FC Bayern eine bärenstarke Leistung.

„Ich habe den BVB mit 24 Jahren angeführt, das ist alles andere als selbstverständlich. Das ist unglaublich. Hätte mir das jemand vor drei Jahren gesagt, als ich hier hergekommen bin, hätte ich ihn für verrückt gehalten“, äußerte sich Schlotterbeck seinerzeit emotional zu seiner ersten Partie als Kapitän.

Dass weitere Partien mit der Kapitänsbinde hinzukommen werden, steht wohl außer Frage. Jedoch zeigt sich Schlotterbeck als loyaler Stellvertreter von Amtsinhaber Can.

Retro-Design und viel regionale Verbundenheit: Die Trikots der Bundesligisten 2024/25

Heim- und Auswärtstrikot von Bayer Leverkusen
Im Heimtrikot von Meister Bayer Leverkusen finden sich während der Saison 2024/25 verschiedene Elemente der Stadt. © Bayer 04 Leverkusen
Heim- und Auswärtstrikot VfB Stuttgart
Vizemeister VfB Stuttgart geht mit zwei Retro-Trikots aus den 80er- und 90er-Jahren in die Spielzeit 2024/25. © VfB Stuttgart
Heim- und Auswärtstrikot des FC Bayern
Der FC Bayern tritt in der Saison 2024/25 in rot und in dunkelblau an.  © FC Bayern München
Heim- und Auswärtstrikot von RB Leipzig
Das rote Auswärtstrikot von RB-Leipzig zeigt ein Design, das von der Neuen Leipziger Schule inspiriert wurde.  © RB Leipzig
Heimtrikot BVB
Das Heimtrikot von Borussia Dortmund hat in der Saison 2024/25 erneut einige Streifen zu bieten.  © Borussia Dortmund
Can Uzun von Eintracht Frankfurt trägt bei einem Testspiel den neuen Dress
Das Heimtrikot von Eintracht Frankfurt wurde für die Saison 2024/25 erneut in einem Retrodesign mit den Farben Rot, Schwarz und Weiß gestaltet.  © Hans-Jürgen Schmidt / Imago
Maximilian Beier und Grischa Prömel (v. l.) in den neuen Trikots
Die Spieler der TSG Hoffenheim um Maximilian Beier und Grischa Prömel (v. l.) laufen auch in der Spielzeit 24/25 in Blau und Weiß auf.  © TSG 1899 Hoffenheim
Heim und Auswärtstrikot 1. FC Heidenheim
Der 1. FC Heidenheim läuft in seiner zweiten Bundesliga-Saison in den Farben rot und blau auf – samt Stadtwappen im Nacken.  © 1. FC Heidenheim
Heim- und Auswärtstrikot von Werder Bremen
Das Heimtrikot von Werder Bremen erinnert in der Saison 24/25 an die Flagge Bremens.  © SV Werder Bremen
Heim- und Auswärtstrikot SC Freiburg
Der SC Freiburg hat in seine Trikots ein Hologramm mit dem Greif und dem SC-Freiburg-Schriftzug eingearbeitet. © SC Freiburg
Heim- und Auswärtstrikot FC Augsburg
Das Heimtrikot des FC Augsburg greift die in der Renaissance typischen Fassaden aus Natursandstein auf – das Auswärtstrikot erstrahlt in den Farben der Wasserstadt Augsburg. © FC Augsburg
Heim- und Auswärtstrikot VfL Wolfsburg
Der VfL Wolfsburg spielt 2024/25 in einem leuchtend grünen Heimtrikot. © VfL Wolfsburg
Heim- und Auswärtstrikot Mainz 05
Der 1.FSV Mainz 05 tritt auch 2024/25 in einem Trikot mit Kacheln zu Heimspielen an.  © 1.FSV Mainz 05
Heim- und Auswärtstrikot Borussia Mönchengladbach
Das Heimtrikot von Borussia Mönchengladbach erinnert an die Meisterjahre 1974 und 1975. © Borussia Mönchengladbach
Heim- und Auswärtstrikot des 1. FC Union Berlin
Union Berlin tritt zu Hause traditionell in den rot-weißen Vereinsfarben an – auswärts tragen die Eisernen 2024/25 dagegen schwarz.  © 1. FC Union Berlin
Anthony Losilla und Tim Oermann (v. l.) posieren in den neuen Jerseys des VfL
Der VfL Bochum präsentiert in der Saison 24/25 gleich zwei Flutlicht-Trikots.  © VfL Bochum
Heim- und Auswärtstrikot FC St. Pauli
Bundesliga-Rückkehrer FC St. Pauli spielt mit einem Trikot, das eine Hommage an das Heimtrikot der Saison 1991/92 darstellt. © FC St. Pauli
Heim- und Auswärtstrikot von Holstein Kiel
Aufsteiger Holstein Kiel tritt in seiner ersten Bundesligasaison in den Vereinsfarben blau und weiß an.  © Holstein Kiel

Wird Schlotterbeck schon im Sommer neuer BVB-Kapitän?

„Ich habe Emre in den letzten zweieinhalb Jahren kennengelernt. Er ist ein sehr respektvoller Mensch. Er gibt einer Mannschaft sehr viel, er redet sehr viel mit der Mannschaft. Solange Emre hier ist, würde ich nie über das Kapitänsamt reden. Ich denke, dass er dieses Amt am besten ausfüllt“, so Schlotterbeck.

Sportlich hat sich Can in den vergangenen Monaten erheblich stabilisiert, seit er in der Abwehrkette an der Seite von Schlotterbeck spielt. Dennoch bleibt der 31-Jährige eine Reizfigur. Ob der bis 2026 gültige Vertrag von Can verlängert wird, bleibt somit abzuwarten.

So oder so könnte der BVB den Umbruch im Sommer dafür nutzen, Schlotterbeck mit der Kapitänsbinde auszustatten. Jedes Argument, das den Publikumsliebling von einer langfristigen Zukunft in Dortmund überzeugen kann, muss auf dem Tisch liegen. Gleichzeitig könnte aber für Unruhe sorgen, wenn Schlotterbeck das Amt von Can übernimmt – und dann weiter neben dem Vorgänger aufläuft.

Rubriklistenbild: © Imago/Bahho Kara

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