Der nächste Mega-Verkauf für Eintracht? Die Wahrheit über Ekitiké
VonChristopher Michel
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Lars Pollmann
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Mit dem Weggang von Omar Marmoush hat Hugo Ekitiké für Eintracht Frankfurt an Bedeutung gewonnen. Die Gerüchte um seine Zukunft verdichten sich.
Frankfurt/Amsterdam – Eintracht Frankfurt hat bisher durchaus am Verkauf von Topstürmer Omar Marmoush zu knabbern. Der Ägypter verabschiedete sich nach dem 2:0-Sieg über Borussia Dortmund im Januar emotional von den Fans der Hessen, seither gelangen in acht Pflichtspielen nur noch Erfolge gegen Ferencváros in der Europa League und Holstein Kiel in der Fußball-Bundesliga.
Das als Ersatz für Marmoush verpflichtete Duo aus Michy Batshuayi und Elye Wahi hat noch nicht sofort gezündet. So bleibt im Angriff viel an einem Spieler hängen, der für die jüngste Ergebnisdelle bei der Eintracht wahrscheinlich am wenigsten kann: Hugo Ekitiké steuerte immerhin sechs Treffer bei, seit sich sein kongenialer Partner mit Tränen in den Augen von den Frankfurt-Fans verabschiedet hat.
Hugo Ekitiké ist ohne Marmoush eine Art Alleinunterhalter
Momentan ist der 22-Jährige also eine Art Alleinunterhalter, während die SGE darauf wartet, dass sich Batshuayi und Wahi im neuen Umfeld zurechtfinden. Die Saisonbilanz bei Ekitiké fällt durchaus beeindruckend aus: 18 Tore und sechs Vorlagen hat er in 34 Pflichtspielen gesammelt, nur Ende September verpasste der Vielspieler mal eine Partie – mit Arthur Theate und Robin Koch haben lediglich zwei Feldspieler mehr Einsatzminuten auf dem Konto.
Die starke Entwicklung von Ekitiké sorgt geradezu unweigerlich für zunehmend viele Spekulationen über seine Zukunft. Mancherorts wird dabei ein Abschied des Stürmers schon als Fait accompli dargestellt. „Sie rechnen nahezu zu 99 Prozent damit, dass Ekitiké im Sommer den Verein verlassen wird, da es jetzt schon das konkrete Interesse von vielen Topklubs gibt“, erklärte etwa Transfer-Experte Florian Plettenberg am Montag bei Sky.
Ekitiké könnte nächster Megatransfer von Eintracht-Boss Krösche werden
Laut übereinstimmenden Meldungen des TV-Senders sowie der Bild-Zeitung liegt die Ablöseforderung von Eintracht für Ekitiké bei 80 Millionen Euro. In dieser Größenordnung wäre es der nächste herausragende Deal von Sportchef Markus Krösche, der den Angreifer im Januar 2024 von Paris Saint-Germain ausgeliehen und zur laufenden Saison fest für das Gesamtpaket von rund 20 Millionen Euro verpflichtet hatte.
Allerdings sorgt die Aussicht, den nächsten Topstürmer zu verlieren, bei den Fans der Hessen durchaus für eine gewisse Unruhe. Schließlich ist es Frankfurt bei Marmoush nicht gelungen, für einen reibungslosen Übergang zu sorgen. Seine Nachfolger brauchen mehr Anlauf, als es die in dieser Hinsicht regelrecht verwöhnten Anhänger der Eintracht gewöhnt sind.
Klar ist auch: So groß die Freude über das Verhandlungsgeschick von Krösche immer wieder ist, wünschen sich die meisten Fans aber doch, dass sich der Klub dahingehend entwickelt, Topspieler länger halten zu können.
Eintracht-Abgang von Ekitiké? So ist der Stand
Ob das bei Ekitiké möglich ist? Wie fussball.news, dem Fußballportal von IPPEN.MEDIA, weiß, ist die Sache weniger eindeutig, als sie bisweilen dargestellt wird. Ein Abgang ist nicht auszuschließen, wie sich bei den kolportierten Summen von selbst erklärt. Das Geschäftsmodell der Eintracht ist schließlich auf Transfererlöse angewiesen.
Dass aber schon jetzt eine 99-prozentige Gewissheit vorliege, deckt sich nicht mit den Informationen dieser Redaktion. Offerten von finanzstarken Klubs aus dem Ausland sind zwar zu erwarten, liegen der Eintracht aktuell aber noch nicht vor. Das ist kein Wunder: Im Frühjahr formulieren Vereine ihre Transferpläne, konkret in die Tat umgesetzt werden diese für gewöhnlich aber erst zu einem späteren Zeitpunkt, mit Blick auf das Sommertransferfenster.
Eintracht-Stürmer in England heiß begehrt
In der französischen Heimat von Ekitiké wird derzeit vor allem über einen Wechsel nach England spekuliert. Dort sollen unter anderem der FC Arsenal, FC Liverpool und West Ham United Interesse hegen. Brancheninsider trauen dem Angreifer, der im Laufe des Jahres sein Debüt in der A-Nationalmannschaft geben könnte, den Schritt zu einem absoluten Topklub zu.
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Ekitiké wird sich aber gewiss genau überlegen, ob er Frankfurt schon wieder verlassen will, um sich bei einem Schwergewicht zu versuchen. Immerhin waren seine Erfahrungen bei PSG eher negativ. Der Nobelklub hatte den Torjäger 2022 von seinem Heimatverein Stade Reims verpflichtet, Ekitiké ist bis zum Wechsel nach Frankfurt aber nie über eine Reservistenrolle hinausgekommen.
Eintracht-Star Ekitiké bekam bei PSG „kein Vertrauen“
„Man hat mir kein Vertrauen gegeben“, blickte der Stürmer dieser Tage gegenüber der französischen Sportzeitung L‘Equipe zurück. „Man hat sich nie wirklich die Zeit genommen, mit mir zu sprechen, um mir helfen zu können. Ich habe mich in einer Situation wiedergefunden, in der ich gezwungen war, mich selbst durchzuschlagen.“
Durch den Wechsel nach Frankfurt sei er „ein anderer Spieler“ geworden, schätzte Ekitiké selbst ein. Wie lange die Eintracht davon sportlich profitiert, und wann der nächste Stürmer-Verkauf die Kasse klingen lässt, ist die spannende Frage.
Ekitiké scheint sich davon aber nicht aus der Konzentration bringen zu lassen. Er bleibt der große Hoffnungsträger für die Duelle mit Ajax in der Europa League sowie den anstehenden Schlussspurt in der Bundesliga, der in der Qualifikation zur Champions League enden soll – womit Eintracht gewichtige Argumente sammeln würde, mindestens noch ein Jahr am Wohlfühlort zu bleiben.