„Der größte Verteidiger von Max“: Hoeneß erklärt Doppelpass-Auftritt
VonPeter Grad
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Kurz nach seinem spektakulären TV-Auftritt im „Sport1-Doppelpass“ meldet sich Uli Hoeneß erneut zu Wort. Dabei verteidigt er seine Aussagen zu Max Eberl und Nicolas Jackson.
Nur drei Tage später meldete sich der 73-Jährige am Rande eines Empfangs in München beim Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder erneut zu Wort. Auf die Frage, ob er seine Aussagen über Eberl im Nachhinein als zu hart empfinden würde, antwortete Hoeneß: „Überhaupt nicht. Alles was ich gesagt habe, war für ihn sehr hilfreich.“
Bayern-Patron Hoeneß steht zu seinen Aussagen im Doppelpass
Überhaupt nicht einverstanden ist der FCB-Patron mit der Berichterstattung einiger Medien: „Was mich wahnsinnig geärgert hat, war, wie bescheuert einige Journalisten sind, die meine Aussage zu Jackson so auslegen, als würde ich etwas gegen den Spieler haben“, ärgerte er sich sichtbar.
Konkret ging es Hoeneß um seine Aussage, der Spieler würde in dieser Saison „niemals“ 40 Spiele von Anfang an bestreiten, da erst ab dieser Marke die Kaufpflicht von rund 65 Millionen Euro greifen würde. „Die (Anm.: Journalisten) haben in der Mathematik nicht gut aufgepasst. Denn ich habe gesagt, er macht die 40 Spiele nicht und wir haben nur noch 32 Bundesliga-Spiele. Wenn wir das Champions-League-Finale erreichen sollten, dann sind das 13 Spiele, was insgesamt 45 Partien ergibt“, rechnete Hoeneß vor und verwies darauf hin, dass die DFB-Pokalspiele nicht hinzugerechnet würden.
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Sieht man einmal davon ab, dass der CL-Sieger 2025 Paris Saint-Germain für den Titel 17 (und nicht 13) Partien bestreiten musste, müsste Jackson dennoch fast alle Spiele in der Liga und in der Königsklasse von Anfang an bestreiten, um auf besagte Marke zu kommen. Da der senegalesische Nationalspieler wohl im Januar beim Afrika-Cup dabei sein wird, könne er „diese 40 Spiele also gar nicht machen. Nicht mehr und nicht weniger habe ich gesagt“, verdeutlichte Hoeneß.
Kritik an Eberls Arbeit beim FC Bayern sei als Hilfestellung gedacht gewesen
Der heutige FCB-Aufsichtsrat holte noch weiter aus: „Ich wollte dem Max damit helfen, weil sie ihm ja vorgeworfen haben, dass er diese Option (bei Jackson) eingebaut hat. Das war völlig harmlos. Genau dasselbe war der Fall beim Thema, dass der Spieler und der Berater auf Geld verzichtet haben. Das ist eine positive Sache, denn dadurch betrug die Leihgebühr keine 16,5 Millionen Euro, sondern nur 13,5 Millionen Euro. Scheinbar bin ich der größte Verteidiger von Max. Vielleicht hätte er das auch selber sagen können, denn dann hätte er deswegen nicht einige Tage Prügel gekriegt.“
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Eberl selbst reagierte nach dem TV-Auftritt von Hoeneß nicht auf eine Anfrage der BILD, dazu Stellung zu nehmen – und der Ehrenpräsident sieht nach wie vor keinen Grund, sich für seine Ausführungen beim Sportvorstand entschuldigen zu müssen: „Ich bin der Meinung, dass meine Aussagen absolut okay waren und der Wahrheit entsprochen haben. Und die Wahrheit wird auch so bleiben“, stellte Hoeneß abschließend klar.