Von Peter Grad
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Vertragsverhandlungen im Profifußball werden zunehmend komplexer. Das musste der FC Bayern bei Alphonso Davies und zuletzt Dayot Upamecano erfahren. Nun droht wieder ein derartiges Szenario.
In der laufenden Saison zählt Konrad Laimer zu den Leistungsträgern beim FC Bayern . Der 28-jährige Österreicher zeigt Lauf- und Zweikampfstärke und ist dabei flexibel einsetzbar: 2023 als Mittelfeldspieler von RB Leipzig verpflichtet, ist er derzeit der Stamm-Rechtsverteidiger des Rekordmeisters und kann, wenn Not am Mann ist, diese Position auch auf der anderen Seite der Abwehr-Viererkette ausfüllen.
Dayot Upamecano und Konrad Laimer beim FCB-Auswärtssieg in Stuttgart.
© IMAGO/Markus Ulmer
Sein Vertrag an der Säbener Straße läuft noch bis 2027, die Vertragsverhandlungen stocken aktuell. So ist es wenig verwunderlich, dass Laimer im Fokus zahlreicher Transfergerüchte steht. Selbst Real Madrid wurde hier jüngst erwähnt. Auch im aktuellen BILD -Podcast „Bayern Insider“ ist die Zukunft des 55-fachen Nationalspielers (sieben Tore) ein Thema.
Kein Kontakt zu Real Madrid BILD -Fußballchef Christian Falk bestätigt hier zwar, dass die Vertragsverhandlungen „momentan an Eis liegen“, dennoch soll sich der Österreicher keineswegs mit einem Abschied von der Säbener Straße beschäftigen. Ein bekanntes Szenario beim Rekordmeister. In einem persönlichen Gespräch mit Falk teilte der FCB-Profi unter anderem klipp und klar mit, dass Real Madrid sich definitiv nicht bei ihm gemeldet hat. Dabei ist ihm absolut bewusst ist, dass die derzeitige Situation zu zahlreichen Transfergerüchten führt. Laimer selbst sei aber aktuell ganz „entspannt“ und mache sich „da nicht verrückt“.
Aus Sicht des Vereins mahnt der BILD -Fußballchef dennoch zur Vorsicht und erinnert an die aktuelle Entwicklung im modernen Fußball, die er als „Upamecano-Situation “ bezeichnet. Die Verantwortlichen des FC Bayern sollten bei Laimer dementsprechend nicht zu lange warten und dem Spieler dadurch zusätzliche Optionen bieten.
Die größten Wintertransferflops der Bundesliga: Zwischen Weltklassestürmern und Totalausfällen Einer, der wie kaum ein zweiter für die chaotischen Wintertransferflops steht, ist der Brasilianer Zé Roberto II. Für drei Millionen Euro kam der Mittelfeldmann 2008 aus Rio de Janeiro von Botafogo, legte ein Traumdebüt mit einem Tor in seiner ersten Einsatzminute hin und spielte bis zu seinem endgültigen Abschied 2010 nur zwei weitere Male für die Knappen. Der Name, der Hype und die Ablösesumme versprachen viel. Am Ende waren alle Beteiligten enttäuscht. © imago sportfotodienst 2011 sorgte die TSG Hoffenheim für einen vermeintlichen Transfercoup. Für sieben Millionen Euro schnappte man sich im Winter den niederländischen Nationalspieler Ryan Babel vom FC Liverpool. Fünf Tore und anderthalb Jahre später zog es ihn zurück zu seinem Herzensklub Ajax Amsterdam. Der Transfer war ein großer Fail. © imago sportfotodienst Auch der FC Bayern hat einige schlechte Erinnerungen an vergangene Wintertransferfenster. Zur Jahrtausendwende kam Slawomir Wojciechowski für 700.000 Euro aus Aarau. In anderthalb Jahren reichte es nur für drei Spiele und immerhin einen Treffer. Für 600.000 ging es dann wieder zurück in die Schweiz. Dennoch hat der Pole durch sein zeitgenaues Engagement einen Champions-League-Titel und zwei deutsche Meisterschaften in seiner Vita stehen. © Imago Auch wenn Sacha Boey immer wieder vereinzelt für den FC Bayern aufläuft und seine Aufgaben erfüllt, konnte der französische Rechtsverteidiger die 30 Millionen Euro Ablöse, die die Münchener 2024 an Galatasaray Istanbul überwiesen, nie rechtfertigen. © IMAGO/kolbert-press/Christian Kolbert Die Bayern sind Rekordjäger. Daher halten die Münchener auch den Titel für den kürzesten Wintertransfer der Bundesligageschichte. 2009 lieh der FCB Landon Donovan von LA Galaxy aus. Nach sechs Kurzeinsätzen brach man das Leihgeschäft wieder ab. Für den 157-fachen US-Nationalspieler reichte es einfach nicht beim deutschen Rekordmeister. Die Bayern sind Rekordjäger. Daher halten die Münchener auch den Titel für den kürzesten Wintertransfer der Bundesligageschichte. 2009 lieh der FCB Landon Donovan von LA Galaxy aus. Nach sechs Kurzeinsätzen brach man das Leihgeschäft wieder ab. Für den 157-fachen US-Nationalspieler reichte es einfach nicht beim deutschen Rekordmeister. © imago sportfotodienst Und doch war der Wintertransfer von Donovan nicht der verheerendste. Das 12-Millionen-Geschäft mit dem FC São Paulo und der Verpflichtung von Breno endete bekanntermaßen mit Alkoholismus, Depressionen und Gefängnis, als der Brasilianer sein Haus anzündete. Dieser Transfer war tatsächlich ein Wendepunkt in der Transferausrichtung der Bundesliga. Seither kommen immer weniger Südamerikaner in das deutsche Oberhaus. Der FCB hat seither keinen Südamerikaner direkt von einem südamerikanischen Verein verpflichtet. Und doch war der Wintertransfer von Donovan nicht der verheerendste. Das 12-Millionen-Geschäft mit dem FC São Paulo und die Verpflichtung von Breno endeten bekanntermaßen mit Alkoholismus, Depressionen und Gefängnis, als der Brasilianer sein Haus anzündete. Dieser Transfer war tatsächlich ein Wendepunkt in der Transferausrichtung der Bundesliga. Seither kommen immer weniger Südamerikaner in das deutsche Oberhaus. Der FCB hat seither keinen Südamerikaner direkt von einem südamerikanischen Verein verpflichtet. © imago sportfotodienst Breno ist aber nicht der einzige Südamerika-Patzer des FC Bayern. Auch der Paraguayer Julio dos Santos konnte die 2,7 Millionen Euro, die die Bayern im Januar 2006 investierten, nie rechtfertigen. Zehn Pflichtspieleinsätze und drei Leihen in anderthalb Jahren machen diesen Transfer zu einem echten Flop. Breno ist aber nicht der einzige Südamerika-Patzer des FC Bayern. Auch der Paraguayer Julio dos Santos konnte die 2,7 Millionen Euro, die die Bayern im Januar 2006 investierten, nie rechtfertigen. Zehn Pflichtspieleinsätze und drei Leihen in anderthalb Jahren machen diesen Transfer zu einem echten Flop. © Imago Auch Stadtrivale 1860 München machte schlechte Erfahrungen mit einem brasilianischen Innenverteidiger. Fernando, der für zum Jahreswechsel 2004 für 1,2 Millionen aus Rio von Flamengo kam, ist bis heute der neunteuerste Transfer der Vereinsgeschichte. Der Brasilianer bleib nur für ein halbes Jahr und zehn Spiele. Auch Stadtrivale 1860 München machte schlechte Erfahrungen mit einem brasilianischen Innenverteidiger. Fernando, der zum Jahreswechsel 2004 für 1,2 Millionen aus Rio von Flamengo kam, ist bis heute der neunteuerste Transfer der Vereinsgeschichte. Der Brasilianer blieb nur für ein halbes Jahr und zehn Spiele. © Imago Ali Karimi ist den meisten als ehemaliger Spieler des FC Bayern bekannt. 2011 kehrte der Mittelfeldmann aber für ein kurzes Intermezzo aus seiner iranischen Heimat zurück in die Bundesliga und schloss sich Schalke 04 an. In der Rückrunde reichte es unter – na klar – Felix Magath nur zu einem einzigen Einsatz und der Rückkehr im Sommer zum iranischen Topklub Persepolis. Ali Karimi ist den meisten als ehemaliger Spieler des FC Bayern bekannt. 2011 kehrte der Mittelfeldmann aber für ein kurzes Intermezzo aus seiner iranischen Heimat zurück in die Bundesliga und schloss sich Schalke 04 an. In der Rückrunde reichte es unter – na klar – Felix Magath nur zu einem einzigen Einsatz und der Rückkehr im Sommer zum iranischen Topklub Persepolis. © imago sportfotodienst Als waschechte Bundesligalegende ist es im ersten Moment etwas überraschend, dass Giovanni Élber in dieser Liste auftaucht. 2006 kehrte der Brasilianer allerdings für ein halbes Jahr in die Bundesliga zurück und unterschrieb bei Borussia Mönchengladbach. Der Hype war groß, die Enttäuschung am Ende ebenso. Der Stürmer spielt nur in vier sehr enttäuschenden Kurzeinsätzen für die Fohlen und zog zu Cruzeiro nach Brasilien weiter. Als waschechte Bundesligalegende ist es im ersten Moment etwas überraschend, dass Giovanni Élber in dieser Liste auftaucht. 2006 kehrte der Brasilianer allerdings für ein halbes Jahr in die Bundesliga zurück und unterschrieb bei Borussia Mönchengladbach. Der Hype war groß, die Enttäuschung am Ende ebenso. Der Stürmer spielte nur in vier sehr enttäuschenden Kurzeinsätzen für die Fohlen und zog zu Cruzeiro nach Brasilien weiter. © imago sportfotodienst Ebenfalls 2006 investierte Werder Bremen fast eine Millionen Euro in die Dienste des kolumbianischen Stürmers John Jairo Mosquera. Nur dreimal durfte er in der Bundesliga ran, erzielte dabei aber immerhin ein Tor. Wesentlich erfolgreicher war er dann unter anderem für Union Berlin und Wacker Burghausen in der 2. Bundesliga unterwegs, wo er stolze 117-mal auflief. Ebenfalls 2006 investierte Werder Bremen fast eine Millionen Euro in die Dienste des kolumbianischen Stürmers John Jairo Mosquera. Nur dreimal durfte er in der Bundesliga ran, erzielte dabei aber immerhin ein Tor. Wesentlich erfolgreicher war er dann unter anderem für Union Berlin und Wacker Burghausen in der 2. Bundesliga unterwegs, wo er stolze 117-mal auflief. © Imago Ricardo Pepi (FCA, 18), Einzelbild, Aktion, Action, nachdenklich, besorgt, pessimistisch, 08.01.2022, Sinsheim (Deutsch Bis heute ist Ricardo Pepi mit deutlichem Abstand der Rekordtransfer des FC Augsburg. 16,5 Millionen Euro überwiesen die Süddeutschen nach Dallas. Für jeden seiner 16 Kurzeinsätze zahlte der FCA etwa eine Millionen Euro. Ein Tor bekamen sie vom US-Stürmer dafür nicht. Mittlerweile ist Pepi bei der PSV Eindhoven, wo es mit dem Toreschießen deutlich besser funktioniert. © Oliver Zimmermann via www.imago-images.de Sami Khedira (Hertha BSC Berlin 28), VfB Stuttgart vs. Hertha BSC Berlin, Fussball, Herren, 1.Bundesliga, 21. Spieltag, Einen chaotischeren und unrühmlicheren Karriereausklang hätte Weltmeister Sami Khedira kaum wählen können. Neun Spiele, zwei Verletzungen und nur ein Sieg machten die spektakuläre Winterverpflichtung von Hertha BSC 2021 zu einem echten Desaster. Die Hertha zog Khedira offenbar den Stecker. Denn im darauffolgenden Sommer beendete der Mittelfeldmann seine insgesamt recht erfolgreiche Karriere. © Wolfgang Frank/Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de Sport Bilder des Tages Fußball Berlin 06.03.2021 Saison 2020 / 2021 1. Bundesliga / DFL Hertha BSC Berlin - FC Augsburg Ein weiterer Spieler, der bei den Berlinern nicht glücklich werden konnte, war der polnische Stürmer Krysztof Piatek. Sage und schreibe 24 Millionen Euro legte der damalige Investor Lars Windhorst auf den Tisch. Am Ende machten 13 Tore in 58 Pflichtspieleinsätzen das Geschäft zu einem insgesamt katastrophalen Deal. Heute stürmt Piatek in Katar. © Tilo Wiedensohler via www.imago-images.de Gelsenkirchen Germany 16 03 2019 1 Bundesliga 26 Spieltag FC Schalke 04 RB Leipzig Rabbi Ma Während Jadon Sancho in der Saison 2018/19 als ehemaliger Spieler der Akademie von Manchester City die Bundesliga ordentlich aufmischte, schien man bei Schalke 04 diesen grandiosen Transfer kopieren zu wollen. Für neun Millionen Euro kam Flügelspieler Rabbi Matondo. Die Position und die Ausbildungsakademie waren allerdings die einzigen Parallelen der beiden Engländer. Matondo enttäuschte in 32 Einsätzen fast immer und suchte schnell wieder das Weite. © Ralf Treese/DeFodi.de via www.imago-images.de Dortmund Germany 12 05 2019 1 Bundesliga Training BV Borussia Dortmund Leonardo Balerdi BVB Eine weitere doch recht merkwürdige Kategorie von Wintertransfers von Bundesligisten sind Spieler, die im deutschen Oberhaus floppten, anderswo aber richtig durchstarten konnten. 2019 eiste der BVB den damals 19-jährigen Argentinier Leonardo Balerdi für 15,5 Millionen Euro von den Boca Juniors los. Der Innenverteidiger spielte öfter in der U23 in der Regionalliga West als für das Profiteam. Anderthalb Jahre später ging er nach Marseille, wo er Kapitän und sogar argentinischer Nationalspieler wurde. © Alex Gottschalk/DeFodi.eu via www.imago-images.de Marbella Spanien 07 01 2019 Trainingslager 2019 BV Borussia Dortmund BV Borussia Dortmund For Noch bestürzender aus Dortmunder Sicht ist die Entwicklung von Alexander Isak. Im Januar 2017 kam der Schwede für 8,6 Millionen aus seiner Heimat. Wie Balerdi war auch der Stürmer öfter in der Regionalliga West im Einsatz. Immerhin verkaufte der BVB den Angreifer mit einem Transferplus von fast sieben Millionen Euro nach Sociedad. Die Spanier machten wiederum ein fantastisches Geschäft und gaben Isak 2022 für 77 Millionen an Newcastle ab. Im Sommer 2025 ging es dann für 145 Millionen weiter zum FC Liverpool. Der Schwede ist der viertteuerste Spieler der Fußballgeschichte. In Dortmund fand Wintertransfer Isak nicht sein Glück. © Roland Krivec/DeFodi.eu via www.imago-images.de Dortmund vs VfL 1 BL Dortmund 14 01 2018 FUßBALL Borussia Dortmund vs VfL Wolfsburg 1 BL Sa Ähnlich verheerend verlief wiederum aus Wolfsburger Sicht die Karriere von Victor Osimhen. 3,5 Millionen Euro überwiesen die Niedersachsen im Januar 2017 nach Nigeria. In Deutschland konnte sich der Weltklassestürmer nicht durchsetzen. Jahre später schnappte sich Neapel den Angreifer für 79 Millionen und feierte dank ihres Stars die langersehnte Meisterschaft. Galatasaray zahlte 2025 dann 75 Millionen für Osimhen. Während Afrikas Fußballer des Jahres 2023 bei allen Stationen Tore wie am Fließband lieferte, erzielte er für Wolfsburg in seinen 16 Einsätzen keinen einzigen Treffer – ein katastrophales Versäumnis des VfL. © Darius Simka FUSSBALL CHAMPIONS LEAGUE SAISON 2015 2016 VIERTELFINALE RUECKSPIEL Real Madrid VfL Wolfsburg 12 0 Eine Nummer kleiner und doch sehr ähnlich verlief die Entwicklung von Bruno Henrique. Wolfsburg zahlte 2016 4,5 Millionen an den brasilianischen Klub Goiás. Bruno Henrique traf nicht einmal, lieferte immerhin eine Vorlage im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid, verließ den VfL aber direkt im nächsten Januar wieder. Nach seiner kurzen Zeit in der Bundesliga sammelte der Stürmer viele Titel: Dreimal die Copa Libertadores, dreimal die brasilianische Meisterschaft, zweimal den Pokal und fünfmal die Staatsmeisterschaft von Rio de Janeiro – alle Titel mit Flamengo. So wurde der Transferflop zum doppelten Ärgernis für den VfL Wolfsburg. © imago sportfotodienst 2013 schnappte sich Bayer Leverkusen Arkadiusz Milik. Der Stürmer traf nur in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga West regelmäßig. Schnell wurde er wieder verkauft. Später feierte der Pole große Erfolge in der italienischen Serie A, wo er auch heute noch für Juventus kickt. 2013 schnappte sich Bayer Leverkusen Arkadiusz Milik. Der Stürmer traf nur in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga West regelmäßig. Schnell wurde er wieder verkauft. Später feierte der Pole große Erfolge in der italienischen Serie A, wo er auch heute noch für Juventus kickt. © imago sportfotodienst Réver wer? Der Brasilianer schloss sich 2010 für fünf Millionen Euro ebenfalls dem VfL Wolfsburg an. Sechs Monate später ging er ohne eine einzige Bundesligaminute absolviert zu haben zurück in seine Heimat, wo er kurze Zeit später sogar zum Nationalspieler wurde und insgesamt 670 Pflichtspiele für verscheiden brasilianische Topvereine bestritt. Réver wer? Der Brasilianer schloss sich 2010 für fünf Millionen Euro ebenfalls dem VfL Wolfsburg an. Sechs Monate später ging er, ohne eine einzige Bundesligaminute absolviert zu haben, zurück in seine Heimat, wo er kurze Zeit später sogar zum Nationalspieler wurde und insgesamt 670 Pflichtspiele für verschiedene brasilianische Topvereine bestritt. © imago sportfotodienst Die Transferbewegungen beim VfL Wolfsburg unter Felix Magath lesen sich teils spektakulär, teils haarsträubend. In letztere Kategorie fällt Giovanni Sio. Der damalige Nationalstürmer der Elfenbeinküste kam im Januar 2012 für fast sechs Millionen Euro aus Sion und lief am Ende nur zehnmal für die Wölfe auf. Ein Tor gelang ihm dabei nicht. Heute kickt der inzwischen 36-Jährige in der 5. Liga in Frankreich. Die Transferbewegungen beim VfL Wolfsburg unter Felix Magath lesen sich teils spektakulär, teils haarsträubend. In letztere Kategorie fällt Giovanni Sio. Der damalige Nationalstürmer der Elfenbeinküste kam im Januar 2012 für fast sechs Millionen Euro aus Sion und lief am Ende nur zehnmal für die Wölfe auf. Ein Tor gelang ihm dabei nicht. Heute kickt der inzwischen 36-Jährige in der 5. Liga in Frankreich. © imago sportfotodienst v li Andre Schürrle Wolfsburg 17 Sergio Ramos Real 4 xjgx Ein weiterer Weltmeister in dieser Liste ist André Schürrle. Für 32 Millionen Euro holte der VfL Wolfsburg den damaligen Nationalspieler im Winter 2015 vom FC Chelsea zurück in die Bundesliga. Auch wenn der Offensivmann ein paar Tore und Vorlagen lieferte sowie den DFB-Pokal gewann, endete die Zeit bereits anderthalb Jahre später mit einem Transferverlust von zwei Millionen Euro und hohen Gehaltsausgaben eher unrühmlich. © imago sportfotodienst Moenchengladbach Germany 19 02 2017 1 Bundesliga 21 Spieltag Borussia Moenchengladbach RB Lei Im Januar 2017 benötigte Borussia Mönchengladbach Verstärkung für die Defensive. Timothée Kolodziejczak sollte die Abwehr stabilisieren, kam für 7,5 Millionen aus Sevilla. Es reichte allerdings nur zu zwei Einsätzen und einem Weiterverkauf für fünf Millionen Euro im kommenden Sommer. Für 98 Spielminuten zahlte die Borussia umgerechnet 2,5 Millionen Euro – ein teurer Transferflop. © imago sportfotodienst Souza Silva Walace Hamburg ist enttaeuscht nach der Niederlage in Mainz FSV Mainz 05 vs Hamburger Auch wenn Walace verhältnismäßig oft für den Hamburger SV auf dem Platz stand, rentierten sich die neun Millionen Euro, die die Norddeutschen 2017 nach Porto Alegre zu Grêmio überwiesen, nie. Es folgten eine Suspendierung und ein Verkauf. Später kickte er relativ erfolgreich in der italienischen Serie A bei Udinese. Heute steht er wieder in seiner Heimat bei Cruzeiro unter Vertrag. © Weiss /Eibner-Pressefoto FCB-Sportvorstand Max Eberl hatte sich in diesem Kontext vor knapp zwei Wochen im Interview mit SPORT1 -Reporter Stefan Kumberger geäußert und erklärt, dass es durch das Bosman-Urteil 1995 zwangsläufig immer wieder zu derartigen Situationen bei Vertragsverhandlungen kommen könne : „Mittlerweile gehen viele Spieler einfach das Risiko ein, ins letzte Vertragsjahr zu gehen, und schauen dann, was passiert.“ Um den Spieler zu halten, kommen die Vereine oft nicht darum herum, hohe Handgelder („Signing fees“) zu zahlen.
Das Jahresgehalt als Maßstab für die Wertschätzung Falks BILD -Kollege Heiko Niedderer betont dabei Laimers sportlichen Wert für die Mannschaft von Vincent Kompany: „Sehr, sehr wertvoll“, aber zugleich „ein bisschen underrated“, weil der Arbeitsbiene schlichtweg das Spektakuläre fehle. Entscheidend im Gehaltsgefüge einer Mannschaft sei aber, dass es „ja immer um das Verhältnis in der Kabine, um die Wertschätzung“ gehe. Und die wird nun einmal als Jahressalär ausgewiesen.
Laimer soll laut Medienangaben derzeit zwischen sieben und acht Millionen Euro verdienen – und damit deutlich weniger als andere Stammspieler oder gar die Topstars des Rekordmeisters. Dass ein Leistungsträger wie er dann bei Verhandlungsergebnissen wie bei Davies und Upamecano ganz genau hinschaut, ist absolut nachvollziehbar.
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