FC-Bayern-Star: „Immer von meinen Qualitäten überzeugt“
VonPeter Grad
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Konrad Laimer hat sich in dieser Saison zum absoluten Leistungsträger beim FC Bayern entwickelt und wurde völlig verdient zu Österreichs Fußballer des Jahres gewählt.
Damit konnte der in der Mannschaft sehr beliebte Laimer nicht unbedingt rechnen, als er im Sommer 2023 ablösefrei von RB Leipzig an die Säbener Straße gewechselt war. Seitdem hat sich einiges verändert: Er war als Arbeitsbiene im Mittelfeld nach München gekommen, nun spielt er in Kompanys Spielsystem sehr erfolgreich Außenverteidiger. Grundsätzlich auf rechts, wenn nötig wechselt er aber auch auf die linke Seite und kann dort genauso überzeugen.
Laimers erhebliche Steigerung bei den Scorerpunkten
In einem ORF-Gespräch anlässlich seiner Auszeichnung ging es unter anderen darum, wie sich der 28-Jährige in der jüngeren Vergangenheit entwickelt hat und ob es für ihn überraschend ist, eine solch große Rolle bei einem Klub wie Bayern zu spielen. Dabei zeigte er sich durchaus selbstbewusst: „Ich war immer von meinen Qualitäten für die Mannschaft überzeugt. Ich bin einfach jemand, der alles gibt und dann schaut, was am Ende passiert, und der im Training und in den Spielen immer sein Bestes gibt. Man weiß nie, wohin der Weg führt, wenn man so einen Schritt wagt, aber ich wusste immer, dass ich überall etwas bewegen kann“, so der Österreicher.
Der 55-fache Nationalspieler (7 Tore) über seine persönlichen Verbesserungen im Jahr 2025: „Im Fußball kann man sich immer verbessern, aber im Großen und Ganzen ist alles so gelaufen, wie ich es mir erhofft hatte. Ich bin jetzt im besten Fußballeralter. Ich fühle mich körperlich sehr gut und möchte diesen Weg mit vielen spannenden Herausforderungen in den kommenden Wochen, Monaten und Jahren weitergehen. Alles fühlt sich super an.“
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Tatsächlich hat sich Laimer speziell bei den Torbeteiligungen im Vergleich zu seinen ersten beiden FCB-Spielzeiten enorm gesteigert. Konnte er 2023/24 und 24/25 wettbewerbsübergreifend lediglich jeweils fünf Scorerpunkte verbuchen, sind es zur Halbzeit der laufenden Saison bereits acht (2 Tore, 6 Assists) – der wichtige Führungstreffer beim 5:0-Auswärtssieg in Stuttgart per Hacke hatte gar „Tor-des-Monats“-Qualität.
Neben möglichst vielen Titeln gibt es in oder nach dieser Saison für ihn, aber auch den Verein ein weiteres Ziel: Die Kontraktverlängerung des Leistungsträgers an der Säbener Straße über das Vertragsende 2027 hinaus. Wie immer wird es auch um finanzielle Anpassungen gehen. Laimer zählt mit einem kolportierten Jahresgehalt von neun Millionen Euro keineswegs zu den FCB-Topverdienern. Dabei könnte es wohl auch bleiben.