Eberls rätselhafte Andeutung: Spannender Verdacht in Causa Müller
VonAdrian Kühnel
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Thomas Müller muss den FC Bayern verlassen. Liegt das auch daran, dass der Wunschspieler des Rekordmeisters nach München wechseln könnte?
München – Im Sommer ist für Thomas Müller als Profi beim FC Bayern Schluss!
Dabei hätte Müller seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag gerne verlängert. Doch der Rekordmeister hat anders entschieden – und lässt Müllers Kontrakt auslaufen.
Im Januar hatte Sportvorstand Max Eberl noch verlauten lassen: „Thomas braucht nicht groß zu verhandeln. Wenn er sagt, er hat Lust weiterzumachen, dann werden wir uns in die Augen schauen, dann schauen wir uns den Kader an, und dann wird es weitergehen.“
Max Eberl erklärt Aus von Thomas Müller beim FC Bayern
Er sei damals „emotional“ gewesen, so Eberl nun im Sport1-Doppelpass, „da war ich vielleicht auch nicht so schlau, das zu sagen“. Die Klub-Verantwortlichen hätten letztlich eine Entscheidung getroffen, „was die Zukunft des FC Bayern betrifft“, betonte Eberl.
„Es hat nicht mit etwas Finanziellem zu tun, das muss man ganz ehrlich sagen. Und auch sportlich ist es nicht das alles Entscheidende“, so der Sportvorstand weiter. Eberl ließ jedoch offen, wie genau die Zukunftsplanung aussehen soll: „Ich kann noch nicht alles sagen, was wir im Sommer vorhaben. Wenn man das Gesamtbild hat, sind wir zu der Entscheidung gekommen, wo ich weiß, dass wir dafür keinen Applaus ernten.“
Muss Thomas Müller den FC Bayern wegen Florian Wirtz verlassen?
In der Causa Müller gibt es jedenfalls einen spannenden Verdacht – und der hängt unmittelbar mit Florian Wirtz zusammen!
Im Dezember 2024 berichtete der kicker, dass Wirtz seinen bis 2027 gültigen Vertrag bei Bayer 04 Leverkusen verlängert. Das wurde kurz darauf von Leverkusen-Boss Fernando Carro dementiert. Der Wunsch der Werkself, mit Wirtz zu verlängern und ihn bis mindestens 2026 zu halten, ist dennoch bestehen geblieben.
Doch Wirtz hat auch fünf Monate nach der kicker-Meldung sein Arbeitspapier in Leverkusen nicht verlängert – weil er doch schon in diesem Sommer einen Wechsel anstrebt?
Wirtz‘ Marktwert wird von transfermarkt.de derzeit mit 130 Millionen Euro bewertet. Die Ablöse dürfte in dieser Region angesiedelt sein.
Es sei „kein Geheimnis“, so Eberl, „dass das Festgeldkonto, gelitten hat. Das hat auch Uli Hoeneß gesagt“. Der FC Bayern will gleichzeitig Geld einsparen, aber auch wettbewerbsfähig bleiben.
Der FC Bayern könne „einmal 100 Millionen Euro für einen Harry Kane ausgeben, vielleicht noch einmal für einen deutschen Spieler“, hatte Hoeneß schon vor einem Jahr gesagt. An der Ablöse würde ein Wirtz-Transfer wohl kaum scheitern. Doch daneben würde ein üppiges Gehalt fällig.
Jamal Musiala soll nach seiner Vertragsverlängerung auf ein Gehalt von bis zu 25 Millionen Euro brutto pro Jahr kommen. Kaum vorstellbar, dass sich Wirtz auf deutlich weniger einließe, sollte er von Leverkusen nach München wechseln.
Florian Wirtz könnte Thomas Müllers (Gehalts-)Platz einnehmen
Müller soll jährlich bis zu 17 Millionen Euro brutto kassieren. Eine Summe, die der FC Bayern ab Sommer einspart. Müllers frei werdender Platz auf der Gehaltsliste könnte wiederum Wirtz einnehmen. Bei dieser Rechnung müssten die Münchner wohl noch die ein oder andere Millionen draufpacken. Immerhin scheint Leroy Sané für künftig weniger Salär zu verlängern.
Was wird aus Sane? Vertragslaufzeiten der Bayern-Stars
In einer deutlich schwierigeren Lage wäre der FC Bayern bei Wirtz, wenn man Müllers Vertrag – selbst zu niedrigeren Bezügen – verlängert hätte. Zumal, sollte Wirtz kommen, Müllers Einsatzzeiten aller Voraussicht nach noch geringer ausgefallen wären.