Verstärkungen gesucht

Europa-League-Torjäger nächster Neuzugang von Eintracht Frankfurt?

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Eintracht Frankfurt plant den Kader für die kommende Saison und hat einen Torjäger aus der belgischen Liga im Visier.

Frankfurt – Eintracht Frankfurt plant einen Kaderumbruch für die neue Saison. Sportvorstand Markus Krösche hat eine Menge Arbeit vor sich, damit dem neuen Cheftrainer eine Truppe zur Verfügung steht, die erneut einen Angriff auf die internationalen Plätze starten kann. Mit Hugo Larsson, Omar Marmoush und Willian Pacho steht ein Trio als Neuzugänge fest, dazu bleiben die bisherigen Leihspieler Philipp Max und Junior Dina Ebimbe langfristig.

Viktor Boniface
Geboren: 23. Dezember 2000
Verein:Royale Union Saint Gilloise
Position:Mittelstürmer

Eintracht Frankfurt treibt Kaderplanung voran

Der Sturm der SGE könnte in der nächsten Saison ein völlig anderes Gesicht bekommen. Randal Kolo Muani hat sich durch eine bärenstarke Saison in den Fokus mehrerer Top-Klubs gespielt und könnte die Adler im Sommer verlassen. Für den französischen Nationalspieler will Eintracht Frankfurt mindestens eine Ablösesumme in Höhe von 100 Millionen Euro erzielen.

Kolo Muani ist aber nicht der einzige Angreifer, der in der kommenden Spielzeit für einen anderen Verein auflaufen könnte. Rafael Borre und Lucas Alario, die beide eine schwache Runde spielten, sind ebenfalls Kandidaten für eine Luftveränderung. Borre, der in der Saison 2021/22 den entscheidenden Elfmeter zum Europa-League-Triumph der SGE verwandelte, konnte nicht mehr an seine Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen und stand im Winter bereits vor einem Wechsel.

Die größten Transfer-Flops von Eintracht Frankfurt

Anderson Bamba Ordonez Eintracht Frankfurt sieht sich die Commerzbank Arena an 05 02 2017 Eintr
Platz 10: Anderson Ordonez wechselte im Januar 2017 für 1 Mio. Euro von Barcelona an den Main. Jedoch nicht vom katalanischen Weltklub, sondern vom ecuadorianischen Pendant aus Guayaquil. Nach einem Jahr mit Verletzungsproblemen und nur vier Einsätzen ging es wieder zurück nach Ecuador, wo er bis heute spielt. © imago
Training Eintracht Frankfurt Ali Akman (Eintracht Frankfurt, 30) auf dem Rad. Training von Eintracht Frankfurt am 28. Ju
Platz 9: Ali Akman kam 2019 mit vielen Vorschusslorbeeren und reichliche Drama von Buraspor zur Eintracht. Weil er einen Vorvertrag in Deutschland unterschrieb, ließ Buraspor sein Toptalent für die restliche Vertragslaufzeit nicht mehr auflaufen. Die SGE zahlte ein wenig drauf, Akman kam noch früher. Der Stürmer kann sich aber bis heute nicht durchsetzten. Bis Sommer 2023 ist er an Göztepe ausgeliehen. Bislang ist er noch ohne Torerfolg in der Türkei. Der Durchbruch in Frankfurt wird ihm wohl nicht mehr gelingen. © Kessler/imago
31.10.2020, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Eintracht Frankfurt - Werder Bremen emspor, v.l. Bas Dost (Eintracht Frankfurt
Platz 8: Bas Dost schloss sich für stolze 7 Mio. Euro der SGE von Sporting aus Lissabon an. Nach einem vielversprechenden Start mit drei Treffern in fünf Spielen folgten in seiner Premierensaison nur noch fünf weitere Tore. Nach anderthalb Jahren ging er für 4 Mio. Euro - ein satter Verlust von 3 Millionen. © Huebner/imago
Lucas Alario fotografiert beim Fußball Freundschaft Spiel Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen am 2.12..22. in Fr
Platz 7: Für einen ähnlich hohen Betrag (6 Mio. Euro) kam Lucas Alario im Sommer 2022 von Bayer Leverkusen zu Eintracht Frankfurt. Mit nur 200 Spielminuten und nur einem mageren Törchen ist der Argentinier ein großer Flop - eigentlich. Denn noch hat Alario die Chance, das Ruder herumzureißen und sich mit Toren am Fließband aus dieser Liste zu katapultieren. © Schmidt/imago
Nelson VALDEZ F verletzt mit Krücken Fussball 1 Bundesliga 3 Spieltag Eintracht Frankfurt F
Platz 6: Bundesliga-Veteran Nelson Valdez kam 2014 immerhin ablösefrei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an den Main. Doch der Paraguayer riss sich bereits in seiner dritten Partie das Kreuzband. Zum Ende der Spielzeit kam er für acht Einsätze nochmal zurück, eher er die SGE wieder verließ. Immerhin: Bei seinem Comeback gegen Paderborn traf der Angreifer und sorgte für große Emotionen. © imago
Tommy Berntsen 2001 im Trikot von Eintracht Frankfurt
Platz 5: Nur die wenigsten Eintracht-Fans werden sich noch an Tommy Berntsen erinnern. 2001 für die damals schwindelerregende Ablösesumme von rund 1,9 Mio. Euro aus dem norwegischen Lillestrom nach Frankfurt gewechselt, reichte es nur zu drei Kurzeinsätzen in zwei Monaten. Neun Monate lang wurde der Norweger nicht mehr eingesetzt, ehe es wieder in die Heimat ging. © imago
Ümit Korkmaz von Eintracht Frankfurt mit Trainer Armin Veh
Platz 4: Als Toptalent von Rapid Wien für 2,3 Mio. Euro unter Vertrag genommen, konnte Ümit Korkmaz die Erwartung bei der Eintracht nie erfüllen. Zahlreiche Verletzungen verhinderten, dass der Österreicher mal viele Spiele in Folge absolvieren konnte. Dennoch ist der mittlerweile 37-Jährige immer ein gern gesehener Gast in Frankfurt. © imago
11.12.2019, xmhx, Fussball UEFA Europa League, Eintracht Frankfurt - Training und PK emspor, v.l. Dejan Joveljic (Eintr
Platz 3: Mit ähnlich großen Erwartungen schloss sich Dejan Joveljic den Adlerträgern an. Satte 4 Mio. Euro zahlte der Klub 2019 für das hoffnungsvolle Talent an Roter Stern Belgrad. Doch der Serbe setzte sich nie durch. Nach zwei Leihgeschäfte folgte im Sommer 2021 der Schritt nach Los Angeles - ohne je einen Bundesliga-Treffer erzielt zu haben. Mit einer Ablösesumme von 3,5 Mio. Euro konnte zumindest der finanzielle Schaden in Grenzen gehalten werden. © Huebner/imago
15.05.2021, Fussball, Saison 2020/2021, 1. Bundesliga, 33.Spieltag, FC Schalke 04 - Eintracht Frankfurt, Steven Zuber (E
Platz 2: 3 Milo. Euro ließ sich die Eintracht Steven Zuber Kosten. In 23 Einsätzen konnte er sich nicht in die Herzen der SGE-Fans spielen und enttäuschte größtenteils. Sein Leihgeschäft und anschließender Transfer-Deal nach Athen spülten immerhin 2 Mio. Euro wieder zurück in die Kassen der Hessen. © Rehbein/imago
Sam Lammers 9 (Eintracht Frankfurt), Bayer Leverkusen vs. Eintracht Frankfurt, Fussball, 1. Bundesliga, 32. Spieltag, 0
Platz 1: Schon die Rahmenbedingungen des größten Eintracht-Flops aller Zeiten machten stutzig. 3,6 Mio. Euro zahlten die Frankfurter für das einjährige Leihgeschäft von Sam Lammers an Atalanta Bergamo. Der Niederländer wirkt in jeder seiner größtenteils kurzen Einsätze wie ein Fremdkörper im Spiel der SGE. Der völlig überteuerte Leih-Deal wurde zur großen Enttäuschung. Ein anschließender Kauf stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte, sodass der Angreifer nach einem Jahr wieder zurück nach Italien gehen musste. © Niemeyer/imago

Eintracht Frankfurt hat Boniface im Visier

Lucas Alario, vergangenen Sommer von Bayer Leverkusen an den Main gewechselt, enttäuschte auf ganzer Linie. Er saß die meiste Zeit auf der Bank und konnte seine geringe Einsatzzeit nicht nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen. Fraglich, ob er unter dem neuen Trainer eine weitere Chance bekommt oder ein Verkauf geplant ist.

Als Neuzugänge für den Angriff sind Ermedin Demirovic vom FC Augsburg und mit Viktor Boniface ein interessanter Spieler aus der belgischen Liga im Gespräch, der in der abgelaufenen Saison in der Europa League für Furore sorgte. In Diensten des belgischen Top-Klubs Royale Union Saint Gilloise erzielte er sechs Treffer in zehn Partien und teilte sich damit die Torjägerkanone der Europa League mit Marcus Rashford von Manchester United.

Eintracht Frankfurt zeigt Interesse an Victor Boniface.

Boniface hat in der abgelaufenen Saison wettbewerbsübergreifend 22 Tore in 55 Pflichtspielen erzielt und zwölf weitere Treffer vorbereitet. Der 22-Jährige wechselte im Sommer 2022 vom norwegischen Klub Bodø/Glimt zu Royale Union Saint Gilloise und erlebte eine regelrechte Leistungsexplosion. Mittlerweile beträgt sein Marktwert zwölf Millionen Euro – Tendenz steigend. Sein Vertrag läuft bis Mitte 2026, günstig werden dürfte ein Transfer für Eintracht Frankfurt deshalb mit ziemlicher Sicherheit nicht. (smr)

Rubriklistenbild: © IMAGO/KURT DESPLENTER

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