VonIngo Durstewitzschließen
Der Leih-Stürmer Sasa Kalajdzic erleidet seinen dritten Kreuzbandriss und fällt wohl monatelang aus.
Frankfurt – Bittere Diagnose für Eintracht-Stürmer Sasa Kalajdzic: Der 26-Jährige hat sich im Auswärtsspiel am Sonntagnachmittag in Freiburg (3:3) einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen, zudem ist das Außenband beschädigt. Der 26-Jährige fällt damit mindestens sechs Monate aus, eher länger.
Sasa Kalajdzic hat sein letztes Spiel für Eintracht Frankfurt wohl schon gemacht
Das bedeutet auch, dass er das Frankfurter Dress nicht mehr tragen wird. Der Österreicher spielte nur auf Leihbasis für die Eintracht, kehrt im Sommer zu seinem Stammverein, den Wolverhampton Wanderers aus der Premier League, zurück. Eine Kaufverpflichtung besteht für die Hessen nicht.
Eintracht Frankfurts Kalajdzic erleidet bereits seinen dritten Kreuzbandriss
Für den Angreifer, der am vergangenen Donnerstag in der Conference League beim Spiel in Belgien gegen Royale Union Saint-Gilloise (2:2) sein erstes Tor für die Eintracht erzielte, ist diese Verletzung ein großer Schock. Der Zwei-Meter-Hüne verpasst dadurch nicht nur die Europameisterschaft in Deutschland, sondern wird sogar um die Fortsetzung seiner Karriere kämpfen müssen.
Denn es ist nun schon die dritte schwere Verletzung dieser Art, der Mittelstürmer musste bereits zwei Kreuzbandrisse im linken Knie wegstecken und kämpfte sich beide Male zurück. Das einzig halbwegs Gute an der jetzigen schlechten Nachricht ist, dass es nun das andere Gelenk erwischt hat. Bei einer dritten Kreuzbandruptur im selben Knie wäre es das mit der Laufbahn mit ziemlicher Sicherheit gewesen. Doch auch so bleiben Zweifel.
Kalajdzic hatte Vorahnung schon auf dem Platz
Für Kalajdzic, der erst vor wenigen Tagen zum ersten Mal Vater geworden ist, wird diese Diagnose erst einmal schwer zu verdauen sein, obwohl er sie erahnt hat. Bereits auf dem Feld spürte er, dass da etwas nicht mehr stimmte im Knie, und auch in der Kabine berichtete er von einem ganz merkwürdigen Gefühl im Gelenk. Der Angreifer war nach Frankfurt gekommen, um seine Karriere neu zu befeuern und noch mal durchzustarten – und jetzt das.
Für die Eintracht ist der Ausfall ebenfalls hart, sie hat aber noch Glück, dass sie auf den letzten Drücker Hugo Ekitiké von Paris Saint-Germain loseisen konnte – sonst stünde sie erneut mit nur einem Stürmer da.
Eintracht Frankfurt: Das sind die Rekord-Torschützen




Nachfolger für Kalajdzic steht schon in den Startlöchern
Ab Sommer wird der Klub daher auf Igor Matanovic bauen, der zurzeit auf Leihbasis beim KSC spielt. Der Vertrag des 20-Jährigen, auch stattliche 1,94 Meter groß, soll verlängert werden. Ihm gehört in Frankfurt die Zukunft. Kalajdzic nicht mehr. So brutal ist das Geschäft. (Ingo Durstewitz)
Rubriklistenbild: © dpa

