Gelöste Stimmung

ARD-Reporter unterläuft live im TV Interview-Fauxpas – Deutsches Biathlon-Ass nimmts mit Humor

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Vanessa Voigt und die deutschen Biathletinnen überzeugen beim WM-Einzelrennen. Im Anschluss an das Rennen kommt es zu einer kuriosen Interviewszene.

Nove Mesto – „Das ist sehr hart. Ich musste da echt mit den Tränen kämpfen, weil man sich das ganze Jahr den Arsch aufreißt – und dann sowas zum Höhepunkt“, sagte Vanessa Voigt nach der Verfolgung bei der Biathlon-WM im ARD-Interview. Zwei Tage später war die deutsche Biathletin wieder den Tränen nahe – nach dem Einzel-Rennen sollten es allerdings Tränen der Freude sein.

Deutsche Biathleten feiern Auferstehung bei Biathlon-WM

Die deutschen Biathletinnen hatten sich zuvor mit einer eindrucksvollen Teamleistung zurückgemeldet. Voigt ging mit Startnummer vier als erste Deutsche ins Rennen und legte mit 20 Treffern bei 20 Schuss vor. Janina Hettich-Walz und Selina Grotian zogen nach und die deutsche Wiederauferstehung war perfekt.

Nach zuvor enttäuschenden WM-Auftritten überzeugte Hettich-Walz als Zweite, WM-Debütantin Grotian als Vierte und die emotionale Voigt als Fünfte. „Das ist einfach unbeschreiblich“, sagte die 26-Jährige nach dem Rennen, die bei der WM erst am Abend stattfinden, im ARD-Interview: „Ich bin unglaublich stolz auf die Mädels. Ich muss wieder Tränen verdrücken – aber der Freude.“

Vanessa Voigt und Christian Dexne sorgten für eine kuriose Interview-Szene.

ARD-Reporter und Voigt von schnellem Interview-Einstieg überrascht

Der Einstieg in das Interview war dabei durchaus kurios. Während das Rennen noch lief, tauchte die Biathletin bei ARD-Reporter Christian Dexne auf, der von dem schnellen Einstieg sichtlich überrascht war. Während die beiden schon im Bild waren, fragte der Reporter in die Kamera: „Geht‘s los? Sind wir da? Ja, wir sind da.“

Voigt, die Tage zuvor noch mit Hassnachrichten konfrontiert wurde, lächelte den offensichtlichen Fauxpas weg und zeigte sich im anschließenden Interview erleichtert. Später am Abend reposteten sowohl Dexne als auch Voigt noch ein Meme, dass den Fauxpas des Reporters aufgreift. Darauf zu sehen: Eine Person in einem Schwimmbecken, die mit Schwimmreifen und Schwimmflügeln versucht, nicht unterzugehen. Dazu schrieb die Seite: „Dexi beim Interview mit Vanessa Voigt – ich bin nicht bereit.“

Geisenberger, Frenzel & Co.: Diese deutschen Wintersport-Stars haben 2023 ihre Karriere beendet

Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.
Rennrodlerin Natalie Geisenberger hat ihre Laufbahn nach sechs Goldmedaillen bei Olympia, neun WM-Titeln und acht Gesamtweltcup-Siegen für beendet erklärt.  © IMAGO/Andrew P. Scott
Biathletin Denise Herrmann-Wick jubelt vor dem Holmenkollen.
Es war der Paukenschlag in der Wintersport-Saison 2022/23: Ex-Langläuferin und Biathletin Denise Herrmann-Wick beendete als amtierende Olympiasiegerin ihre Karriere. © IMAGO/VEGARD GRØTT
Eric Frenzel wird von Sportler der Nordischen Kombination verabschiedet.
Ein ganz großer deutscher Sportler verlässt die Nordische Kombination: Eric Frenzel. 2014 und 2018 wurde er Olympiasieger. © IMAGO/GEPA pictures/ Patrick Steiner
Nico Ihle beim Eisschnelllauf.
Der Eisschnellläufer Nico Ihle beendete seine lange Karriere mit 37 Jahren. Sein größter Erfolg: Die WM-Silbermedaille 2017 in Gangneung. ©  via www.imago-images.de
Die deutsche Biathletin Luise Müller beim IBU Cup in Pokljuka.
Die deutsche Nachwuchs-Hoffnung im Biathlon, Luise Müller (22), verkündete völlig überraschend ihr Karriereende. © IMAGO/Harald Deubert
Der deutsche Skifahrer Julian Rauchfuss bei der Abfahrt.
Eine Silbermedaille nahm Technik-Spezialist Julian Rauchfuss bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking mit nach Hause. © IMAGO/GEPA pictures/ Mathias Mandl
Die Biathletin Vanessa Hinz am Schießstand bei ihrem letzten Rennen in Obertilliach
Von Verletzungen und Rückschlägen in der Saison 2022/23 verfolgt: Vanessa Hinz. Die 31-jährige Biathletin hörte 2023 nach ihrem letzten Rennen beim IBU Cup in Obertilliach auf. WM-Silber 2020 im Einzel ist einer ihrer größten Triumpfe. © Harald Deubert/imago
Der deutsche Sportler Jonas Dobler beim Skilanglauf.
Jonas Dobler (Skilanglauf) beendete nach zehn Jahren im Weltcup seine Karriere. © IMAGO/Eibner/Memmler
Nolan Seegert tanzt mit seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase auf dem Eis.
Der 30-jährige Nolan Seegert beendete seine Karriere als Paarläufer aufgrund der Trennung von seiner Lauf-Partnerin Minerva Hase (l.). © IMAGO/Stephanie Gouiran
Skirennläuferin Marlene Schmotz umfährt Slalom-Stange beim Weltcup.
DSV-Slalom-Spezialistin Marlene Schmotz (29) verabschiedete sich nach zehn Jahren im Ski-Weltcup aus dem Alpinsport.  © Wolfgang Grebien/GEPA pictures/imago
Der 30-jährige Paul Fentz beim Eiskunstlauf.
Paul Fentz: Der Eiskunstläufer und viermaliger deutsche Meister zog einen Schlussstrich unter seiner Laufbahn auf dem Eis. © Laci Perenyi via www.imago-images.de
Der deutsche Skirennfahrer David Ketterer beendete den Weltcup in Chamonix auf dem 22. Platz.
Mit David Ketterer haben gleich drei deutsche DSV-Asse ihre Ski nach dieser Saison abgeschnallt. Der 29-jährige gebürtige Donaueschinger kämpfte in den letzten Jahren immer wieder mit Verletzungen - 2022 wurde „Kette“ zudem Vater.  © Mario Buehner/GEPA pictures/imago

Dexne selbst ergänzte die Montage noch mit einem Screenshot von der Interview-Szene, bei dem der Reporter nach „Hilfe“ schreit. Ein Zeichen, dass er tatsächlich überrascht war von dem schnellen Interview-Einstieg zuvor. Am Ende konnten aber sowohl er als auch Voigt drüber lachen. Der Abschluss eines rundum perfekten deutschen WM-Tages. (kk)

Rubriklistenbild: © Screenshot ARD

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