FC Bayern legt offenbar klaren Zeitplan für Neuer-Zukunft fest
VonPeter Grad
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Karrierende oder noch eine Saison dranhängen: Die Zukunft von FCB-Kapitän Manuel Neuer ist nach wie vor nicht geklärt. Die Entscheidung soll jedoch näher rücken.
München - In der aktuellen Bild-Podcast-Folge „Bayern Insider“ mit Christian Falk und Tobi Altschäffl wird die Zukunft von Manuel Neuer intensiv diskutiert. Die Frage, ob der fünffache Welttorhüter seine Karriere beim FC Bayern fortsetzt, soll zeitnah geklärt werden. Altschäffl verrät dabei, dass die entscheidenden Gespräche in der Länderspielpause Ende März stattfinden sollen. Der Kapitän des Rekordmeisters wird am 27. März 40 Jahre alt.
Bild-Kollege Falk bemerkt, dass damit erstmals ein konkreter Zeitplan feststehen würde. Rund um den Monatswechsel von März auf April soll die Entscheidung fallen. Dabei scheint die Situation vereinsintern keineswegs völlig eindeutig zu sein. Denn einerseits verspürt Neuer durchaus den Reiz, auf höchstem Niveau weiterzuspielen. Andererseits wäre er bei Ablauf des neuen Vertrags bereits 41 Jahre alt – eine Realität, den auch die Bayern-Bosse nicht ausblenden können.
Hochverdienter Kapitän wird beim FCB kritischer als früher gesehen
Außerdem verdeutlicht Falk, dass es an der Säbener Straße dazu unterschiedliche Einschätzungen geben soll. Zwar zweifelt niemand grundsätzlich an Neuers (Welt-)Klasse, doch die Frage lautet, wie konstant er dieses Level noch zeigen kann. Genau deshalb wollen die Verantwortlichen beim Rekordmeister keine Hängepartie mehr, sondern eine nicht allzu ferne klare Entscheidung.
Unmittelbar mit der Vertragsfrage verknüpft ist Neuers sportliche Bewertung. Im Podcast wird das Gegentor beim 3:1-Sieg in Köln sehr kritisch gesehen. Altschäffl legt sich fest: „Den muss ein Bundesliga-Torwart halten.“ Und BILD-Kollege Falk bestätigt diese Einschätzung ohne jegliche Einschränkung an.
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Auch beim FC Bayern soll Neuer weiterhin mit größtem Respekt und Wertschätzung behandelt werden, aber dennoch sachlich nüchtern und leistungsbezogen. Dazu gehört auch, dass Fehler angesprochen werden. Genau das wird nun ebenfalls in die Entscheidungsfindung einfließen. Die FCB-Verantwortlichen müssen so zwischen dem hochverdienten Kapitän und Identifikationsfigur und der sportlichen Realität abwägen.