Frauen-EM: DFB-Elf erfährt vor Halbfinalkracher ersten Rückschlag
Die deutsche Nationalmannschaft strebt am Mittwoch im Duell gegen Spanien den Finaleinzug an. Doch schon vor dem Anpfiff folgt die erste Enttäuschung.
Zürich – Es ist ein Duell gegen eine der besten Mannschaften der Welt: Wenn die deutsche Frauennationalmannschaft am Mittwochabend auf Spanien trifft (21 Uhr – alle TV-Infos hier), wird es für das Team von Christian Wück um das Finalticket bei der Frauen-EM gehen. Natürlich sind die amtierenden Weltmeisterinnen von der iberischen Halbinsel dabei leicht favorisiert – aber verstecken braucht sich die DFB-Elf nach dem sensationellen Sieg gegen Frankreich nicht.
DFB-Elf muss vor Frauen-EM-Halbfinalkracher gegen Spanien ersten Dämpfer verkraften
Im Vorfeld der Partie muss die deutsche Mannschaft allerdings einen ersten Dämpfer verkraften; denn Schlagersänger Wolfgang Petry, der in dieser Woche eigentlich im Trainingscamp auftreten sollte, musste sein geplantes Konzert kurzfristig absagen.
Der Hintergrund: Bereits vor dem Start der Europameisterschaft hatte der 73-Jährige die DFB-Elf besucht und dabei einige seiner größten Hits zum besten gegeben. Das Privatkonzert kam bei den Spielerinnen derart gut an, dass Petry kurz darauf eine gemeinsam mit der Mannschaft aufgenommene Neufassung seines berühmten Hits „Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n“ aufnahm und pünktlich zum EM-Start veröffentlichte.
Fußballer, Fußballerinnen und nochmal Fußballer – die Partner unserer DFB-Stars bei der Frauen-EM
Vor dem Spanien-Spiel sollte er nun erneut mit den DFB-Stars singen – doch dazu wird es zunächst nicht kommen, wie Nationalelfsprecherin Annette Seitz auf einer Pressekonferenz bekanntgab. Gründe wurden zunächst keine genannt.
Kleinherne: „Er gibt uns sehr, sehr viel Energie“
Ob Petry im Vorfeld eines möglichen Finales aber nochmal in die Schweiz reisen würde? Zumindest die Spielerinnen würden sich darüber freuen. „Er hat gesagt, dass er da ist, wenn wir ihn brauchen. Und ich glaube, es ist ein Moment da, wo wir ihn brauchen“, betonte etwa Verteidigerin Sophia Kleinherne. Petry gebe der Mannschaft „sehr, sehr viel Energie. Er sorgt nicht nur in der Kabine für unglaublich gute Stimmung, sondern auch auf dem Platz, neben dem Platz - unglaublich toll, dass er da war“, so die Wolfsburgerin.
In der Geschichte der deutschen Nationalmannschaft ist es nicht das erste Mal, dass populäre Musikstars vor Turnieren gemeinsam mit den Spielern Songs aufnehmen oder während des Wettbewerbs mit ihren Liedern in der Kabine für Motivation sorgen. Unvergessen ist etwa das Stück „Buenos dias Argentina“, das Udo Jürgens vor der WM 1978 mit Berti Vogts, Sepp Maier & Co. aufnahm.
Zwölf Jahre später war Jürgens wieder als Glücksbringer der DFB-Elf im Einsatz; diesmal sang er mit dem Team den Song „Wir sind schon auf dem Brenner“ ein. Und auch bei der Heim-EM im vergangenen Jahr mussten die deutschen Spieler nicht auf ein musikalisches Rahmenprogramm verzichten: Bei einem Teamabend im Quartier in Herzogenaurach trat Rapper Kontra K auf. (ysl)