VonIngo Durstewitzschließen
Eintracht Frankfurt in der Einzelkritik nach der ernüchternden Leistung beim 0:2 in Köln: Einzig Torwart Kevin Trapp ist ganz okay, gleich acht Spieler schwächeln.
Tadellos
Kein Eintrag.
Gut dabei
Kein Eintrag.
Ganz okay
Kevin Trapp: Auf dem Posten, strahlte Sicherheit aus – auch unter Druck stark mit dem Ball am Fuß. In seinem ureigenen Metier aufmerksam: Lenkte einen Schuss von Thielmann irgendwie um den Pfosten (14.). Der wäre drin gewesen. Konnte das Unheil freilich auch nicht stoppen, an den Gegentoren schuldlos. Am Ende mit einem dicken Hals.
So lala
Robin Koch: Fegte schon mal dazwischen, ließ weniger anbrennen als die Kollegen – aber das war auch nicht schwer. Hätte zwingend das 1:0 machen müssen, der Kopfball aus fünf Metern muss rein – auch wenn er ein wenig überrascht war (28.).
Mario Götze: Ballverteiler aus hinterer Reihe, das kann er. Sollte freilich häufiger den Pass nach vorne wählen, dann hätte er vielleicht keine Passquote von annähernd 100 Prozent, aber es kann durchaus mal gefährlich werden – wie bei seinem Zuckerzuspiel auf Skhiri, der an FC-Keeper Schwäbe scheiterte (40.). Noch zwei, drei weitere gute Chipbälle in die Spitze. Ging aber auch mit unter.
Fares Chaibi: Kam zur zweiten Hälfte, konnte anfangs ein paar Impulse geben. Immerhin mit einem vielversprechenden Freistoß, den Schlussmann Schwäbe aus dem Winkel kratzte (52.). Dann war es vorbei.
Eintracht-Spieler Ansgar Knauff: Viele falsche Entscheidungen
Schwächelnd
Hugo Larsson: Dieses Mal auf der offensiveren Position im Mittelfeld aufgeboten – die behagte ihm deutlich weniger. War sehr fleißig und bemüht, lief so viel wie immer, aber strukturlos und ziellos. Man spürte, da weiß einer nicht so richtig, was er machen und wie er sich bewegen soll. Nicht ideal.
Ellyes Skhiri: An alter Wirkungsstätte weit weg von seiner Topform. Stopfte Löcher, lief unentwegt, gab alles, aber ohne große Aktion. Es sei denn, sein Schuss aus Nahdistanz, siehe oben (40.), wäre reingegangen. Ist er aber nicht. Von daher war das nix.
Ansgar Knauff: Viele falsche Entscheidungen, wenig gute Aktionen. Verheddert sich, verhaspelt sich, viel Stückwerk. Oft am Boden, lamentiert zu viel. Müsste mal eine Pause bekommen.
Tuta: Lange Bälle, die ihr Ziel nicht fanden. Und hinten auch nicht immer konzentriert, einmal wieder mit einer Schlampigkeit mit dem Ball am Fuß, Kugel weg, Gegner gefoult – Gelb. Kurz vor Schluss dann „gekrönt“ von Gelb-Rot nach einem Ellenbogeneinsatz. Dämlich. Ob das noch mal was wird mit dem Brasilianer?
Eintracht-Spieler Nkounkou: Nach vorne, aber nicht zielgerichtet
Eric Dina Ebimbe: Ließ sich von FC-Youngster Finkgräfe abkochen, der ist 19. Völlig konfus, ohne Zielstrebigkeit und Fokussierung. Schlechte Körpersprache, theatralische Gestik. Nervig.
Niels Nkounkou: Nach vorne mit Power, aber nicht zielgerichtet. Hinten überfordert. Okay, eine prima Rettungstat war dabei (62.), aber ansonsten ganz dünn, viele Probleme mit Eintracht-Leihspieler Alidou. Den holte er auch tölpelhaft von den Beinen und sah schließlich Gelb-Rot (66.). Der Anfang vom Ende. Böser Rückschritt.
Sasa Kalajdzic: Hat er mitgespielt? Verlängerte ein paar Bälle, wurde zwei-, dreimal gefoult. Und das war es schon. Ein Fremdkörper, quasi nicht existent. Spielt gar nicht mit – wird aber auch gar nicht eingebunden. Steht ganz alleine auf weiter Flur.
Hrvoje Smolcic: Was für ein Auftritt. Wackelte schon zu Beginn heftig, ließ sich da mehrfach düpieren. Sein enormes Tempodefizit wurde schon bei Thielmanns Chance deutlich, als er einfach nicht hinterher kam (14.). Kapitaler Bolzen vor dem 0:2, solch einen schlimmen Fehlpass, ohne jede Bedrängnis, sieht man auf diesem Niveau auch nicht alle Tag. Auf diesem Level eigentlich nicht konkurrenzfähig.
Zu spät gekommen
Philipp Max, Jean-Matto Bahoya, Sebastian Rode, Hugo Ekitiké.
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