Franzose will unbedingt weg

Pavard und sein Bayern-Abschied: Mailand-Aktion im April erscheint in neuem Licht

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Benjamin Pavard will den FC Bayern noch in diesem Sommer verlassen. Mailand soll das Ziel sein – eine Stadt, die der Verteidiger vor wenigen Monaten schon einmal besuchte.

München – Er will weg, die Fans wollen ihn nicht mehr und auch die Bosse des FC Bayern München dürften froh sein, wenn diese Wechsel-Posse endlich vorbei ist. Die Rede ist natürlich von Benjamin Pavard. Der Franzose sorgt seit Monaten für Unruhe beim deutschen Rekordmeister, zum Finale der Transferperiode könnten sein Abschied nun endlich besiegelt werden.

Benjamin Jacques Marcel Pavard
Geboren: 28. März 1996 (Alter: 27 Jahre), Maubeuge, Frankreich
Vertrag beim FC Bayern München bis:30. Juni 2024
Marktwert:40 Millionen Euro

Benjamin Pavard will den FC Bayern München noch in diesem Sommer verlassen

Thomas Tuchel betont öffentlich zwar immer wieder, dass er ein Fan des Franzosen sei. Auf der PK vor dem Augsburg-Spiel bestätigte der Trainer nun aber, dass „Benji hat um einen Wechsel gebeten“ hat. Er spüre auch, dass Pavard „ausschließlich seinen Willen im Kopf“ habe. Seine Haltung zu seinem aktuellen Arbeitgeber demonstrierte der Weltmeister von 2018 zuletzt deutlich. Beim Traumspiel in Kaltern machte Pavard schon während der Partie eine seltsame Figur, auf dem Mannschaftsfoto präsentierte er sich anschließend isoliert vom Rest des Teams.

Auch beim Lederhosen-Shooting der Bayern setzte Pavard eine Miene auf, die die Fans wüten ließ. Der Abwehrspieler, der in München überwiegend auf der rechten Seite eingesetzt wird, aber schon immer betont hat, lieber im Zentrum zu spielen, ist bei den Anhängern längst unten durch. Und das, obwohl er sich sportlich so gut wie immer stark präsentiert hat.

Pavard und sein Bayern-Abschied: Mailand-Reise im April erscheint in neuem Licht

Neben dem Platz sieht das anders aus. Bei den aktuellen Diskussionen rund um einen Transfer zu Inter Mailand wird nun auch wieder über einen Trip diskutiert, den Pavard im April unternommen hat. Das Ziel damals? Klar – Milano! Schon vor Monaten gab es die Gerüchte um einen Inter-Wechsel, damals schienen sie aber weit weniger heiß gewesen zu sein.

Pavard war zusammen mit seinem damaligen Bayern-Kollegen Lucas Hernandez in die italienische Metropole gereist, die beiden besuchten dabei ein Spiel von Inters Stadtrivale AC. Dort steht Lucas‘ Bruder Theo unter Vertrag, außerdem gibt es viele Kameraden aus der französischen Nationalmannschaft. Gute Gründe, um eine solche Reise zu rechtfertigen. Aber steckte vielleicht schon damals mehr dahinter? Wusste Pavard im April schon, dass er in Mailand – zwar nicht bei AC, aber bei Inter – seine neue Heimat finden wird und wollte sich schon einmal in der Stadt umsehen?

Klappt es noch mit einem Inter-Wechsel für Benjamin Pavard in diesem Sommer? Der Verteidiger hat den FC Bayern gebeten, den Verein verlassen zu dürfen.

Pavard schaute sich im April schon einmal in Mailand um

Die Bayern hatten zu dieser Zeit mehrere Tage frei. Nach dem Paris-Trip von Serge Gnabry im Frühjahr sorgte der Ausflug der beiden Verteidiger damals natürlich erneut für Diskussionen. Erstaunlich: Pavard und Hernandez machten kein Geheimnis aus ihrem Aufenthalt, besuchten sogar die AC-Kabine und dürften sich sicher darüber im Klaren gewesen sein, dass darüber im Nachgang gesprochen werden wird. Vier Monate später ist das Ergebnis bekannt: Hernandez wurde nach Paris verkauft, Pavard ist auf dem Sprung. Und der Trip von damals wirkt wie der erste Meilenstein auf dem Weg zum Doppel-Abschied.

Bis zum 1. September haben nun alle Seiten noch Zeit, den ehemaligen Stuttgarter endgültig in Mailand zu platzieren. Das Inter-Angebot soll aktuell bei rund 30 Millionen Euro liegen – allerdings bräuchten die Bayern vorher natürlich erst Ersatz, der sowohl rechts als auch innen auf hochklassigem Niveau performen kann. Solche Spieler sind rar gesät. Zuletzt rückte nun aber ein Engländer in den Fokus, mit dem Tuchel schon beim FC Chelsea zusammengearbeitet hatte. (akl)

Rubriklistenbild: © Sven Simon / Imago

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