Saisonfinale der Bundesliga

Königliche SGE - Eintracht gewinnt Nervenschlacht und sichert Champions-League-Ticket

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Eintracht Frankfurt dreht beim SC Freiburg eine intensive Partie und sichert sich das Ticket für die Königsklasse. Der Live-Ticker zum Nachlesen.

  • SC Freiburg – Eintracht Frankfurt 1:3 (1:1)
  • Selbstbewusste Eintracht sichert sich das Champions-League-Ticket
  • Der Live-Ticker zum Nachlesen

Update: 14.32 Uhr: In gut einer Stunde geht es los in Freiburg – und die Aufstellung der Eintracht liegt vor. Wie zu erwarten, muss Tuta leider verletzungsbedingt passen, und Dino Toppmöller muss seine Abwehr umbauen. Der Coach schickt für das Endspiel um die Königsklasse folgende Mannschaft ins Rennen: Trapp – Collins, R. Koch, Theate – Kristensen, Skhiri, Brown, Chaibi, Larsson – Ekitiké, Knauff

Erstmeldung vom 17. Mai: Freiburg – Saisonfinale im Breisgau. Am letzten Spieltag hat Eintracht Frankfurt bei ihrem Gastspiel in Freiburg alle Trümpfe in der Hand, um den Einzug in die Champions League perfekt zu machen. Dabei geht es nicht nur um sportliches Prestige, sondern auch um viel Geld. Der Trainer und das Umfeld strahlen Zuversicht aus.

Champions-League-Ticket im zweiten Anlauf? Toppmöller bezieht sich auf Michael Jordan

Im zweiten Anlauf soll es also klappen. Nach dem ernüchternden Unentschieden gegen den FC St. Pauli blieb der SGE das Königsklassen-Ticket vorerst verwehrt. Doch nachdem im Waldstadion kurzzeitig die Köpfe hingen, soll es heute mit breiter Brust in den letzten Spieltag dieser Bundesliga-Saison gehen.

Cheftrainer Dino Toppmöller, dessen Arbeitspapier kürzlich bis 2028 verlängert wurde, griff vor dem entscheidenden Saisonfinale tief in die Kiste der Sportgeschichte – und zog dabei Parallelen zu Basketball-Ikone Michael Jordan. Der Rückschlag gegen den FC St. Pauli inspirierte ihn dazu, den früheren NBA-Superstar zu zitieren.

Zwei für jeden Fall: Hugo Larsson und Rasmus Kristensen gehören bei der SGE zu den wichtigen Stützen

„Scheiß drauf“ - Axel Hellmann sendet klare Botschaft an Zweifler

„Er hat oft gesagt, dass er 9000 Würfe vergeben, über 300 Spiele verloren und 26-mal den Game-Winning-Shot daneben geworfen hat. Deswegen ist er so erfolgreich, weil er immer wieder und immer wieder versagt hat.“, so der 44-jährige Fußballlehrer. „Deshalb brauchen wir keine Angst vor dem Scheitern zu haben. Am Ende ist das die Geschichte eines jeden Sportlers: aus einem Scheitern zu lernen und zu wachsen.“

Folgt auf das St.-Pauli-Remis heute also der „Winning Shot“ gegen den direkten Konkurrenten? Auch Vorstandssprecher Axel Hellmann gab sich vor dem Saisonfinale kämpferisch – und formulierte die Marschroute in ungewohnt deutlicher Sprache. Nachdem er sinngemäß betont hatte, die Eintracht habe viel zu gewinnen, aber wenig zu verlieren, legte er nach: „Ich sage allen, die uns vielleicht von außen verunsichern wollen: Scheiß drauf. In dieser Situation musst du auf und neben dem Platz gewinnen.“

Dreikampf um die Champions League: Das große Millionenspiel im Breisgau

Zugleich ist sich der Vorstandsboss der finanziellen Bedeutung einer möglichen Champions-League-Teilnahme bewusst. Sollte die Eintracht auf Platz fünf abrutschen, würden dem Klub erhebliche Einnahmen entgehen. Das zeigt sich bereits bei den Startgeldern: Wie der kicker im Vorfeld des spannenden Dreikampfs um die Königsklasse vorrechnet, erhält ein Champions-League-Teilnehmer 18,62 Millionen Euro – ein Verein in der Europa League hingegen lediglich 4,31 Millionen Euro.

100 Jahre Waldstadion: Eine Zeitreise in Bildern durch die Frankfurter Arena – Von Ali bis CR7

Seit 2021 heißt die Frankfurter Arena Deutsche Bank Park.
Seit 2020 heißt die Frankfurter Arena Deutsche Bank Park. © Boris Roessler/dpa
Ein erstes Foto vom 1925 eingeweihten Waldstadion: Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1926.
Ein erstes Foto vom 1925 eingeweihten Waldstadion: Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1926. © dpa/Archiv
Fünf Jahre nach dem „Wunder von Bern“ feierte Eintracht Frankfurt im Waldstadion den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.
Nach den dunklen 30er- und 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts unter der NS-Herrschaft, brachte auch der Sport den Menschen wieder Freude. Fünf Jahre nach dem „Wunder von Bern“ feierte Eintracht Frankfurt im Waldstadion den Gewinn der Deutschen Meisterschaft.  © dpa/Archiv
Karl Mildenberger (r) und Muhammad Ali boxen um den WM-Titel 1966 im Schwergewicht im Waldstadion.
Karl Mildenberger (r) und Muhammad Ali boxen um den WM-Titel 1966 im Schwergewicht im Waldstadion. © dpa/Archiv
Ali gewann nach 12 Runden durch technischen K.O.
Ali gewann nach 12 Runden durch technischen K.O. © Willi Gutberlet/dpa
Auf dem Weg zum zweiten Stern: Frank Schöbel sang bei der Eröffnung der Fußball-WM 1974 in Frankfurt. Am Ende holte Deutschland den Titel.
Auf dem Weg zum zweiten Stern: Frank Schöbel sang bei der Eröffnung der Fußball-WM 1974 in Frankfurt. Am Ende holte Deutschland den Titel. © Karl Schnörrer/dpa
Weltstars im Frankfurter Waldstadion: Pélé (links) und Uwe Seeler bei der WM-Eröffnung 1974.
Weltstars im Frankfurter Waldstadion: Pélé (links) und Uwe Seeler bei der WM-Eröffnung 1974. © Karl Schnörrer/dpa
Fußball wurde 1974 natürlich auch gespielt im Frankfurter Waldstadion. An die Wasserschlacht gegen Polen erinnern heute noch die Länderspiel-Kommentatoren, wenn es stark regnet.
Fußball wurde 1974 natürlich auch gespielt im Frankfurter Waldstadion. An die Wasserschlacht gegen Polen erinnern heute noch die Länderspiel-Kommentatoren, wenn es stark regnet. © Istvan Bajzat/dpa
Die „Wasserschlacht von Frankfurt“ entschied die BRD-Elf übrigens mit 1:0 für sich.
Die „Wasserschlacht von Frankfurt“ entschied die BRD-Elf übrigens mit 1:0 für sich. © dpa
1980 feierte Eintracht Frankfurt den UEFA-Pokalsieg im Final-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach.
1980 feierte Eintracht Frankfurt den UEFA-Pokalsieg im Final-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach. © Roland Witschel/dpa
UEFA-Pokal 1993: Eintracht Frankfurt empfängt Dnjepr Dnjepropetrowsk im Waldstadion.
UEFA-Pokal 1993: Eintracht Frankfurt empfängt Dnjepr Dnjepropetrowsk im Waldstadion. © Frank Kleefeldt/dpa
In den 1990er-Jahren bereicherte eine weitere Sportart das Waldstadion: American Football mit Frankfurt Galaxy.
In den 1990er-Jahren bereicherte eine weitere Sportart das Waldstadion: American Football mit Frankfurt Galaxy. © Oliver Stratmann/dpa
Für Eintracht Frankfurt waren die 90er ein schwieriges Jahrzehnt. Die Fans erlebten den ersten Abstieg aus der Bundesliga – und den ersten Aufstieg aus der Zweiten. Für das alte Waldstadion war die Zeit abgelaufen.
Für Eintracht Frankfurt waren die 90er ein schwieriges Jahrzehnt. Die Fans erlebten den ersten Abstieg aus der Bundesliga – und den ersten Aufstieg aus der Zweiten. Für das alte Waldstadion war die Zeit abgelaufen. © Oliver Berg/dpa
Marius Müller-Westernhagen live im Waldstadion: Wenige Jahre nach seinem Konzert im Jahr 2000 wurden die alten Mauern abgerissen.
Marius Müller-Westernhagen live im Waldstadion: Wenige Jahre nach seinem Konzert im Jahr 2000 wurden die alten Mauern abgerissen. © Arne Dedert/dpa
Das fast vollbesetzte Frankfurter Waldstadion während des Abschlussgottesdienstes für den 29. Evangelischen Kirchentag im Sommer 2001.
Das fast vollbesetzte Frankfurter Waldstadion während des Abschlussgottesdienstes für den 29. Evangelischen Kirchentag im Sommer 2001. © Frank May/dpa
Für die WM 2006 in Deutschland sollte auch der Standort Frankfurt modernisiert werden. Die Tribünen des alten Waldstadions wurden nach und nach niedergerissen.
Für die WM 2006 in Deutschland sollte auch der Standort Frankfurt modernisiert werden. Die Tribünen des alten Waldstadions wurden nach und nach niedergerissen. © Arne Dedert
Die Eintracht trug während des Umbaus weiter ihre Heimspiele im Waldstadion aus. Es waren turbulente Jahre mit Abstiegen 2001 und 2004 sowie Aufstiegen 2003 und 2005.
Die Eintracht trug während des Umbaus weiter ihre Heimspiele im Waldstadion aus. Es waren turbulente Jahre mit Abstiegen 2001 und 2004 sowie Aufstiegen 2003 und 2005. © Arne Dedert/dpa
2025 steht das neue Waldstadion bereits seit 20 Jahren. Eintracht Frankfurt erlebte in der neuen Arena nur eine Zweitligasaison – 2011/12.
2025 steht das neue Waldstadion bereits seit 20 Jahren. Eintracht Frankfurt erlebte in der neuen Arena nur eine Zweitligasaison – 2011/12. © Arne Dedert/dpa
Noch ohne Dach: Fans im Waldstadion 2004 beim Spiel der Eintracht gegen Bayern München.
Noch ohne Dach: Fans im Waldstadion 2004 beim Spiel der Eintracht gegen Bayern München. © Oliver Weiken/dpa
Geschafft: Das neue Stadion steht – und heißt ab sofort Commerzbank Arena.
Geschafft: Das neue Stadion steht – und heißt ab sofort Commerzbank Arena. © Boris Roessler/dpa
Als WM-Gastgeber 2006 trug Deutschland auch den Confederations Cup im Jahr zuvor aus. 2005 kickte Brasilien gegen Argentinien im Waldstadion.
Als WM-Gastgeber 2006 trug Deutschland auch den Confederations Cup im Jahr zuvor aus. 2005 kickte Brasilien gegen Argentinien im Waldstadion. © Bernd Weißbrod/dpa
Wieder WM, wieder ein Weltstar zu Gast: Diego Maradona bejubelte seine Albiceleste im Waldstadion. 2006 noch zu jung für den argentinischen Kader: Lionel Messi.
Wieder WM, wieder ein Weltstar zu Gast: Diego Maradona bejubelte seine Albiceleste im Waldstadion gegen die Niederlande. 2006 noch zu jung für den argentinischen Kader: Lionel Messi. © Bernd Weissbrod/dpa
Messi zog es erst 2012 bei einem Testspiel auf den Frankfurter Rasen – da war er dann schon kaum zu stoppen.
Messi zog es erst 2012 bei einem Testspiel auf den Frankfurter Rasen – da war er dann schon kaum zu stoppen. © Frank Kleefeldt/dpa
Cristiano Ronaldo hingegen feierte 2006 seine erste WM-Teilnahme. Im Frankfurter Waldstadion war er mit Portugal gegen den Iran am Ball.
Cristiano Ronaldo hingegen feierte 2006 seine erste WM-Teilnahme. Im Frankfurter Waldstadion war er mit Portugal gegen den Iran am Ball. © Bernd Weissbrod/dpa
18 Jahre später spielte Ronaldo sein wohl letztes großes Turnier für sein Heimatland. 2024 führte ihn das EM-Viertelfinale gegen Slowenien wieder nach Frankfurt.
18 Jahre später spielte Ronaldo sein wohl letztes großes Turnier für sein Heimatland. 2024 führte ihn das EM-Viertelfinale gegen Slowenien wieder nach Frankfurt. © Torsten Silz/dpa
Die EM 2024 war das bislang letzte große Highlight für die Arena, die inzwischen unter dem Namen Deutsche Bank Park firmierte.
Die EM 2024 war das bislang letzte große Highlight für die Arena, die inzwischen unter dem Namen Deutsche Bank Park firmierte. © Torsten Silz/dpa
Neben dem Fußball ist der Deutsche Bank Park in Frankfurt inzwischen auch eine feste Größe in der Riege der Stadionkonzerte in Deutschland. 2022 waren beispielsweise Coldplay zu Gast.
Neben dem Fußball ist der Deutsche Bank Park in Frankfurt inzwischen auch eine feste Größe in der Riege der Stadionkonzerte in Deutschland. 2022 waren beispielsweise Coldplay zu Gast. © Andreas Arnold/dpa

Auch bei den weiteren Prämien klafft die finanzielle Schere weit auseinander: Für einen Sieg in der Gruppenphase gibt es in der Champions League 2,1 Millionen Euro, in der Europa League nur 450.000 Euro. Die Platzierungsprämien innerhalb der Ligaphase liegen in der Königsklasse zwischen 250.000 und 11 Millionen Euro, während sie in der Europa League lediglich zwischen 75.000 und 3,3 Millionen Euro betragen. (nki)

Rubriklistenbild: © IMAGO/HMB Media/Claus

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