Heimspiel in der Bundesliga

Mit Dreierkette gegen Mainz? Die BVB-Aufstellung von Niko Kovač

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Trainer Niko Kovač muss den BVB im Heimspiel gegen Mainz 05 auf mehreren Positionen verändern und stellt wohl auch taktisch um.

Update vom Sonntag, 30. März, 16.30 Uhr: Die BVB-Aufstellung ist da! Wie bereits im Update (s. 15.20 Uhr) angekündigt, fehlt Serhou Guirassy wegen Muskelbeschwerden. Maximilian Beier soll als Sturmspitze für die nötige Torgefahr sorgen. Durchaus überraschend sitzen Ramy Bensebaini und Jamie Gittens nur auf der Bank, während Yan Couto in die erste Elf rückt.

Viel deutet auf eine Dreierkette vor Torhüter Gregor Kobel mit Waldemar Anton, Emre Can und Nico Schlotterbeck hin, davor ersetzt Salih Özcan den verletzten Marcel Sabitzer neben Pascal Groß. Auf den Flügeln spielen Julian Ryerson und Couto, in der Offensive wird Beier von Julian Brandt und Karim Adeyemi unterstützt.

Die BVB-Aufstellung gegen Mainz:

Kobel – Anton, Can, Schlotterbeck – Couto, Özcan, Groß, Ryerson – Adeyemi, Brandt – Beier

Update vom Sonntag, 30. März, 15.20 Uhr: Der Spieltag beginnt für BVB-Fans mit einer bösen Überraschung! Stürmer Serhou Guirassy fehlt dem BVB im Heimspiel gegen Mainz (alle TV-Infos) kurzfristig. Offiziell hat der Klub den Ausfall des Guineers noch nicht bestätigt, das hat der Torjäger jedoch via X selbst erledigt. Laut Medienberichten handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme wegen Muskelbeschwerden bei Guirassy.

In der Startaufstellung von Dortmund dürfte Maximilian Beier in das Sturmzentrum rücken, Jamie Gittens auf der linken Seite beginnen. Ein Trost für den BVB: Guirassy verpasste in der laufenden Saison bisher drei Bundesliga-Spiele, die Mannschaft siegte gegen Eintracht Frankfurt (2:0) und den SC Freiburg (4:0), blieb auch gegen Werder Bremen (0:0) ungeschlagen.

Der BVB muss gegen Mainz kurzfristig auf Serhou Guirassy verzichten.

Erstmeldung vom Freitag, 28. März: Dortmund – Borussia Dortmund hat am Sonntag (17.30 Uhr) zum 27. Spieltag der Bundesliga den FSV Mainz 05 zu Gast.

Die Rheinhessen stehen überraschend da, wo sich der BVB eigentlich wähnt: Mainz ist sensationeller Tabellendritter und träumt acht Spieltage vor Saisonende von einer historischen erstmaligen Qualifikation zur Champions League. Für den BVB ist dieses vermeintliche Minimalziel bei zehn Punkten Rückstand in weite Ferne gerückt.

Gegen Mainz soll am Sonntag die Aufholjagd starten, mit der Dortmund die Horror-Saison in der Bundesliga noch zu einem halbwegs versöhnlichen Ende führt.

Niko Kovač muss in seiner BVB-Aufstellung eine zentrale Frage beantworten.

Wer ersetzt Marcel Sabitzer in der BVB-Startelf?

Cheftrainer Niko Kovač will vor Beginn der letzten Saisonphase aber keine genauen Ziele definieren. „Wir müssen das Thema nicht wieder aufmachen. Es geht einzig und allein darum, dass wir das Spiel, das wir am Wochenende vor der Brust haben gegen Mainz, gewinnen, egal wie. Was am Ende dabei rumkommt, werden wir sehen. Wir müssen nicht die nächsten acht Spiele vorhersehen, wir müssen das Spiel am Wochenende gewinnen, da ist der Fokus drauf“, sagte Kovač am Freitag in der Spieltagspressekonferenz des BVB.

Personell gibt es ein großes Fragezeichen: Während Felix Nmecha noch nicht wieder zur Verfügung steht, fällt Marcel Sabitzer mit einer Knieverletzung aus der 0:2-Niederlage bei RB Leipzig vor der Länderspielpause womöglich bis Saisonende aus. Damit ist die Besetzung der Sechserposition offen.

„Wir haben mit Salih Özcan eine Option, Pascal Groß spielt sowieso da, wir haben Waldemar Anton. Wir haben einige Alternativen, die wir durchgehen können, aber ihr werdet verstehen, dass wir nicht alle Karten auf den Tisch legen“, zwinkerte Kovač den Medienvertretern am Trainingszentrum des BVB zu.

Anton hat nach Kovač-Loblied beste Karten beim BVB

Dem Vernehmen nach hat Anton gute Karten, der Profiteur der Verletzung von Sabitzer zu werden – ob in Folge einer Systemumstellung auf eine Dreierkette oder als Aushilfe auf der Sechser-Position. „Was mir bei Waldi imponiert: Er ist menschlich ganz weit oben anzusiedeln. Er hat es nicht einfach gehabt. Aber er hat sich nicht aufgegeben, war keiner, der geschmollt hat. Er ist für jeden einzelnen ein gutes Vorbild“, schwärmte Kovač vom Sommer-Neuzugang vom VfB Stuttgart.

Laut dem TV-Sender Sky ließ Kovač während der Länderspielpause Anton auf der Position im defensiven Mittelfeld trainieren, die er früh in seiner Karriere bei Hannover 96 schon ausgefüllt hatte. Denkbar, dass sich der Trainer zunächst für diese auf Sicherheit bedachte Variante entscheidet, um im Laufe des Spiels nötigenfalls offensiver zu werden. Leihspieler Carney Chukwuemeka würde als „einer, der mir eine Spritze gibt“, wie Kovač es am Freitag formulierte, für eine Einwechslung bereitstehen.

Auf der linken Abwehrseite erhält Ramy Bensebaini mutmaßlich den Vorzug vor Daniel Svensson, der nach seiner Rückkehr infolge einer Innenbandverletzung erst wenige Trainingseinheiten hinter sich hat.

Ein spannendes Duell gibt es auf der Außenbahn, wo Maximilian Beier die Nase vor Jamie Gittens haben könnte, nachdem sich der Engländer einem kleinen operativen Eingriff an der linken Hand unterzogen hat.

Auf der Zehn sprechen die jüngsten Leistungen eigentlich gegen Julian Brandt, die Alternativen sind aber selbst nicht mit Topform aufgefallen (Giovanni Reyna) oder haben noch keinen Startelfeinsatz im Tank (Chukwuemeka).

Rubriklistenbild: © IMAGO/Bahho Kara

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