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Johannes Thingnes Bö ist derzeit vom Pech verfolgt. Jetzt biss den Biathlon-Star eine Schlange – und er musste daraufhin in die Notaufnahme.
Kongsvinger – In vier der letzten fünf Jahre dominiert er den Biathlon-Weltcup nach Belieben: Johannes Thingnes Bö. Die Vorbereitung auf die kommende Saison erschweren ihm derzeit allerdings einige unerwartete Hindernisse. Nachdem das norwegische Biathlon-Ass kürzlich auf dem Ski-Rollband gestürzt war, biss ihn jetzt eine Schlange. Bö gab aber Entwarnung – und hofft sogar auf Superkräfte.
| Johannes Thingnes Bö | |
|---|---|
| Geboren: | 16. Mai 1993 (Alter: 30 Jahre), Stryn, Norwegen |
| Disziplin: | Biathlon |
| Weltcup-Debüt: | 20. Januar 2013 in Antholz |
| Größte Erfolge: | u. a. 5x Olympiasieger, 17x Weltmeister, 4x Gesamtweltcup-Sieger |
Er merkte es zuerst gar nicht: Biathlon-Olympiasieger Bö bei Gartenarbeit von Viper gebissen
Im Gespräch mit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt seines Heimatlandes, NRK, erzählte Bö, er habe ein bisschen in seinem Garten gewerkelt. Anschließend sei er in sein Haus gegangen – und dabei wurde er leicht geschockt: „Als ich hereinkam, sah ich, dass ein wenig Blut aus meinem Bein floss, und dann sah ich zwei Stichwunden im rechten Winkel.“
Der Norweger habe daraufhin „zwei und zwei zusammengezählt“, sagte der fünffache Biathlon-Olympiasieger, dessen Frau ein zweites Kind erwartet. Wie sich herausstellte, hatte ihn bei der Gartenarbeit eine Viper gebissen.
Er musste sogar in die Notaufnahme: Biathlon-Ass Bö kommt nach Schlangenbiss mit einem blauen Auge davon
Auch wenn Bisse der Schlange nur selten lebensbedrohlich sind, fuhr der 30-Jährige daraufhin in die Notaufnahme. „Ich hatte immer ein bisschen Angst und war skeptisch gegenüber Schlangen und ähnlichen Dingen“, offenbarte der sonst so furchtlose Biathlet. Im Krankenhaus habe er sich anschließend „sicher und gut aufgehoben“ gefühlt.
Während sein Landsmann Halvor Egner Granerud zuletzt nach einem Trainingssturz das Bewusstsein verlor, sei bei Bö durch Schlangenattacke „kein Schaden angerichtet“ worden. Nichtsdestotrotz berichtete der Biathlon-Dominator von einer Schwächephase: Neben dem Viper-Angriff und dem Rollband-Sturz fiel er kürzlich vom Trampolin und hatte mit einer Augeninfektion zu kämpfen. „Es war ein harter letzter Monat“, gestand er – beruhigte seine Fans aber zugleich: „Es besteht keine Gefahr.“
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Biss nimmt Biathlon-Superstar Bö die Angst vor Schlangen – und verleiht ihm jetzt vielleicht Superkräfte
Dem Viper-Biss konnte der Norweger jedoch auch etwas Positives abgewinnen. Er habe ihm seine Furcht vor Schlangen und Würmern genommen: „Es hat etwas Seltsames an sich. Jetzt habe ich Schlangen gesehen und wurde von ihnen gebissen, und ich habe weniger Angst als früher“, wunderte sich Bö.
„Ich habe mich gut informiert“, erklärte das Biathlon-Ass. „Die Angst, die ich vorher hatte, ist nicht mehr vorhanden“, freute sich Bö, der von dem Angriff Aufwind für die weitere Vorbereitung erwartet: „Hoffentlich gibt mir die Schlange die gleichen magischen Superkräfte wie Spiderman mit seinem Spinnenbiss“, schielte der 30-Jährige nicht ganz ernst gemeint auf den Comic-Helden.
Während Bö also auf magische Kräfte durch einen Schlangenbiss hofft, bahnt sich bei einer Landsfrau des Biathlon-Stars ein Wunder an: Therese Johaug könnte sensationell in den Ski-Zirkus zurückkehren. (wuc)
Rubriklistenbild: © Imago / Oryk HAIST

