Neuzugang aus Frankreich

Marmoush-Nachfolger'? Das sagt der neue Eintracht-Star

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Eintracht Frankfurt vertraut auf Elye Wahi. Der Franzose ist gewillt, seine Talente in der Bundesliga zu zeigen.

Frankfurt - Mit einem breiten Lächeln und der hessischen Begrüßung „Gude“ stellte sich Elye Wahi bei seiner Präsentation bei Eintracht Frankfurt vor. Ob er diese Ungezwungenheit auch auf dem Spielfeld zeigen kann? Der 22-Jährige soll die Rolle von Omar Marmoush übernehmen. Marmoush wechselte für eine Grundsumme von 75 Millionen Euro, die auf über 80 Millionen Euro steigen könnte, nach England.

Marmoush-Nachfolge? Das sagt Wahi

Wahi wird innerhalb von 18 Monaten bereits für seinen vierten Verein auflaufen. Nach Stationen bei Montpellier, Lens und Marseille ist er nun bei der Eintracht. Der Stürmer, der bis zu 25 Millionen Euro kosten könnte, sieht den Wechsel ins Ausland als Chance: „Ich will eine andere Sprache und Kultur entdecken.“ Unterstützung erhält er dabei von seinen Landsleuten Niels Nkounkou, Hugo Ekitiké und Jean-Matteo Bahoya, während Junior Dina Ebimbe kurz vor einem Wechsel nach Monaco steht.

Elye Wahi ist der neue Hoffnungsträger im Angriff der Eintracht

Seine sportliche Weiterentwicklung steht für Wahi im Vordergrund. Er beschreibt seine Stärken so: „Ich bin ein schneller Spieler, gehe auch gerne ins ‚Eins-gegen-Eins‘ und ins Dribbling.“ Besonders seine Fähigkeit zu Tiefenläufen wird von Beobachtern gelobt. Diese Qualitäten sind genau das, was Trainer Dino Toppmöller für das Spiel der Eintracht benötigt, um den entscheidenden Unterschied zu machen.

Wie harmonieren Ekitiké und Wahi?

Ob er mit Hugo Ekitiké ähnlich gut harmonieren wird wie Marmoush, bleibt abzuwarten. Wahi meint dazu: „Wir kennen uns aus der Vergangenheit und können uns gut ergänzen. Hugo ist auch ein schneller Spieler.“ Die Erfahrung mit Druck bei Traditionsvereinen ist ihm nicht fremd: „Ich habe in Frankreich bei großen Klubs mit hohen Erwartungen gespielt. Man kennt die Leidenschaft der Fans in Marseille und Lens.“ Er ist überzeugt, dass „die Bundesliga ganz gut“ zu ihm passt: „Die Eintracht ist sehr offensiv ausgerichtet. Ich denke, dass ich mich sehr wohlfühlen werde.“

Vergleiche mit Marmoush umgeht der Franzose geschickt: „Er hat eine unfassbar gute Saison gespielt bei der Eintracht. Ich wünsche ihm viel Erfolg in England. Aber mir ist wichtig zu sagen: Omar ist Omar und Elye ist Elye.“ Es wäre daher nicht fair, ihn als direkten Ersatz zu sehen. Die Erwartungen sollten zunächst gedämpft werden.

Wahi muss noch Rückstände aufholen

Wahi kam mit einer Oberschenkelverletzung nach Frankfurt. Die Ärzte raten zur Vorsicht, um ihn nicht zu früh einzusetzen. Daher wird er nicht zur letzten Europa-League-Partie nach Rom reisen, sondern sich am Campus fit halten. Das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am kommenden Sonntag könnte noch zu früh kommen. Ein realistisches Debüt wird beim Spiel in Gladbach erwartet, wo Wahi sein Können unter Beweis stellen möchte.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jan Huebner

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